Am 03. Juni 1986, also vor mehr als 40 Jahren, brachte Nintendo ein Mario-Spiel auf den Markt, das etliche Spieler*innen an ihre Grenzen brachte.
Giftpilze, die Leben kosten, tückische Winde, die Sprünge erschweren, hundsgemeine Warp-Zonen und mehr – in Super Mario Bros.: The Lost Levels fallen gleich mehrere Gameplay-Elemente unter die Kategorie "überaus fordernd und nervig". Bis heute gilt der Titel als eines der schwierigsten Mario-Spiele überhaupt.
Das steckt hinter Super Mario Bros.: The Lost Levels
Das 1986 zunächst nur in Japan veröffentlichte Jump&Run sollte sich an all diejenigen richten, die das originale Super Mario Bros. gemeistert hatten. Ein Super Mario für Profis also.
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In Japan wurde The Lost Levels unter dem Namen Super Mario Bros. 2 für das japanische Famicom Disk System (kurz FDS) auf den Markt gebracht. Das Spiel wurde allerdings nicht als Sequel zu Mario Bros. vermarktet, sondern eher als eine Art Erweiterung.
Dieses "Profi-Mario" behält Handlung und Gameplay-Konzept von Super Mario Bros. bei, zeichnet sich allerdings durch einen deutlich (!) erhöhten Schwierigkeitsgrad und neue, fiese Elemente wie den oben bereits erwähnten Giftpilz, sowie zusätzliche, super-schwere Levels aus.
Besonders gemein: Besagter Giftpilz taucht wie andere Items in Fragezeichenboxen oder ab einem bestimmten Level auch in unsichtbaren Boxen auf. Wer nicht aufpasst und schnell genug reagiert, kann Mario oder Luigi also versehentlich einen giftigen Pilz einsammeln lassen – mit verheerenden Auswirkungen.
Die armen Klempner-Brüder verlieren nach Kontakt mit einem Giftpilz ein Leben, wenn sie klein sind bzw. wenn wir sie zuvor nicht mit einem Super-Pilz größer gemacht haben. Sind sie hingegen bereits groß, werden sie durch den Giftpilz direkt wieder geschrumpft.
Und das war's noch lange nicht mit den Feindseligkeiten, die uns das japanische Mario Bros. 2 alias The Lost Levels auftischt:
- Hinzu kommt, dass uns in manchen Levels ein starker Wind das präzise Springen erschwert, was schnell für Frust sorgen kann.
- Auch an den Warp-Zonen hat Nintendo hier geschraubt und diese in Fallen umgewandelt: Wer in eine Warp-Zone hüpft, kann entweder Levels überspringen oder wird schnurstracks in eine frühere Welt zurückteleportiert und muss diese noch einmal bestreiten – na schönen Dank auch!
- Rote Piranha-Pflanzen, eine deutlich aggressivere Art als die bekannten grünen Piranha-Pflanzen, wurden eingeführt: Sie greifen Mario und Luigi auch dann an, wenn sie direkt neben einer Röhre stehen.
Erst Jahre später in Europa veröffentlicht
Zu schwer, zu tückisch, für den westlichen Markt ungeeignet: Aufgrund dieses hohen Schwierigkeitsgrad stellte sich Nintendo of America zunächst gegen eine Lokalisierung. Sprich: Das japanische Super Mario Bros. 2 wurde hierzulande nie fürs NES veröffentlicht.
Stattdessen erhielten wir zunächst ein anderes Super Mario Bros. 2, das auf dem japanischen Spiel Yume Kōjō: Doki Doki Panic basiert. Und das fiel in puncto Schwierigkeitsgrad im direkten Vergleich zum Profi-Mario deutlich angenehmer aus.
Übrigens: Einen kompletten Walkthrough durch The Lost Levels könnt ihr euch übrigens hier anschauen, wenn ihr selbst eure Nerven schonen wollt:
Link zum YouTube-Inhalt
Erst Jahre später, nämlich 1993, kamen wir hierzulande dann doch noch in den "Genuss" des Profi-Marios: Nintendo entschied sich schlussendlich dazu, das japanische, bockschwere Super Mario Bros. 2 in Europa und Nordamerika unter dem Namen Super Mario Bros.: The Lost Levels als Teil der Super Mario All-Stars-Sammlung fürs SNES zu veröffentlichen.
Wer sich selbst der Herausforderung stellen möchte, kann das heute beispielsweise ganz einfach via Switch Online tun: Wer eine aktive Mitgliedschaft besitzt, findet Super Mario Bros.: The Lost Levels in der japanischen Fassung im NES-Klassiker-Katalog.
Kennt ihr Super Mario Bros.: The Lost Levels und habt es womöglich sogar schon gespielt?
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