PS5: Zahlen bedeuten nichts, bis die Konsole in Aktion ist, sagt Entwickler

Es gebe einen großen Unterschied zwischen den Zahlen der PlayStation 5-Specs und der Praxis. Erst das Programmieren und die Konsole in Action seien aussagekräftig, meint Yan Chernikov.

von David Molke,
05.06.2020 14:10 Uhr

Die Aussagekraft der PS5-Spezifikationen sei begrenzt, meint der ehemalige Frostbite-Entwickler Yan Chernikov. Die Aussagekraft der PS5-Spezifikationen sei begrenzt, meint der ehemalige Frostbite-Entwickler Yan Chernikov.

Die technischen Spezifikationen der PlayStation 5 stehen auf dem Papier zwar schon fest, aber so richtig vorstellen können sich viele noch nicht, was diese Zahlen tatsächlich bedeuten.

Das geht auch dem ehemaligen DICE- und Frostbite-Entwickler Yan Chernikov so. Ihm zufolge gebe es einen gewaltigen Unterschied zwischen den theoretischen Zahlen und der Praxis. Was die Next Gen-Konsole PS5 wirklich leisten kann, zeige sich erst, wenn sie in Aktion erlebt werden könne.

PS5-Specs: Zahlen sagen nur wenig über die Praxis aus, sagt Entwickler

Theorie und Praxis: Der Engine-Entwickler Yan Chernikov hat als Software-Engineer an der Frostbite Engine von DICE mitgewirkt. In einem YouTube-Video berichtet er über seine Perspektive auf die Spezifikationen der PS5. Er betont den Unterschied zwischen der Theorie - also, wie die Zahlen auf dem Papier klingen - und der Praxis, also wie sich letztlich die Arbeit damit anfühlt.

Es braucht Zeit: Es sei für ihn sehr schwierig, sich beim Anblick der Zahlen direkt zu freuen und vor Augen zu haben, was damit möglich sein kann. Ihm zufolge brauche es vor allem Zeit und Erfahrung mit der Arbeit an dem Gerät sowie einen Einblick in Dinge, die andere Entwickler tun.

Link zum YouTube-Inhalt

Die SSD-Geschwindigkeit sei dabei vielleicht noch am ehesten die Ausnahme, wie er in seinem YouTube-Video zu Protokoll gibt. Mit einer konkreten Ladegeschwindigkeit und Datenübertragung könne er direkt etwas anfangen. Bei TeraFLOPS und CPU-Taktfrequenzen sei das etwas anderes.

"Ich kann mir tatsächlich vorstellen, 5 Gigabytes pro Sekunde zu streamen – das ist etwas Greifbares. Aber Clock Speed und TeraFLOP-Count ist zumindest für mich persönlich ein bisschen schwieriger, mir das anzuschauen und zu denken 'Oh, ich kann so viele Dreiecke zeichnen oder ein Spiel machen, das jetzt plötzlich das unterstützt'."

Was mit der Plattform wirklich erreicht werden könne, werde sich seiner Meinung nach erst zeigen, wenn ein bisschen mehr Zeit verstrichen ist. Obwohl die Zahlen zwar da seien, würde es einen großen Unterschied zu dem geben, was damit erreicht werden kann.

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