Bekomme ich Spiele nur am Rande mit, habe sie aber im Hinterkopf als potenziell spannend abgespeichert, geht's häufig zuerst auf Metacritic. Einfach um schnell zu schauen, was Kritiken und Spieler sagen. Passt so weit alles und stimmt der Preis, wandert der Titel in den Warenkorb und wird gezockt.
Allerdings habe ich vergangene Woche bei Moonlighter 2 einmal mehr bemerkt, wie irreführend der flüchtige Blick auf bloße Zahlen und mittlerweile womöglich auch veraltete Tests doch sein können.
Denn von einem mittelprächtigen 72er-Titel, ist das so unfassbar motivierende isometrische Action-RPG mit seinen Roguelite-Elementen in meiner Wahrnehmung meilenweit entfernt.
Das ist Moonlighter 2
Falls ihr gerade zum ersten Mal von Moonlighter 2 hört, lasst mich das Spiel kurz einordnen. Das Gameplay besteht im Grunde aus drei Teilen.
- Dungeons looten: Damit mein kleiner Händler seinen Shop zum Laufen bringen kann, muss ich jeden Tag einen von mehreren Dungeons besuchen und in Truhen gefundene Items verkaufen. Loot winkt aber nur, wenn ich Räume komplett von Monstern befreie. Das System orientiert sich dabei stark an bekannten Roguelite-Strukturen und ihr kämpft euch von Raum zu Raum, bis am Ende ein Boss wartet.
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Moonlighter 2 angekündigt und Trailer präsentiert gleich die neue 3D-Grafik des Action-RPGs
- Loot im eigenen Shop verkaufen: Ist der Run beendet, wird die gefundene Ware in meinem Laden verkauft. Dazu lege ich die erbeuteten Items einzeln auf Verkaufspodeste, wähle einen angemessenen Preis und lasse die Kundschaft herein.
- Geld ausgeben: In einer großen Hub-Welt, in der auch mein Laden steht, kann ich bei zahlreichen Personen vorbeischauen, die wichtige Gadgets und Verbesserungen für mich haben. Ich kann mir etwa neue Waffen kaufen oder Shop-Deko, die meine Warenpreise pusht.
Moonlighter 2 ist alles, nur nicht mittelprächtig
Und dieser Gameplay-Loop aus Kämpfen, Ware verkaufen und meinen Laden oder Händler Will aufwerten, ist unfassbar motivierend.
Zum einen macht es schon sehr viel Spaß in der Iso-Perspektive mit Will zu kämpfen. Die kurzweiligen Keilereien sind nicht zu schwer, aber auch so fordernd, dass ich stets wachsam sein muss. Und sinkt das Leben doch einmal zu stark in den Keller, kann ich per Knopfdruck zurück in die Hub-Welt reisen und meine bereits gefundene Ware verkaufen. Sterbe ich, halbiert sich die Wertigkeit der Ware – was auch ein schönes Risk-Reward-System ist. Gehe ich noch einen Raum weiter oder ziehe ich die Reißleine?
Zum anderen, und das ist ein Lob von jemandem, der schon unzählige Roguelites und Roguelikes gezockt hat: In Moonlighter 2 steckt die perfekte Motivationsspirale!
Nach wirklich jedem Run kann ich mir was Cooles kaufen. Sei es einen neuen Heiltrank oder einen neuen Aufnäher für meinen Rucksack, der den Schaden von Gegnern senkt. Ich kann meine Waffe upgraden oder stärkere Speere, Groß´schwerter oder Laserpistolen kaufen. Ich kann meine Kohle aber auch nutzen, um die Dungeons zu modifizieren, in dem ich beispielsweise heilende Quellen vor dem Boss platziere – und, und, und.
Selbst wenn ein Run mal nicht so ganz erfolgreich verläuft, weiß ich, dass ich beim nächsten Mal stärker zurückkomme.
Was es hier nicht gibt
Falls ihr beim Lesen jetzt vielleicht an ein Meisterwerk wie Hades 2 denkt, muss ich eure Erwartungshaltung dennoch etwas in die rechten Bahnen leiten.
Erwartet hier keine packende Story. Erwartet keine mega-krassen Synergien. Erwartet auch keine Bosse, die ihr nie wieder vergessen werdet.
Falls euch das aber nicht stört, Moonlighter 2 gibt's aktuell für rund 25 Euro auf PS5, Xbox Series, PC oder alternativ im Xbox Game Pass.
Das zockt der Rest der GamePro-Rasselbande
- Linda zockt Pokémon Rubin auf ihrem GBA SP, den sie Anfang des Jahres mit einem neuen Akku wiederbelebt hat
- Hannes holt Skies of Arcadia auf seinem GameCube nach
- Annika zockt das Point&Click Unforeseen Incidents gemütlich auf ihrem Tablet
- Max ist analog unterwegs und spielt die beiden Brettspiele Mischwald und Castle Combo
- Chris probiert seinen neuen Evercade Nexus aus und hat sich bereits Banjo-Kazooie installiert
- Tobi ist ebenfalls Brettspiel-technisch unterwegs und legt Artengarten und Rolling in Wonderland auf den Tisch.
Und das war's an der Stelle von uns. Habt ein schönes Wochenende und verratet mir noch in den Kommentaren, welche Spiele bei euch die freien Tage über anstehen.
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