Zelda: Eingestampfter Ableger von Retro Studios klingt so kurios, dass ich ihn gerne gespielt hätte

In einem Interview hat ein ehemaliger Entwickler des Studios Einblick in Details des geplanten Spiels gegeben. Und offenbart dabei, dass es mit klassischem Zelda wohl nicht viel am Hut hatte.

Nicht Link, sondern Shiek hätte im Retro-Zelda den Hauptcharakter spielen sollen. Nicht Link, sondern Shiek hätte im "Retro-Zelda" den Hauptcharakter spielen sollen.

Die Retro Studios kennen die meisten von euch vermutlich durch Spiele wie die Metroid Prime-Serie oder Donkey Kong Country Returns. Dass das Studio aber auch mal an einem Zelda-Titel arbeitete, ist dagegen vielleicht nicht allen bekannt. Das Projekt erblickte nämlich nie das Licht der Welt und wenn man nun die Aussagen aus einem Interview dazu hört, ist das vermutlich auch nicht die schlechteste Entscheidung gewesen.

Worum geht es genau? Der ehemalige Retro-Studios Entwickler Paul Tozour sprach mit dem Kanal DidYouKnowGaming unter anderem über das eingestampfte Zelda-Projekt. Und offenbarte dabei, dass der ominöse Titel, der keinen konkreten Namen hatte, eigentlich so gar nichts mit den Zelda-Spielen zu tun gehabt hätte, wie wir sie kennen (via vg247.com):

"Es war an keinem Punkt etwas wie Zelda. Es war ein Experiment, das im Zelda-Universum angesiedelt war und das komplett schiefgelaufen ist."

Storytechnisch hätte der Titel in einer alternativen Zeitlinie nach Ocarina of Time spielen sollen, in dem es Held Link nicht schafft, Ganon zu besiegen. Hauptcharakter des Spiels hätte Shiek sein sollen, also der Shiekah-Überlebende, der Link in Ocarina of Time regelmäßig hilft und ihn Lieder auf der Okarina lehrt.

Action-Zelda mit Wiimote-Flickerei

Schon bei der Hauptrolle wäre das Spiel also einen für Zelda-Verhältnisse eher ungewöhnlichen Weg gegangen, noch kurioser wird es aber beim Gameplay. Das sollte laut Tozour nämlich ziemlich minimalistisch und auf Action ausgelegt sein. Die Wiimote nahm eine besonders wichtige Rolle ein, denn mit dem Eingabegerät sollten Gegner wie zum Beispiel Wölfe "weggeflickt" werden. Der Entwickler zieht Vergleiche mit dem Spiel "Whack-A-Mole", bei dem einer zufällig aus Löchern auftauchenden Maulwurf-Figur auf den Kopf geschlagen werden muss.

Hier könnt ihr euch das komplette Video von DidYouKnowGaming anschauen:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Viel mehr sollte der Titel spielerisch dann auch nicht bieten, dementsprechend klar war dann auch schnell, dass eine Veröffentlichung höchstens große Enttäuschung nach sich gezogen hätte. Laut des Interviews ist unklar, ob das Projekt Nintendo überhaupt jemals präsentiert worden ist, da es bereits intern bei den Retro Studios recht schnell zurückgewiesen worden war.

Ein Herz für Kuriositäten

Tobias Veltin
Tobias Veltin

Auch wenn das Spiel vermutlich kolossal gefloppt wäre, bin ich beim Lesen der groben Beschreibung fast ein bisschen traurig, dass das "Retro-Zelda" nie erschienen ist. Denn die Mischung mit dem ungewöhnlichen Hauptcharakter und der – sagen wir mal – unkonventionellen Spielmechanik klingt derart kurios, dass ich das Ganze zumindest gerne mal ausprobiert hätte.

Die höchstens sporadische Verbindung mit dem Zelda-Universum hätte ich in Kauf genommen. So blieb der Titel allerdings in der Versenkung – und ersparte der eigentlich recht makellosen Zelda-Bilanz vermutlich eine unschöne Macke.

Wie siehts bei euch aus? Hätte ihr das "Retro-Zelda" auch gerne gesehen?

zu den Kommentaren (2)

Kommentare(2)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.