102-jähriger Renter macht klar, dass der Umgang mit moderner Technik keine Sache des Alters ist – bringt anderen bei, wie sie richtig mit Handys und Windows umgehen

Dieser 102-jährige Rentner aus Australien bietet Computerkurse für andere Rentner an.

Dean Simes bietet in Australien Computerkurse für Rentner*innen an. (Bild: ABC Radio Sydney, Declan Bowring) Dean Simes bietet in Australien Computerkurse für Rentner*innen an. (Bild: ABC Radio Sydney, Declan Bowring)

Der Stand der Technik hat sich in den vergangenen 50 bis 60 Jahren stark verändert. Wer mit Heimcomputern, Handys und Co. aufgewachsen ist, tut sich oft im Umgang und bei der Anpassung leichter. Dass ein hohes Alter nicht unbedingt ein Hindernis ist, zeigt ein Rentner aus Australien.

102-jähriger Rentner leitet Computerkurse

Als er den gemeinnützigen Verein "Computer Pals" gründete, war Dean Simes schon Mitte 70. Das war im Jahr 2000, als Windows XP gerade auf den Markt gekommen war. Mittlerweile ist Simes schon über 100 und leitet noch immer regelmäßig Kurse für Senior*innen (via ABC Radio Sydney).

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Darin geht es etwa um Themen wie den Umgang mit Windows 11 und Android, das Erkennen von Malware und vertrauenswürdigen Links oder Grundlagen in Excel. Zu seinen "Schüler*innen" zählen vor allem ältere Personen, denen er unter anderem auch beibringt, Apps auf Android zu installieren und zu nutzen.

Simes selbst kaufte seinen ersten eigenen PC übrigens erst, als er schon über 80 Jahre alt war. Er hatte Computer zuvor schon in seinem Arbeitsleben genutzt und hielt es für wichtig, mit der Entwicklung der Technik Schritt zu halten.

Mit Computern oder dem Internet umgehen zu können, ist seiner Meinung nach nahezu alternativlos, wie er ABC gegenüber erklärt. Wer den Kontakt zu seiner Familie halten und am öffentlichen Leben teilnehmen möchte, kommt nicht darum herum.

"Leute, die diesem Club beitreten, müssen mehr und mehr mit der Computer-Welt leben. [...] Du kannst nicht vermeiden, einen PC nutzen zu müssen."

In Deutschland ist es beispielsweise schon heute in vielen Fällen unmöglich, einen Termin bei einem Amt auszumachen, ohne dafür online zu sein. Das macht es zwar an sich einfacher und verhindert lange Wartezeiten, schließt aber eben auch alle aus, die nicht wissen, wie das funktioniert.

Neben der Arbeit im Verein nutzt Simes übrigens Fitnessstudio-Besuche, Ausflüge und Treffen mit seinen Kindern, um körperlich und geistig fit zu bleiben. Irgendwann wird er die Kurse an andere übergeben müssen, aber solange er sie noch halten kann, möchte er auch dabei bleiben.

Glaubt ihr, dass ihr mit über 100 Jahren noch mit dann aktueller Technik klarkommen werdet?


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