Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es offiziell. Sony hat große Teile der Belegschaft von Entwickler Bungie (Destiny, Marathon) entlassen. Das hat Hermen Hulst, CEO der Studio Business Group bei Sony, in einem PlayStation Studios Update bestätigt.
Dem offiziellen Statement zufolge ist eine "beträchtliche" Anzahl von Mitarbeitenden betroffen, eine genaue Zahl wird nicht genannt. Wohl aber, welche internen Teams bei Bungie besonders betroffen sind. Es handelt sich um den "Großteil des Destiny-Teams und einige Mitglieder des Marathon-Teams".
Alternativen wurden geprüft – erfolglos
Die Entlassungen sind Teil einer größeren Umstrukturierung und Verschlankung des Studios, zu der es laut Herman Hulst am Ende keine Alternative gab. Im Statement heißt es:
"In den vergangenen Monaten haben wir gemeinsam mit der Bungie-Führung die langfristige Ausrichtung des Studios, die Entwicklungsprioritäten, den Ressourcenbedarf und die Rolle innerhalb unserer übergeordneten Portfoliostrategie überprüft. Wir haben mehrere Alternativen geprüft, bevor wir zu dem Schluss kamen, dass ein Personalabbau notwendig ist, um die Ressourcen des Studios an seine aktuellen Prioritäten und langfristigen Ziele anzupassen."
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Die Probleme bei Bungie waren vielschichtig
Auch wenn keine konkreten Gründe für diese Entwicklung genannt werden, deutete vieles in den vergangenen Monaten und Jahren darauf hin. Das riesige Studio steckte schon bei der Übernahme durch Sony im Jahr 2022 in finanziellen Schwierigkeiten, die Spieler*innenzahlen bei Destiny 2 sanken und ein großes Anschlussprojekt blieb aus.
Anfang des Jahres wurde zwar der Extraction-Shooter Marathon veröffentlicht und obwohl der durchaus gut bei den Kritiken ankam, war es kein großer finanzieller Erfolg, der eine Kehrtwende bei Bungie in Gang setzen konnte.
Herman Hulst betont in dem PlayStation Update zwar, dass Marathon "ein wichtiger Bestandteil des Portfolios bleiben" soll, nach den Entwicklungen ist das aber fraglicher denn je.
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