Jahrelang war Simon Krätschmer eines der Gesichter von Rocket Beans, bis sich das Unternehmen und der Moderator nach längerem Streit getrennt haben. Nun steht das nächste Projekt von Krätschmer fest. Er will mit einer KI-Partei in die Politik gehen.
Meinungslose KI-Partei gegründet
Es mag nach Satire klingen, der Internet-Auftritt der neuen Partei "PIA - Partei für Intelligente Automation" liest sich aber so, als würden es die Gründer*innen damit durchaus ernst meinen. Aus dem Impressum geht hervor, dass Simon Krätschmer verantwortlich im Sinne des Presserechts ist.
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Was ist das für eine Partei? Wie es der Name schon verrät, geht es der Partei in erster Linie um KI. Die Technologie soll in Deutschland an erster Stelle stehen, sodass irgendwann Roboter die Rente zahlen. Das ist tatsächlich einer der Leitsprüche der Partei.
Diese befindet sich derzeit noch in Gründung, hat mit der KI-generierten PIA allerdings immerhin schon ein Gesicht. 2029 möchte man in Berlin antreten. Wie es danach weitergeht, ist noch offen.
Auf Reddit hat die Parteigründung unter Rocket Beans-Fans hohe Wellen geschlagen. Unter einem Post tauschen sich die User darüber aus:
Link zum Reddit-Inhalt
Einer hat sich "den Spaß gemacht", den KI-Chatbot auf der Seite nach den politischen Zielen und Positionen der Partei auszufragen und dabei herausgefunden, dass PIA im Grunde überhaupt keine Meinung hat. Auf die Frage, was PIA in der Verkehrspolitik plant, antwortet der Chatbot laut dem User etwa:
"Dazu hat PIA keine Meinung — eine Partei, die zu allem eine Meinung hat, hat zu nichts eine Antwort. PIA konzentriert sich auf eine Frage: Wie bauen wir KI in Deutschland? Das entscheidet über Wohlstand hier. Verkehrswende, Infrastruktur, Mobilitätskonzepte — wichtig, ja. Aber da haben andere Parteien spezialisierte Kompetenz. Wir haben eine. Das ist auch ehrlich: Besser, wir sagen, wo unsere Antwort sitzt, als dass wir überall Positionen erfinden, die wir nicht durchdacht haben. Wenn Verkehrspolitik mal eine KI-Frage würde — Verkehrssysteme trainieren, Echtzeit-Logistik — würden wir mitreden. Sonst nicht."
Diese oder eine ähnliche Antwort gibt der Chatbot offenbar in nahezu jeder politischen Fragestellung. Die Bestürzung in den Kommentaren ist einigermaßen groß. Ein User schreibt etwa:
"Tja, wenn du alle Leute aus deinem Umfeld vergrault hast und du als Resultat nur noch einen Chatbot, der keine Widerworte gibt, als Freund hast, kommt so etwas dabei raus.
Der Mann, der früher mit seinen kreativen Ideen sehr viele Menschen unterhalten hat, wird politisch aktiv für die Technologie, die Kreativität im Keim erstickt."
Ein anderer fügt an:
"Männer machen wirklich alles, nur keine Therapie."
Von Krätschmer selbst gibt es bisher noch keine Aussagen zur Parteigründung. Ob noch andere Personen an dem Projekt beteiligt sind und um wen es sich dabei handeln könnte, ist aktuell unklar. Möglicherweise gibt es dazu in den kommenden Tagen und Wochen mehr Informationen.
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