Battlefield 1 - Fans ziehen nach 30 Spielstunden ein erstes großes Fazit

Die offenbar zahlreichen Vorbesteller in der Battlefield 1-Community stürmen bereits seit Stunden die Server des Weltkrieg-Shooters. Nach rund 30 Spielstunden ziehen die Veteranen unter ihnen ein erstes Fazit.

von Dom Schott,
20.10.2016 11:20 Uhr

Battlefield 1 erscheint zwar offiziell erst am morgigen Freitag, den 21. Oktober, doch Käufer der Early Enlister Deluxe-Version dürfen sich bereits jetzt schon auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs bekämpfen. Mittlerweile sind die ersten Veteranen mit 30 und mehr Spielstunden auf dem Tacho wieder von den Servern zurückgekehrt und erörtern auf Reddit ausführlich die Kritik, die sie an Battlefield 1 haben — doch auch für lobende Worte ist Platz. Threads wie diese sind nicht nur für Neuankömmlinge, sondern sicherlich auch für das Entwicklerteam von DICE höchst interessant, die besonders in den ersten Wochen nach Release begierig nach jeglichem Feedback suchen dürften.

Battlefield 1
Genre: Action
Release: 21.10.2016

Viel Lob für die Kampagne, Karten und Server-Infrastruktur

Den Anstoß gab der Reddit-User vSTUBBS mit einem ausführlichen Posting auf der Diskussionsplattform, das von ähnlich erfahrenen Spielern aufgegriffen und ergänzt wurden. Sein Lob richtet sich zunächst einmal an die Kampagne, die er als Glanzstück des gesamten Franchises beschreibt. Tatsächlich bewies DICE hier viel Mut zu Neuem und erzählt spannende, kurze und intime Geschichten einzelner Soldaten — auch wenn das Deutsche Kaiserreich leider leer ausgehen musste.

Doch auch der Multiplayer wartet mit lobenswerten Details und Features auf: Die abwechslungsreichen, aber gut balancierten und durchdachten Karten werden ebenso gelobt wie die Verteilung der neuen Battlepacks nach Ende einer Runde, die tatsächlich immer gerechterweise nur an die besten Spieler in beiden Teams ausgehändigt werden. Und auch die Server bekommen wohltuende Worte zu hören: Ladezeiten halten sich im Rahmen, während das Finden von neuen Spielen nach anfänglichen Problemen in der Beta mittlerweile zuverlässig und schnell funktioniert.

Battlefield 1: Operations - Der beste neue Spielmodus Battlefield 1: Operations - Der beste neue Spielmodus

Ein letztes Detail, das gerne übersehen wird, hat ebenfalls seinen (durchaus berechtigten) Platz in den Lobeshymnen des Spielers gefunden: Die Anzeige naher Sanitäter, sobald ein Spieler stirbt und auf den Respawn warten muss. Diese Funktion hat schon viele Fronten vor dem Zusammenbruch gerettet und ist wohl eine der sinnvollsten spielmechanischen Neuerungen, die sich DICE hat einfallen lassen.

Kritik am Medaillen-System, Panzern und Koop-Hürden

Von einfachen Bugs und Glitches abgesehen, die vor allem in der benutzten Frostbite-Engine immer wieder gerne auftauchen, richtet sich die Kritik der Spieler vorwiegend an drei Punkte: Zum einen wäre da das neue Medaillen-System, das Spielern erlauben soll, aus einer Auswahl von Belohnungen eigene Ziele herauszupicken und diese dann innerhalb einer zeitlich begrenzten Frist möglichst zu erreichen. Während das System selbst ungewohnt und neu ist und daher grundsätzlich etwas kritisch beäugt wird, haben viele Kommentatoren das Gefühl, dass die Belohnungen (meist ein dicker XP-Bonus) zu niedrig für die oft ziemlich fordernden Ziele sind.

Daneben haben zahlreiche Veteranen das Gefühl, dass vor allem neue Spieler nicht wissen, wie sie mit feindlichen Panzern umgehen sollen. Wer keinen gründlichen Blick in die Ausrüstungsoptionen der einzelnen Klassen wirft, der kommt schnell auf die Idee, dass offenbar nur die Assault-Klasse das nötige Rüstzeug hat, um die gepanzerten Kolosse zu zerlegen. Tatsächlich steht aber jeder Klasse der Zugriff auf panzerbrechende Granaten und andere Extras frei, die hier den Kampf erleichtern. Mit Tooltipps könnte und sollte DICE hier nachbessern, da auch unserer Erfahrung nach viele Spieler diese wichtigen, feindlichen Ziele überfordert ignorieren.

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Ein letzter großer Punkt sind die recht hohen Koop-Hürden, wobei Koop hier wörtlich und nicht als Splitscreen-Modus gemeint ist: Das Zusammenspiel mit Freunden via eigenem Squad scheitert oft an den Einladungen, die ins Nichts führen oder das Spiel abstürzen lassen. Auch hier müssten die Entwickler dringend nachbessern, denn viele Fans verstehen das Battlefield-Franchise traditionell als Team-Shooter, der nur mit Freunden und Headset am meisten Spaß macht.

Wer noch tiefer in die Kritik an Battlefield 1 einsteigen möchte, sollte außerdem einen Blick auf den Vorabtest von Tobi und Johannes werfen!

Nun sind wir natürlich interessiert, wie eure Erfahrungen mit Battlefield 1 bisher aussehen: Welche Punkte und Features stören euch am meisten, was gefällt euch wiederum sehr gut?


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