Die Generationsbegriffe "Millennials" und "Gen Z" dürften die allermeisten kennen. Dazwischen gibt es aber laut einigen Wissenschaftler*innen auch noch eine Art "Brückengeneration“, die eine ganz besondere Form von Kindheit erleben durfte.
Bühne frei für die Zillennials
Der Begriff "Zillennial" ist ganz bewusst ein Mix aus "Millennial" und "Gen Z". Während mit Millennials allgemein etwa die Leute, die zwischen 1981 und 1996 geboren wurden, gemeint sind, umfasst die Gen Z die Jahre 1997 bis 2012. Solche Generationsbegriffe sind aber natürlich ziemlich unscharf und dienen eher der Orientierung.
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Der Begriff der Zillennials wurde unter anderem von der US-amerikanischen Soziologie-Professorin Deborah Carr aus Boston geprägt. Gemeint ist damit eine Art Mikrogeneration, die in etwa die Geburtsjahre 1992 bis 1999, teilweise auch bis 2002, abdeckt.
Was macht diese Jahrgänge so besonders? Ein Blick auf die technologische Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt, weshalb Menschen, die in diesen Jahren geboren sind, mit großer Wahrscheinlichkeit eine ganz besondere und dadurch sehr seltene Kindheit erlebt haben (via Business-Punk).
Es ist nämlich die letzte Generation, die noch in einer analogen Welt aufgewachsen ist. Sie haben viel Zeit draußen verbracht, kamen aber schon früh in den Kontakt mit Technik. Das Internet und Smartphones wurden so zum Thema, bevor sie volljährig waren.
Dadurch unterscheiden sie sich von Millennials, die schon erwachsen waren, als diese Dinge die Welt revolutionierten. Vertreter*innen der Gen Z hingegen haben eine Welt ohne Internet und Co. nie bewusst wahrgenommen. Die Zillennials kennen sich gewissermaßen in beiden Welten aus.
Ein daraus entstandener Vorteil der Zillennials könnte eine hohe Anpassbarkeit an die Umwelt und neue Entwicklungen sein. Sie können verstehen, warum sich Millennials manchmal die "alte" oder "analoge" Welt zurückwünschen, fühlen sich aber gleichzeitig in der digitalen Welt zuhause wie die Gen Z.
Ob es für gesellschaftliche Forschungen wissenschaftlich Sinn ergibt, diese Brückengeneration als eigenes Phänomen zu berücksichtigen, ist umstritten. Zumindest ist die Beobachtung aber interessant, dass das Aufwachsen in diesem kurzen Zeitraum einen besonderen Blick auf die Welt nach sich ziehen kann.
Seid ihr selbst in diesem Zeitraum geboren und fühlt ihr euch einer der Generationen zugehörig? Wie denkt ihr generell über solche Generationsbegriffe?
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