Kurz vor dem Release von GTA 6 hat Bloomberg-Journalist Jason Schreier einen Bericht veröffentlicht, in dem er ausführlich über die Entwicklung des Spiels spricht. Darin gibt er hier und da ein paar spannende Details preis. Dazu gehört etwa, dass es über hundert betretbare Gebäude soll. Eine andere Aussage macht mich allerdings viel glücklicher, auch wenn sie am Ende wohl mit mehr Herzschmerz verbunden sein wird.
GTA 6 schlägt andere Töne an
Der renommierte Journalist und Branchen-Insider Jason Schreier war bei Rockstar zu Besuch und hat ein paar Eindrücke mitgebracht. Eine Aussage klingt für mich nicht nur überzeugend, sondern auch logisch: die Geschichte von GTA 6 schlägt eher in die Kerbe von Red Dead Redemption 2 als von GTA 5 – und das ist auch gut so!
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Wird GTA 6 jetzt zur Dating-Sim?
"Vor allem bin ich gespannt, wie dieses Spiel seine Erzählung angeht. Es scheint, als sei die Geschichte von Jason und Lucia eher von Red Dead Redemption 2 als von Grand Theft Auto V inspiriert, was ich sehr begrüße. Der bittere Nihilismus des letzten GTA-Teils wurde schnell ermüdend."
Achtung, ab dieser Stelle folgen Story-Spoiler zu GTA 5 und RDR2!
Schreier beschreibt selbst, dass GTA 5 mit seinen Charakteren, die sich ständig anschreien und beleidigen, nervt. Das ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass Michael, Trevor und Franklin eher widerwillig zusammenarbeiten, trotzdem kann ich ihm da nur beipflichten. Die drei wurden stark als Karrikatur konzipiert. Vor allem Trevor mit seinen Aggressionen schlägt ständig über die Stränge.
Die Geschichte von RDR2 konzentriert sich dagegen auf Arthur und seine Beziehung zur Van der Linde-Gang, die quasi seine Familie ist. Natürlich kommt auch er nicht ohne Konflikte aus, aber diese fühlten sich nicht so zynisch oder pubertär an. Stattdessen hat Rockstar uns hier ein melancholisches Western-Drama vorgesetzt, bei dem ich mitgelitten habe – nicht zuletzt, weil unser Protagonist nicht nur krank ist, sondern am Ende auch nicht überlebt.
GTA 5 und Red Dead Redemption 2 verfolgten damit zwei unterschiedliche Philosophien und GTA 6 wird sich wohl an Letzterem orientieren. Natürlich wird auch das neue GTA seine überzeichneten und parodistischen Momente haben, immerhin reden wir hier von einem GTA mit Florida als Vorbild für das Setting.
Aber alleine schon durch das Pärchen Jason und Lucia, die eine ganz andere Protagonisten-Chemie aufweisen, wird bzw. muss sich der Ton des Spiels ändern. Ihre Zuneinung zueinander wird mich hoffentlich einnehmen und so werde ich eine ganz andere Beziehung zu unseren Hauptcharakteren aufbauen, als es noch in GTA 5 der Fall war.
Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass mich schwere Schicksalsschläge, die die beiden in der Story durchleben, auch selbst mehr mitnehmen werden. Aber genau das ist es, was ich mir erhoffe: ich möchte mit meinen Charakteren mitfühlen, in alle Richtungen – eben so, wie es mit Arthur in RDR2 war.
Wie sehr sich der Ton am Ende wirklich wandeln wird und ob Rockstar den Spargat zwischen Satire und Figurentiefe überhaupt hinbekommt, erfahren wir aber erst am 19. November, wenn GTA 6 für PS5 und Xbox Series X/S erscheint. Bis dahin könnt ihr uns in den Kommentaren gerne verraten, was ihr darüber denkt.
Was denkt ihr: Sollte GTA 6 lieber ernster und persönlicher oder abgedrehter und überzeichneter werden?
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