In Zeiten überteuerter Grafikkarten ist es umso ärgerlicher, wenn man beim Online-Kauf Opfer eines Betrugs wird. Selbst wenn ihr auf vermeintlich sicheren Portalen wie Amazon einkauft, könnt ihr einem Betrüger auf den Leim gehen.
Anfang des Jahres musste "Dazzling_Course8755" eine solch bittere Erfahrung machen – und kann uns damit immer noch als mahnendes Beispiel dienen.
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Gemeinsam durch die Hardware Krise: Warum die RAM-Knappheit uns alle angeht
Ein paar Steine und ein Handtuch
Im PCMR-Subreddit schilderte "Dazzling_Course8755" den Vorfall so, dass er sich die damals 3.000 US-Dollar teure MSI Suprim X RTX 5090 über Amazon Resale gekauft hatte – also dem Bereich, in dem Amazon zurückgegebene Ware weiterverkauft.
Eigenen Angaben zufolge war Dazzling_Course8755 gar nicht zuhause, als der Paketdienst ankam. Um sicherzugehen, wurde das Öffnen des Pakets deshalb auf Video aufgenommen.
- Schon der erste Anblick löste kein gutes Gefühl aus: Das Verpackungssiegel sei in miserablem Zustand gewesen.
- Der Verdacht sollte sich bestätigen, denn im Paket selbst war statt der (inzwischen noch teurer gewordenen) RTX 5090 ein Haufen Steine zu finden, die in einem Handtuch eingewickelt waren.
Link zum Reddit-Inhalt
Spätestens seit der endgültigen Preisexplosion von Hardware ist diese angesichts der hohen Preise ein beliebtes Mittel zum Zweck von Betrüger*innen.
- In den meisten Fällen bestellen diese die echte GPU bei Amazon, tauschen diese durch Material in ungefähr dem gleichen Gewicht aus und senden die dann wertlose Verpackung als Retoure zurück.
- Die Kriminellen machen sich hierbei zunutze, dass Amazon in vielen Retourfällen lediglich das Verpackungsgewicht prüft, um Zeit zu sparen – ein menschlicher Check, ob auch der angegebene Inhalt drin ist, erfolgt angesichts der Häufung solcher Fälle wohl eher selten.
Wie ihr euch schützen könnt
Dass Dazzling_Course8755 das Öffnen des Pakets gefilmt hat, dürfte in diesem Fall die richtige Entscheidung gewesen sein. So lässt sich vergleichsweise leicht nachvollziehen, dass hier tatsächlich etwas mit dem Paket faul war.
Selbiges empfiehlt euch auch die Verbraucherzentrale – idealerweise mit einer zweiten Person. Den Paketschein solltet ihr aufbewahren (besonders wenn dort das Gewicht steht) und Auffälligkeiten sofort beim Lieferdienst beanstanden.
Bei Falschlieferungen solltet ihr zudem schnellstmöglich dem Händler melden und die entsprechenden Beweise mitschicken. Und, wenn ihr den ganzen Online-Kram umgehen wollt, bleibt euch bei einigen Shops auch die Möglichkeit, euch die Ware in einen stationären Laden liefern zu lassen und dort (ebenfalls vor Zeugen) auszupacken.
Kauft ihr gebrauchte Hardware – oder verzichtet ihr wegen des Risikos komplett drauf?
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