Sony erwartet, dass Activision-Spiele auch nach Übernahme auf PlayStation kommen

Sony hat ein erstes Statement zur Activision-Übernahme von Microsoft und zur möglichen Exklusivität von Activision-Spielen veröffentlicht und geht davon aus, dass sich nichts ändert.

von David Molke,
20.01.2022 12:05 Uhr

Spiele wie Call of Duty werden auch künftig auf PlayStation erscheinen, daran glaubt zumindest Sony. Spiele wie Call of Duty werden auch künftig auf PlayStation erscheinen, daran glaubt zumindest Sony.

Sony geht davon aus, dass Activision-Spiele auch weiterhin multiplattform bleiben und für PS4 oder PS5 erscheinen. Das hat Sony in einem ersten Statement zu dem Deal jetzt erklärt. Das Unternehmen erwarte nicht nur, dass bestehende Verträge eingehalten werden, sondern offenbar ganz explizit auch, dass Activision-Spiele weiterhin für PlayStation veröffentlicht werden. Das klingt zumindest nach einer relativ klaren Antwort auf die Frage, die sich viele Fans nach der Microsoft-Übernahme von Activision Blizzard stellen.

Klage gegen Activision Blizzard: Aktuell ist gegen Call of Duty-Publisher Activision Blizzard eine Klage wegen Diskriminierung, sexuellen Übergriffen und schlechten Arbeitsbedingungen im Gange. Alle Infos zu den Vorwürfen von vor einigen Wochen findet ihr hier, alles zum neueren Skandal rund um CEO Bobby Kotick hier. Einen Kommentar von GamePro-Chefredakteurin Rae Grimm bezüglich unserer Berichterstattung zum Thema findet ihr hier.

Sony geht davon aus, dass Activision-Spiele weiter auch für PlayStation erscheinen

Darum geht's: Microsoft will Activision Blizzard kaufen. Der Deal ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern und bis er über die Bühne geht, kann es noch bis Mitte 2023 dauern, aber trotzdem wirft die Übernahme natürlich jetzt schon haufenweise Fragen auf.

Wie zum Beispiel die danach, ob dann große Activision Blizzard-Franchises wie Diablo oder Call of Duty noch auf PS4 und PS5 erschienen – oder ob sie exklusiv für Xbox und PC kommen, wie das bei vielen zukünftigen Bethesda-Titeln der Fall sein soll.

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Die Ereignisse überschlagen sich: Erst gestern hatte sich Xbox-Chef und Microsoft Gaming-CEO Phil Spencer zu Wort gemeldet und erklärt, er habe nicht die Absicht, bestehende Spiele-Communitys von der Sony-Plattform wegzuziehen. Was natürlich einigermaßen vage bleibt und Unterschiedliches bedeuten kann:

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Jetzt gibt es aber ein sehr viel klareres und einigermaßen überraschendes Statement von Sony. Darin heißt es zuerst (was nicht so überraschend ist), dass davon ausgegangen werde, dass bestehende Verträge eingehalten würden – trotz der Übernahme.

Also in etwa so, wie es zum Beispiel bei Deathloop und Ghostwire Tokyo läuft und gelaufen ist. Aber Sony erwartet offenbar auch, dass zukünftige Activision-Spiele multiplattform bleiben und damit auch in Zukunft für die PlayStation-Konsolen wie PS4 und PS5 erscheinen würden.

"Wir erwarten, dass sich Microsoft an bestehende Verträge hält und weiterhin sicherstellt, dass Activision-Spiele multiplattform sind."

(via: Bloomberg)

Was heißt das jetzt? Das kommt ganz darauf an, was genau diese bestehenden Verträge besagen. Möglicherweise haben Sony und Activision bereits für viele Jahre vertraglich festgelegt, dass sämtliche Call of Dutys auch für die PlayStation kommen müssen. Dass es Verträge gibt, die für immer und ewig festlegen, dass Activision-Spiele multiplattform sein müssen, wirkt sehr unwahrscheinlich. Vielleicht geht es dabei aber auch nur um einige wenige Titel und die Verträge laufen irgendwann aus.

Wir wissen, dass es sich beim Kauf von Activision Blizzard um ein hitzig diskutiertes Thema handelt. Wir bitten euch, trotzdem immer respektvoll und konstruktiv miteinander zu diskutieren.

Wie interpretiert ihr die Aussage? Für welche Spiele könnte es Verträge geben, was glaubt ihr?

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