Battlefield 4 - Beta-Client laut DICE weit von finaler Version entfernt

Executive-Producer Patrick Bach von DICE hat sich in einem Interview zur zurückliegenden Beta-Phase von Battlefield 4 geäußert und dabei durchblicken lassen, dass manches Spieler-Feedback für das Entwicklerteam nicht unbedingt nützlich ist.

von Tobias Ritter,
18.10.2013 12:27 Uhr

Laut DICE ist ein Teil des Beta-Feedbacks zu Battlefield 4 alles andere als objektiv. Deshalb nutzt das Team auch eigene Statistiken für die richtigen Schlüsse.Laut DICE ist ein Teil des Beta-Feedbacks zu Battlefield 4 alles andere als objektiv. Deshalb nutzt das Team auch eigene Statistiken für die richtigen Schlüsse.

Anfang Oktober 2013 bog der kommende Shooter Battlefield 4 in eine zweiwöchige Beta-Phase sein. Und in deren Zuge fanden sich nicht nur diverse Probleme und Fehler, die das Entwicklerteam nun noch bis zum Release des Spiels auszumerzen plant. Auch reichlich Kritik musste sich DICE gefallen lassen.

In einem Interview mit der englischsprachigen Webseite gamesindustry.biz hat nun Executive-Producer Patrick Bach zu diesem Thema Stellung bezogen und dabei durchblicken lassen, derartige Kritik am Spiel selbst zum aktuellen Zeitpunkt für nicht allzu nützlich zu halten. Schließlich hätten die Beta-Tester lediglich eine etwa ein bis zwei Monate alte Version von Battlefield 4 gespielt.

Zudem würden viele Kritiken einfach nur auf der Tatsache beruhen, dass einige Spieler sich um das Gewinnen betrogen fühlen würden, so Bach:

»Es ist eigentlich recht erschreckend zu sehen, mit welch falscher Objektivität die Leute an die Sache herangehen. Weil sie persönlich gewinnen wollen, behaupten sie, dass die eine Sache, die sie davon abhält, eine fehlerhafte Design-Entscheidung, ein Bug oder so etwas sei. «

Trotzdem sei eine Beta-Phase, wie man sie nun für Battlefield 4 abgehalten habe, durchaus nützlich, so Bach weiter. Schließlich wolle man ein Debakel wie bei Grand Theft Auto Online oder Diablo 3 vermeiden. Zudem erlaube der umfangreiche Test Rückschlüsse auf möglicherweise fehlerhaftes Balancing:

»Es ist in unserem Interesse, das Spiel ausbalanciert und stabil zu machen sowie die richtigen Dinge zu finden, an denen wir noch schrauben müssen. Wenn die Leute im Spiel nur eine Waffe nutzen, dann ist das Spiel vielleicht defekt.«

Werde hingegen der Variantenreichtum genutzt, dann sei das Spiel möglicherweise ganz gut - schließlich gehe es in Battlefield um Abwechslung.

Um nicht alleine auf das subjektive Spieler-Feedback angewiesen zu sein, nutzt DICE laut Bach übrigens eigene Telemetrie-Daten, um tatsächliche Balancing-Schwächen zu finden. Als Beispiel führt er Battlefield 3 an: Dort habe man den eigenen Statistiken zufolge ein ausgewogenes Nutzungsverhältnis bei allen Klassen gehabt - trotzdem hätten sich viele Spieler über die ihrer Meinung nach deutlich zu hohe Anzahl an Scharfschützen im Spiel beschwert.

Battlefield 4 erscheint am 31. Oktober 2013 für den PC, die PlayStation 3 und die Xbox 360. Ableger für die beiden Next-Gen-Konsolen folgen am jeweiligen Launch-Tag von PlayStation 4 und Xbox One.

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