Somerville: Im geheimnisvollen SciFi-Adventure kann uns nur Licht aus der Patsche helfen

Im neuen Spiel von Chris Olsen und Dino Patti bekommen wir es mit einer außerirdischen Bedrohung zu tun.

von Samara Summer,
07.06.2022 09:00 Uhr

In Somerville geht es um eine Familie im Angesicht einer außerirdischen Bedrohung. In Somerville geht es um eine Familie im Angesicht einer außerirdischen Bedrohung.

Genre: SciFi-Adventure Entwickler: Jumpship Plattform: PC, Xbox One, Xbox Series X/S Release: 2022

Eine mysteriöse außerirdische Bedrohung rückt der Menschheit auf die Pelle – und genauso geheimnisvoll wie die Geschichte von Somerville anmutet, geben sich bisher auch die Entwickler mit ihren Aussagen zum neuen Adventure. Trotzdem vermitteln die vier Teaser-Trailer, die wir bisher gesehen haben, ein erstes Bild vom Spiel; und ja, ein bisschen was haben die Hauptverantwortlichen dann doch verraten. Zu ihnen gehört übrigens Dino Patti, bekannt für Limbo und Inside. Das neue Abenteuer wird aber einiges anders machen als diese beiden Spiele.

Was macht Somerville so besonders?

Darum geht es: Wie bereits erwähnt, finden wir uns in Somerville inmitten einer außerirdischen Invasion wieder. Die Trailer zeigen verlassene, zerstörte Häuser und feindlich gesinnte Wesen, die wie eine Mischung aus Tier und Roboter aussehen. Sie erinnern an die Gräber aus Horizon Forbidden West, krabbeln flink an Wänden entlang und feuern lanzenartige Geschosse ab.

Unsere Aufgabe ist es, in diesem Chaos eine Familie wiederzuvereinen. Diese besteht aus Vater, Mutter, Kind und einem Hund. In den Trailern sehen wir, wie die Familienmitglieder versuchen, sich ihren Weg durch die Level zu bahnen. Ob wir wählen können, wen wir spielen oder bestimmte Abschnitte je mit einem festgelegten Charakter zurückgelegt werden müssen, ist uns noch nicht bekannt.

Das Leben dieser Familie nimmt eine dramatische Wendung. Das Leben dieser Familie nimmt eine dramatische Wendung.

Kein Plattformer: Viele Fans der früheren Titel von Dino Patti nahmen zunächst an, dass es sich bei dem Spiel um einen Plattformer oder einen Puzzle-Plattformer handeln würde. In den Trailern sehen wir rasante Szenen, bei denen Familienmitglieder vor den Geschossen der feindlichen Wesen flüchten oder in einem reißenden Fluss davon geschwemmt werden. Aber wie gamesradar.com berichtet, hat Chris Olsen, Autor und Director des Spiels, in einem Interview ausdrücklich erklärt, dass es keine Sprungtaste gebe, weil Somerville eben gerade kein Plattformer werden soll.

Aber was ist es denn dann?

Die Entwickler bezeichnen ihr Spiel als SciFi-Adventure. Die zentrale Spielmechanik besteht in verschiedenen Kräften, mit denen wir auf unsere Umgebung einwirken können. Genauer gesagt: Wir nutzen Licht aus Fackeln und Lampen, um eine fremde Substanz namens “Sediment” zu unserem Vorteil zu formen. 

Mit verschiedenen Lichtfarben können wir die Substanz auf unterschiedliche Weisen beeinflussen. Wir können beispielsweise Tunnel hineinbrennen, aber sie auch verfestigen, sodass ein sicherer Untergrund entsteht, über den wir gehen können. Im Laufe des Spiels erweitern wir laut Entwickleraussage das Arsenal unserer Farbkräfte. 

Die Trailer zeigen unter anderem rasante Fluchtszenen. Die Trailer zeigen unter anderem rasante Fluchtszenen.

Was genau ist dieses Sediment? Darüber haben die Entwickler noch nicht viel verraten. Vermutlich gehört es unter anderem zu unseren Aufgaben, das herauszufinden. Es tritt in Gewässern, aber auch in geologischen Formationen auf. Zudem bestehen Gegner und schwebende Monolithen aus dieser Substanz.

Unterschiede zu Limbo und Inside und Gemeinsamkeiten mit den Titeln: Dass von vielen Seiten angenommen wurde, es handle sich bei Somerville um einen Plattformer, liegt vermutlich daran, dass der Titel oft als neues Spiel von Dino Patti bezeichnet wurde. Aber auch das ist nicht ganz richtig. Somerville war nämlich ursprünglich das Projekt des britischen Animators Chris Olsen. Patti holte er erst später mit ins Boot, um gemeinsam mit ihm das kleine Studio Jumpship zu gründen. In einem Interview mit gameindustry.biz klärt Olsen einige der Irrtümer auf. 

Aber auch wenn die Idee von Olsen stammt, ist die Handschrift von Playdead-Mitbegründer Patti deutlich zu erkennen. Der Grafik-Stil des Spiels erinnert vor allem an Inside. Genau wie Pattis frühere Abenteuer kommt auch Somerville ohne Worte aus und wird ein vergleichsweise kurzer Titel: Die Spielzeit soll nur etwa zwei bis vier Stunden betragen. Dabei erwartet uns im Gegensatz zu Inside und Limbo eine 3D-Welt. 

Hier könnt ihr euch einen der Trailer zu Somerville ansehen:

Somerville - Trailer zeigt Spielszenen in der Postapokalypse 1:40 Somerville - Trailer zeigt Spielszenen in der Postapokalypse

Für wen ist Somerville interessant?

Ganz offensichtlich solltet ihr Somerville natürlich im Auge behalten, falls ihr Fans der Playdead-Spiele seid, aber auch für neue Spielkonzepte offen seid. Interessant ist der Titel aber sicher auch für alle, die ein kurzes und ungewöhnliches Abenteuer suchen.    

Samara Summer

@Auch_im_Winter

Somerville hatte sofort meine Aufmerksamkeit, als ich den ersten stylischen Trailer gesehen habe. Das Spiel hat mich mit seiner mysteriösen und düster melancholischen Atmosphäre angesprochen. Zudem steht der Name Dino Patti für mich für ganz besondere Abenteuer, die unter die Haut gehen.

Dass Somerville eigentlich das Baby von Chris Olsen ist, macht es für mich noch spannender, denn erstens erwarte ich durch seinen Einfluss interessante Unterschiede zu den Playdead-Spielen und zweitens hat er es mit seinem Konzept geschafft, Patti zu überzeugen, was für das Spiel spricht.

Die kurze Spieldauer ist für mich in diesem Fall auch kein Minuspunkt, da sie ideal sein könnte, um eine geballte Ladung Emotionen und Spannung zu servieren. Ich kann mir außerdem sehr gut vorstellen, dass wir eine vielschichtige Story bekommen, die uns auch nach den Credits noch nicht so schnell loslässt. Allerdings muss sich natürlich noch zeigen, wie gut die Spielmechaniken funktionieren. Diese stellen für mich das größte Fragezeichen dar und ich hoffe, dass sie zu einem stimmigen Gesamterlebnis beitragen.

Seid ihr neugierig auf Somerville und was spricht euch daran an? Verratet es uns in den Kommentaren.

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