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Bloodborne im Test - Geboren, um zu bluten

Neues Setting, alte Hölle – Bloodborne ist durch und durch Dark Souls, wagt aber auch einige spannende Neuerungen. Für den Test haben wir uns bis ans Ende des Abenteuers gequält, um zu klären, ob der Schmerz immer noch so gut tut.

von Dimitry Halley,
24.03.2015 10:25 Uhr

Bloodborne Test / Review - Das beste reine Next-Gen-Spiel bisher, egal auf welcher Konsole 6:51 Bloodborne Test / Review - Das beste reine Next-Gen-Spiel bisher, egal auf welcher Konsole

Warum macht Bloodborne Spaß? Das ist die Frage, die sich große westliche Publisher stellen sollten, wenn sie beim nächsten Mal am runden Tisch diskutieren, was Spiele leisten müssen und was nicht. Denn nach vielen der hier etablierten Design-Gewohnheiten würde das japanische Action-Adventure eigentlich durchfallen: miese, weil quasi nicht vorhandene Spielerführung, eine unverständliche Geschichte, eine hakelige Kamera.

Und vor allem ein unfassbar fordernder Schwierigkeitsgrad, dem sich nur die Masochisten unter den Spielern stellen wollen. Aber trotzdem wird Bloodborne - genau wie die Souls-Spiele vor ihm - nach Erscheinen zahllose Spieler in seinen Bann ziehen, die freiwillig Hunderte von Toden hinnehmen. Wie kann das sein?

Bloodborne spielt im düsteren Yharnam.Bloodborne spielt im düsteren Yharnam.

Die kurze Antwort: Weil Bloodborne und die Souls-Spiele Kinder zweier Welten sind. Klar, in ihrem Setting merkt man die westliche Prägung. Ritter und Drachen in Dark Souls, dafür einen viktorianischen London-Verschnitt in Bloodborne, komplett mit Zylindern, Monokeln, Flinten und Dampfmaschinen. Aber in puncto Spieldesign profitieren sie von ihrem fernöstlichen Einschlag.

Denn die Japaner von From Software pfeifen auf westliche Standards und geben uns Spielern vor allem eins: eine extreme Erfahrung. Diese Kombination aus bekanntem Setting und unverzeihlicher Spielmechanik macht die Souls-Spiele für Core-Gamer so attraktiv. Denn die ertrinken häufig in weichgespülten Triple-A-Produktionen, von denen sie sich viel zu sehr bemuttert fühlen.

Kein Wunder also, dass viele Fans nach mittlerweile drei Souls-Spielen skeptisch werden, besonders nach den ersten Ankündigungen zu Bloodborne: Weniger Charakterwerte soll es geben, keine schweren Klassen mehr, das Zaubern wird entschlackt - kann der inoffiziell vierte Teil der Souls-Serie den hohen Ansprüchen gerecht werden? Oder passt sich From Software letztlich doch den Gewohnheiten des Westens an?

Bloodborne - Screenshots ansehen

Eine Minute bis zum ersten Tod

Bloodborne ist ein Biest von einem Spiel. Und das nicht nur, weil ein Durchlauf sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Allein die drei Startgebiete kosten weniger geübte Spieler mit zig Neuversuchen locker sechs bis sieben Stunden. Doch darüber hinaus erfordert es auch viel Zeit und auch Mühe, die Monsterhatz in ihrer Komplexität voll zu erfassen. Das gilt besonders für die erzählte Geschichte.

Klar, die Ausgangssituation ist noch relativ leicht zu begreifen: Unsere Spielfigur leidet an einer mysteriösen Krankheit und macht sich auf den Weg in die Großstadt Yharnam, weil es dort ein Heilmittel geben soll. Allerdings stellen wir vor Ort zu unserem Leidwesen fest, dass fast die gesamte Bevölkerung von ebendieser Krankheit dahingerafft wurde. Wir selbst finden uns festgebunden an einem Tisch inmitten einer heruntergekommenen Apotheke wieder, wo martialische Experimente an uns durchgeführt werden.

Kaum machen wir unsere ersten, wackeligen Schritte in der Spielwelt, tötet uns schon ein Werwolf - typisch Souls-Serie: Bis zum ersten Tod vergeht also kaum eine Minute Spielzeit. Unser Dahinscheiden ist aber ausnahmsweise Teil der Story. Wir erwachen in einer Traumwelt, die fortan als Rückzugspunkt für unsere Abenteuer fungiert (ähnlich wie der Feuerbandschrein im ersten Dark Souls).

So ein dicker Brocken ist in Bloodborne nur ein normaler Gegner - und wird häufig noch von einer Eskorte beschützt.So ein dicker Brocken ist in Bloodborne nur ein normaler Gegner - und wird häufig noch von einer Eskorte beschützt.

Ab hier gibt uns der Plot kaum mehr als Hinweise in die Hand - abseits einiger Tutorial-Meldungen, die uns die Steuerung erklären, gibt?s in der Traumwelt anfangs keine Erklärung zur Rahmenhandlung zu finden. Erst nach ein bis zwei Spielstunden treffen wir einen alten Rollstuhlfahrer, der uns unser Schicksal als Jäger erklärt. Aber er fasst sich am Ende kurz und sagt: »Macht Euch nicht so einen Kopf über die Hintergründe. Geht raus und tötet ein paar Bestien.«

Wo ist der Multiplayer? Zum Testzeitpunkt stand der Onlinedienst von Bloodborne noch nicht zur Verfügung und kann deshalb nicht in die Wertung mit einbezogen werden. Das soll aber nicht in die Irre führen, denn die Mehrspieler-Komponente gehört zu den Features, die gegenüber Dark Souls am meisten ausgebaut wurden. Beispielsweise können wir die Chalice-Dungeons mit bis zu vier Spielern gemeinsam erkunden. Sobald wir Gelegenheit haben, das zu testen, findet ihr die Infos auf GamePro.de.

Unboxing: Bloodborne - Nightmare Edition (Boxenstop) - Die teuerste Bloodborne-Edition im Test 12:10 Unboxing: Bloodborne - Nightmare Edition (Boxenstop) - Die teuerste Bloodborne-Edition im Test

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