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Blue Estate im Test - Bleihaltige Rettungsaktion auf Schienen

Alles andere als Geschmacksneutraler Einheitsbrei: Der Rail-Shooter Blue Estate ist gespickt mit eigenwilligem Humor, viel blanker Haut und einer gehörigen Portion Actionfilm, wie unser Test zeigt.

von Musa Altun,
22.07.2014 16:00 Uhr

Blue Estate - Test-Video zum obskuren Rail-Shooter 3:11 Blue Estate - Test-Video zum obskuren Rail-Shooter

Bisher konnten wir nur die PlayStation-4-Version von Blue Estate testen. Infos und Wertung zur Xbox-One-Fassung reichen wir nach, sobald wir diese getestet haben.

Blue Estate nimmt es mit Rambo auf - im Zweikampf um die durch das Lizenzmachwerk beschmutzte Ehre des Railshooter-Genres. Der Titel erzählt die Vorgeschichte zur gleichnamigen, von Zeichentrickgewalt und Antihelden durchtriebenen Comic-Reihe und erscheint auf der aktuellen Konsolengeneration PlayStation 4 und Xbox One (hier wird's allerdings etwas später). Als Steuerungsmethode kommen der Gyrosensor des DualShock-4-Controllers sowie Microsofts Bewegungssteuerung Kinect zum Einsatz.

Viktor Kalvachev, einer der Autoren und Erfinder des Comics, arbeitet für die Spielwerdung seines Babys mit dem recht unbekannten Entwicklerstudio HeSaw zusammen: Das Indiestudio besteht aus ehemaligen Entwicklern von zum Beispiel Ubisoft oder Darkworks und liefert mit Blue Estate einen durchaus soliden Railshooter ab.

Blue Estate - Screenshots ansehen

Mafiosi und ein Ex-Navy SEAL

Das Spiel erzählt eine wendungsreiche Geschichte aus der Sicht des nicht spielbaren, verlausten Hygieneallergikers und Privatermittlers Roy Devine Jr., der von Pole-Dancer Cherry Popz beauftragt wird, einen gewissen Vincent ausfindig zu machen. Die äußerst spärlich bekleidete Dame verdient ihre Brötchen normalerweise als Topattraktion im Mafia-Club The Smoking Barrel, wird aber in das konkurrierende The Twin Dragon verschleppt.

Gastanks zum Explodieren zu bringen, hat seine Vorteile, sofern sie nicht zu weit weg stehen.Gastanks zum Explodieren zu bringen, hat seine Vorteile, sofern sie nicht zu weit weg stehen.

Das ruft den optisch an einen Wolfsmenschen erinnernden Besitzer des Smoking Barrel, Tony Luciano, auf den Plan, mit dem wir die ersten Levels bestreiten. Der kesse Sohn des Mafiaoberhaupts Don Luciano ist kein besonders smarter Typ und macht sich mit goldener Handfeuerwaffe auf, um die Jungfrau in Nöten aus den Händen ihrer Entführer zu befreien und zündet dabei ein Flachwitz-Feuerwerk nach dem anderen.

Jedenfalls sorgt unser großspuriger Held für großen Aufruhr in der Unterwelt von Los Angeles, was wiederum den Don veranlasst, den klammen Ex-Navy SEAL Clarence anzuheuern, mit dem wir im späteren Verlauf die Situation wieder ins Lot zu bringen versuchen. Die gesamte Geschichte wird dabei durch zwar starre, aber hübsch gezeichnete Zwischensequenzen im Grafikstil der Comicvorlage sowie in Dialogen während der Levels erzählt.

Virtua-Moorhuhn-Crisis

In Blue Estate steuern wir unseren Helden nicht selbst, sondern werden wie auf Schienen durch die Levels getragen und kontrollieren dabei lediglich das Fadenkreuz, mit dem wir Gegner anvisieren, die sich in bester Time Crisis-Manier ins Bild stehlen. Wenn multiple Ziele auf dem Bildschirm erscheinen, sollten wir uns die Reihenfolge unserer Abschüsse überlegen, da wie in Segas Virtua Cop farbige Kreise signalisieren, welcher der Widersacher als erster das Feuer eröffnet und uns trifft.

Heranstürmende Nahkämpfer erledigen wir in der PlayStation-4-Version mit einem Wisch über das Touchpad.Heranstürmende Nahkämpfer erledigen wir in der PlayStation-4-Version mit einem Wisch über das Touchpad.

Um das simple Grundprinzip nicht zur monotonen Dauerballerei verkommen zu lassen, werden kleinere Herausforderungen und Ziele in den Levels verteilt. Da gibt es beispielsweise die Schießbudenpassagen, in denen sich Gegner exakt wie in den stupiden Moorhuhn-Ballereien nach und nach aus ihrer Deckung begeben, oder Stellen, an denen wir Kopfschuss an Kopfschuss reihen oder die Gegner in einer vorgegebenen Abfolge erledigen müssen.

Innerhalb der Levelarchitektur versteckte Slowmo-Buttons triggern Zeitlupen - auf die wir aber meist verzichtet haben, da die Buttons sehr klein und daher im Eifer des Gefechts schwer zu treffen sind. Ähnlich verhält es sich mit den Haftminen, die Explosionen auslösen, oder Bienenstöcken, die unsere Gegner kurzzeitig kampfunfähig machen.

Darüber hinaus haben die Feinde verschiedene Angriffsmuster, blenden uns mit Laservisieren oder stürmen zum Nahkampf auf uns zu. Für den Zweikampf nutzen wir wie auch beim Aufheben der fair verteilten Gesundheitsboni oder Munitionspakete, Ausweichen vor Hindernissen und Zurückschleudern von Objekten wie Molotowcocktails Wischgesten auf dem Touchpad des DualShock-4-Controllers.

Womit wir bei der Steuerung wären. Die erfolgt auf der PlayStation 4 nämlich unorthodoxerweise per Gyrosensor im DualShock, indem wir durch Neigung unser Fadenkreuz steuern. Dadurch wird ständiges Nachjustieren durch die Schultertaste nötig.

Kombiniert mit der mäßigen Präzision, insbesondere bei weiter entfernten und dementsprechend kleineren Zielen, könnte das bei manchen Spielern für Probleme und eventuell sogar verkrampfte Hände sorgen. Daher empfehlen wir die kostenlose Demo: So findet ihr schnell heraus, ob die Steuerung euch liegt. Auf der Xbox One wird das Spiel Kinect nutzen, allerdings können wir dazu noch nichts sagen, da uns bisher nur die PS4-Version vorliegt.

Blue Estate - Gameplay-Trailer zur Dual-Shock-4-Steuerung 0:45 Blue Estate - Gameplay-Trailer zur Dual-Shock-4-Steuerung

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