Sündhaft teure PS5-SSD angekündigt, aber die gibt es schon jetzt für 200 Euro weniger

Western Digital veröffentlicht demnächst eine PS5-Speichererweiterung mit 4 TB und offizieller Lizenz. Letzteres könnte kaum egaler sein, kostet euch aber über hunderte Euro.

Es geht bedeutend günstiger als die SN850P. Es geht bedeutend günstiger als die SN850P.

Sony hat den Speichererweiterungsslot nach einem offenen Standard konzipiert. Ihr könnt jede beliebige PCI Express-NVMe-SSD einbauen, solange sie die vierte Generation der Übertragungsnorm unterstützt.

Umso surrealer wirken offiziell lizenzierte Produkte, wie die jüngst angekündigte SN850P von Western Digital. Die hat nämlich dieselben Leistungsdaten wie der Monate alte Vorgänger, ihr zahlt also ordentlich drauf, nur damit das Unternehmen mit einem schnieken PlayStation-Logo werben darf.

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Fast das gleiche Modell, andere Verpackung

Vor knapp einem Jahr hat Western Digital die SN850X veröffentlicht. Eine extrem schnelle PCIe 4.0-SSD, die perfekt für den Einsatz in der PS5 geeignet ist.

Unter anderem dank des vorinstallierten Kühlers und der maximalen Datenübertragungsrate von circa 7,3 Gigabyte pro Sekunde, also 1,8 Gigabyte mehr als von Sony empfohlen.

Hier könnt ihr sie euch kaufen:

Bald steht ein neues Modell in den Regalen. Die SN850P mit… vorinstalliertem Heatsink und einer maximalen Datenübertragungsrate von 7,3 Gigabyte pro Sekunde. Moment! Das ist doch dieselbe SSD! Und was ist bitte mit den Preisen los?

Hier die offiziellen US-Preise aus dem Western Digital-Store im Vergleich:

  • 1 TB mit Heatsink: 80 Dollar (SN850X) / 150 Dollar (SN850P)
  • 2 TB mit Heatsink: 150 Dollar (SN850X) / 230 Dollar (SN850P)
  • 4 TB: 300 Dollar (SN850X, ohne Heatsink) / 550 Dollar (SN850P, mit Heatsink)

Die Euro-Preise konnten wir nicht heranziehen, da sie noch fehlen. Sie dürften der Erfahrung halber ein wenig über dem Dollar-Preis liegen, da in den USA erst beim Kauf die für jeden Bundesstaat gültigen Steuern erhoben werden.

Abseits des abgeänderten Kühlkörpers identisch: Die maximale Anzahl an geschriebenen Daten (also die Haltbarkeit) ist bei der SN850P gleich, genau wie der Rest des Datenblatts. Nur der Kühlkörper wurde leicht angepasst, laut Angaben von Western Digital, um besser mit der PS5 zu harmonieren.

Die Rippen an den Seiten sind ausgeprägter, mehr aber auch nicht. Die Rippen an den Seiten sind ausgeprägter, mehr aber auch nicht.

Dahingehend sei aber gesagt, dass schon die SN850X mit Kühlkörper problemlos unter Extrembelastungen performte. Sprich: Selbst beim Schreiben von hunderten Gigabyte Videodaten am Stück wurde nie die Bandbreite zum Runterkühlen reduziert (via Tom's Hardware).

Videospiele sind dagegen viel genügsamer, es werden selten mehr als ein paar Gigabyte beim Start eines Levels geladen. Thermale Notstände sind also so gut wie ausgeschlossen.

Eine offizielle Lizenz macht das Produkt nicht besser

Bei offiziell lizenzierten Produkten handelt es sich zumeist schlicht um dieselben Modelle, nur in einer schickeren Verpackung.

Auf jener prangen dann ein paar PlayStation-Logos, verheißungsvolle Sprüche, die die Marketing-Abteilung für Gamer-Jargon hält, und der angepasste Kühlkörper bekommt sein weißes PS-Emblem, das letztendlich hinter der rustikalen Metallklappe des Erweiterungsslots verschwindet.

Damit das Unternehmen damit werben kann, werden Lizenzkosten fällig und auf wen diese umgewälzt werden, könnt ihr euch sicherlich schon selbst denken.

Okay, einen Einwand gibt es dann doch. Die SN850X in der 4 TB-Version ist nicht mit dem WD-eigenen Heatsink erhältlich. Der Kühlkörper eines Drittanbieters erfüllt seinen Job aber auch und selbst wenn er nicht so gut wäre, sind Spiele (wie bereits erwähnt) keine große Hürde für SSDs.

Hier haben wir ein Beispiel:

Die Masche, Produkte mit feschen Designs und vom Konsolenhersteller zugelassenen Logos für gehörige Aufpreise zu verkaufen, ist nicht neu und gab es auch vor dieser Generation.

Für die PS4 gab es externe wie auch interne Datenträger, die effektiv aus der herkömmlichen Produktpalette genommen und hübscher verpackt wurden.

Qualität wird so oder so geliefert: Ein Speicherlaufwerk soll jede Menge Daten absichern und einen schnellen Zugriff ermöglichen. Am PC, Laptop, an der Konsole, völlig egal wo.

Bei namhaften Herstellern werden dafür grundsätzlich dieselben oder gleichwertige Komponenten hergenommen, es braucht also gar nicht das Gütesiegel von Sony.

Greift daher einfach zur nicht-lizenzierten Alternative desselben Herstellers und spart euch den ungeheuren Aufpreis!

Die SSD-Preise sind gerade im Keller – plant ihr mit einem Upgrade eurer PS5? Wie viel Terabyte werden es?

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