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Anchorman 2 - So witzig können Nachrichten sein

Will Ferrells neue Komödie Anchorman 2 klaut ihre Gags zwar selbst beim Vorgängerfilm, trotzdem ist der News-Crew-Blödsinn einen Kinobesuch wert. Warum, verraten wir in der Kinokritik.

von David Hain,
29.01.2014 18:11 Uhr

Anchorman 2 - Im neuen Trailer geht Ron Burgundy weltweit auf Sendung 2:15 Anchorman 2 - Im neuen Trailer geht Ron Burgundy weltweit auf Sendung

Ron Burgundy und seine Nachrichten-Crew sitzen in ihrem Van, resümieren die Absurditäten ihrer bewegten Vergangenheit, werfen Fragen auf. Warum zum Beispiel diese Kiste mit Skorpionen im Auto stehe. Und was die Bowlingkugel in der Ecke solle. Und wer fährt die Kiste überhaupt, wenn doch alle Mann im hinteren Wagenteil sitzen? Zwanzig Überschläge, ein Totalschaden, fliegende Skorpione und Kollisionen mit siedendem Bratenfett später ist klar - niemand! Willkommen in der völlig abgedrehten Welt von Will Ferrell.

All jenen, die dem Komiker seit seinen legendären Anfangstagen inmitten der Saturday Night Live-Truppe folgen oder zumindest den ersten Anchorman gesehen haben, braucht man sicherlich kaum erklären, was sie für den Preis einer Kinokarte erwartet. Wer auch nur eines der Werke von Ferrell kennt, hat sich an die wilde Mischung aus improvisierter Momentaufnahme, absurden Logikbrüchen und hanebüchenen Dialogstafetten längst gewöhnt.

Fliegende Skorpione und Bratenfett

Macho-Albtraum! Ron kann zunächst kaum fassen, dass er einer Frau unterstellt ist. Macho-Albtraum! Ron kann zunächst kaum fassen, dass er einer Frau unterstellt ist.

Nahezu jeder seiner großen Hits ist zudem in Zusammenarbeit mit Adam McKay entstanden, der als Regisseur, Produzent und Autor die kongeniale bessere Hälfte von Ferrell gibt und mit ihm einst das Comedy-Portal Funny or Die gründete. Stiefbrüder, Ricky Bobby oder Die etwas anderen Cops atmen allesamt diesen Charme, der nun - und das ist für Fans schon mal eine gute Nachricht vorweg - natürlich auch Anchorman 2 durchströmt.

Dabei entpuppte sich Teil eins der abstrusen Nachrichtenfarce eher nebenbei und klammheimlich als Erfolg. 2004 startete Anchorman mit verhaltenen Kritiken im Kino, verschwand aber gerade in Deutschland schnell wieder aus den Sälen. Auf DVD kam dann der zweite Frühling, mittlerweile gilt Anchorman als Favorit der Fans, die McKay und Co. förmlich nötigten, eine Fortsetzung zu drehen - wie auch immer die aussieht.

Und ein bisschen ist es eben jene Motivation, eine Fortsetzung um jeden Preis bewerkstelligen zu müssen, die Anchorman 2 negativ anhaftet. Einen Grund zu finden, warum Ron Burgundy nun abermals auf die große Leinwand zurückkehren müsse, scheint nicht wirklich einfach gewesen zu sein - das Drehbuch windet und ächzt sich jedenfalls mehrmals um allzu gewollt zusammengezimmerte Plotpoints, die man so auch schon zig-fach gesehen hat.

Alles auf Anfang

Die Grundidee, den gleißenden Stern erst fallen zu lassen und dann beim erneuten Emporklettern an die Spitze des Firmaments zu beobachten, ist so alt wie das Kino selbst. »Alles zurück auf Anfang und dann noch mal von vorn« ist eine beliebte Spielart in Hollywood, die dummerweise immer auch Repetition und den bitteren Geschmack des Altbekannten mit sich bringt. Ron Burgundy verliert seinen Job, bekommt aber eine neue Chance - das Ergebnis ist dabei phasenweise deckungsgleich mit dem ersten Teil.

Natürlich gibt es ein paar neue Ideen. Burgundys heißblütige neue Chefin zum Beispiel, bringt eine dringend nötige Portion Frauenpower in die Machismo-geladene Welt des Newsteams. Und ab der zweiten Hälfte des Films mischt dann ein urkomischer Unfall die Karten der Handlung völlig neu. Allzu kreativ oder neuartig ist dabei keine der Ideen, aber als Vorlage für eine ganze Reihe schräger Gags dienen sie dann doch alle ganz vorzüglich.

Die Newscrew bekommt bei GNN die Chance ihres Lebens – worüber sie sichtlich erfreut sind.Die Newscrew bekommt bei GNN die Chance ihres Lebens – worüber sie sichtlich erfreut sind.

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