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Aufbau einer Retrosammlung - Retro fürs Regal

Klassische Video- und Computerspiele sind in – nicht nur als bewährte Zeitvertreiber, sondern auch als begehrte Sammelobjekte. Wir geben euch einen Einblick in die Retroszene und Tipps zu Start und Pflege einer eigenen Games-Sammlung.

von Stephan Freundorfer,
10.08.2014 14:44 Uhr

Eine gepflegte Retrosammlung ist nicht nur eine Wertanlage, sondern macht auch Spaß, wenn man die Spiele ab und an mal in die passende Konsole steckt.Eine gepflegte Retrosammlung ist nicht nur eine Wertanlage, sondern macht auch Spaß, wenn man die Spiele ab und an mal in die passende Konsole steckt.

Es ist ein typisches Videospieler-Schicksal der 80er- und 90er-Jahre: Man bekommt seine erste Konsole, spart eisern auf die neuesten Spiele und investiert irrwitzige Summen in Importtitel, um nicht Monate auf die Veröffentlichung technisch schwächerer PAL-Versionen warten zu müssen. Und irgendwann verkauft man dann unter riesigem Verlust die Hardware und all die heiß geliebten, schon hundert Mal durchgespielten Games, um sich vom Erlös am Starttag den Nachfolger mit ein, zwei Debüttiteln nach Hause holen zu können.

Die Reue kommt dann Jahre später, bei der Zurückerinnerung an die Schadenfreude beim Überholmanöver in Super Mario Kart, an nächtliche Abenteuer mit Phantasy Star oder erbitterte Bomberman-Duelle. Und beim Gedanken daran, was man alles im Regal stehen hatte und für welchen Spottpreis man die vermeintlich alten Kamellen seinerzeit verschleudert hat.

Solche nostalgischen Gefühle dürften die wichtigsten Triebfedern des wachsenden Retrospiele-Hypes sein, ihre Verarbeitung erfolgt auf vielfältige Weise: Die einen wollen die alten Spiele einfach nur noch mal erleben und holen sich dazu Remakes oder Retro-Sammlungen für aktuelle Konsolen, zocken mit einem Game-Boy-Emulator auf dem Smartphone oder bringen legendäre Spielhallenhits mittels MAME-Software auf den PC-Monitor.

Die anderen wollen die Games von damals nicht nur neu erleben, sondern auch besitzen - jetzt, wo sie mehr Geld denn je zur Verfügung haben und gleichzeitig einstige Spieleperlen erheblich günstiger zu erstehen sind als bei ihrer Erstveröffentlichung.

Zumindest noch und im Großteil der Fälle, denn die wachsende Popularität klassischer Konsolen und Spiele sorgt dafür, dass vieles kontinuierlich teurer wird und seltene sowie beliebte Titel zunehmend über Neupreis gehandelt werden. Was wiederum eine weitere Personengruppe dazu bringt, den Retrotrend zu befeuern: Die Leute nämlich, die Games als Wertanlage betrachten und durch geschickten An- und Verkauf Geld verdienen wollen.

Im Super Potato im Tokioter Stadtteil Akihabara lagern Abertausende Konsolen und zugehörige Software – allerdings zum Apothekenpreis. Wer in Japan günstig Spiele shoppen will, geht in die Läden der Hard-Off-Kette.Im Super Potato im Tokioter Stadtteil Akihabara lagern Abertausende Konsolen und zugehörige Software – allerdings zum Apothekenpreis. Wer in Japan günstig Spiele shoppen will, geht in die Läden der Hard-Off-Kette.

Vom Warum zum Was

Wer Lust hat, eine Retrosammlung aufzubauen, sollte sich zunächst die Frage nach dem Warum stellen, denn die Antwort bestimmt über Sammelgebiet und -objekte: Bin ich ein riesiger Zelda-Fan und brauche alles rund um Link & Co.? Träume ich seit 20 Jahren davon, mit einem Neo Geo mein Wohnzimmer in eine Spielhalle zu verwandeln? Oder will ich mir das komplette Bild meiner einstigen Lieblingskonsole machen, mir wirklich jeden einzelnen Titel ins Regal stellen, der für G7000 oder Atari Jaguar erschienen ist?

Spielesammler haben die unterschiedlichsten Beweggründe und Gebiete, sie konzentrieren sich auf bestimmte Systeme, Genres, Marken, Epochen, Regionen - oder sammeln (unter häufiger Unterschätzung des massiven Bedarfs an Zeit, Geld und Platz) eben alles rund ums Thema Games. Wer sich heutzutage ein Gebiet zum Sammeln sucht und aufgrund seiner Historie oder seines Interesses flexibel ist, sollte sein System gegen den Trend wählen.

In diesen Tagen mit dem Sammeln von Nintendo-Konsolen zu beginnen, kann wegen der hohen Preise schnell frustrieren - Spiele für PlayStation, PS2 oder Xbox lassen sich dagegen günstig und in großen Mengen erstehen. Auch Master System oder Mega Drive sind bis auf Ausnahmen noch erfreulich bezahlbar.

Die Wertfrage
Auch wenn der Wert eines Retrospiels für jeden Sammler individuell ist und eine rein materielle Sichtweise dem Hobby nicht gerecht wird, ist es natürlich günstig, ihn mit einer ungefähren Eurosumme beziffern zu können. Preise für Retrospiele unterliegen erheblichen Schwankungen und sind von etlichen Faktoren abhängig, wobei die Nachfrage nach einem Titel gewöhnlich mehr Einfluss hat als seine eigentliche Seltenheit. Mario-, Metroid- oder Zelda-Spiele gehörten zu den Verkaufsschlagern von Nintendos Modulkonsolen und sind trotz ihres massenhaften Vorkommens vergleichsweise teuer.

Die einfachste Möglichkeit, einen aktuellen Richtpreis für ein Spiel zu ermitteln, bietet EBay: In der »Erweiterten Suche« (rechts neben dem »Finden«-Button der Startseite) lässt sich durch Setzen eines Hakens explizit nach »Verkaufte Artikel« suchen. Im umfassenden Rahmen wertet beispielsweise die Website Videogames.pricecharting.com beendete EBay-Auktionen aus und bereitet sie in allerlei Statistiken und Preisinfos auf. Allerdings sind diese nur für den US-Markt aussagekräftig. Wer bei uns seine Spiele abseits von EBay evaluiert haben will, wendet sich am besten in einem Gamer-Forum (wie dem von Nexgam.de) an die allwissende Community.

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