Die Pokémon-Reihe blickt heute auf eine jahrzehntelange Vergangenheit mit vielen Editionen zurück und während die Marke heute eines der größten Franchises der Welt ist, war der extreme Erfolg nicht immer garantiert. Daran erinnert sich auch Director Junichi Masuda, der bei der Entwicklung von Pokémon Rubin und Saphir ziemlich gelitten hat.
Extremer Erfolgsdruck für Gen 3
In einem früheren Interview mit dem Magazin Game Informer erinnert sich der Entwickler an die Zeit Anfang der 2000er zurück, als er nach dem bahnbrechenden Erfolg von Pokémon Gold und Silber an den ersten Spielen für den Game Boy Advance werkelte.
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Wind & Welle - Pokémon muss endlich aufwachen!
Dabei hatte die neue Plattform einiges zu bieten: Ein größeres Display, deutlich mehr Farben und bessere Audio-Features boten viel mehr technische Möglichkeiten. Es bedeutete aber auch mehr Arbeitsaufwand, berichtet Masuda.
Das eigentliche Problem war in seinen Augen allerdings der Erfolgsdruck, denn auch wenn wir rückblickend wissen, dass Rubin und Saphir sehr beliebt waren, empfand der Director die Stimmung vor dem Release als extrem angespannt.
“Nachdem Gold und Silber rauskamen, waren sie weltweit sehr erfolgreich, aber kurz danach sagten alle ‘Das war’s. Der Pokémon-Hype ist vorbei. Es ist tot’”.
Gleichzeitig sollte Generation 3 aus Unternehmenssicht aber der Startschuss für eine ganze Reihe neuer Pokémon-Projekte werden – und Masuda war verantwortlich dafür.
“Spielzeugläden, die früher einmal vollgestopft mit Pokémon waren, nahmen das Merch aus dem Sortiment”, erinnert sich Masuda. Und ein Trip nach Amerika führte ihm ebenfalls vor Augen, dass der Verkauf des Monster-Merchandises spürbar zurückgegangen war: “Als ich das nächste Mal da war, gab es nur noch Star Wars”.
Sogar der Körper gab Warnsignale
Der Druck, den Menschen zu beweisen, dass es mit Pokémon noch nicht zu Ende war, war enorm, berichtet der Director. Dieser Stress wirkte sich auch körperlich aus.
Einmal musste er sogar ins Krankenhaus, weil er unter starken Bauchschmerzen litt, die wohl auf den Arbeitsdruck zurückzuführen waren. Außerdem berichtet er davon, Albträume gehabt zu haben, in denen ihn ein möglicher Flop der Spiele heimsuchte.
Dazu kamen noch weitere Probleme, denn eine Zeit lang sah es so aus, als könnten die geplanten Titel “Rubin” und “Saphir” aus markenschutzrechtlichen Gründen nicht verwendet werden.
Ende gut, alles gut
Rückblickend lässt sich klar sagen, dass all diese Befürchtungen nicht wahr wurden. Die Streitigkeiten um die Namen konnten beigelegt werden und bis heute sind Rubin und Saphir in der Pokémon-Community sehr beliebt.
So beliebt sogar, dass die Pokémon Company offenbar gerade plant, die Game Boy Advance-Klassiker noch einmal für die Nintendo Switch zu veröffentlichen – das legen zumindest aktuelle Gerüchte nahe.
Nach dem wiederum großen Erfolg der Re-Releases von Feuerrot und Blattgrün vor einigen Monaten wäre es auch sehr verwunderlich, wenn der Konzern keine weiteren Klassiker hinterher schiebt.
Alternativ könnt ihr außerdem die Remakes für den Nintendo 3DS Omega-Rubin und Alpha-Saphir spielen, die auf das 3D-Technikgerüst von X und Y setzen. Wenn Masuda damals gewusst hätte, welche große Rolle seine RPGs später einmal haben würden, hätte er vermutlich deutlich besser geschlafen!
Was denkt ihr: Habt ihr Rubin und Saphir damals gespielt oder habt ihr noch vor es irgendwann nachzuholen?
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