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Brainsss im Test - Ohne Hirn und Herz

Gejagt, gekillt, gemetzelt: Der Zombie-Job ist einer der undankbarsten in der Videospiel-Industrie. Endlich dürfen wir in Brainsss das Schicksal der gepeinigten Untoten mal selbst in die Hand nehmen und den Spieß umdrehen. Lest den Test.

von Michael Orth,
16.05.2012 17:00 Uhr

Zu den Eigenheiten des AppStores gehört nicht nur der Höhenflug von bis dato wenig bekannten oder beliebten Genres. Auch gewisse Szenarios und Themengebiete wurden im Laufe der Zeit ungeahnt populär. Teilweise so populär, dass bei einem neuen Titel anstatt Vorfreude ein »nicht schon wieder«-Stöhnreflex einsetzt.

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Dazu gehört ohne Zweifel auch das Reich der Untoten. Wenig verwunderlich also, dass immer mehr Entwickler nach dem gewissen Dreh suchen, um ihren Zombie-Zock von der Konkurrenz abzuheben. Bei Brainsss hebt sich schon mal der Name wohltuend vom Einerlei ab, in dem er das Z-Wort selbst vermeidet. Außerdem sind die Untoten hier nicht wie üblich Kanonen- oder Pflanzenfutter, sondern die eigentlichen Helden. Anstatt nur zur Schlachtbank geführt zu werden, nimmt sie der Spieler selbst in die Hand.

Mensch, komm zu den Untoten!

Dabei ist das zugrunde liegende Spielkonzept dermaßen simpel ausgefallen, dass das Thema bis zu einem gewissen Grad als aufgesetzt gelten darf. Wir kontrollieren also eine kleine Schar Zombies, die zumeist durch in Polygon-2D dargestellte Städte zieht. Oberstes Ziel ist es, die umherwuselnden Menschen ebenfalls von einem Dasein als sabbernder Gedärmhaufen zu überzeugen. Dazu reicht es, sich lange genug direkt neben ihnen zu befinden. Doch leichter gesagt als getan: Die meisten laufen weg, wenn wir ihnen zu nahe kommen, andere wehren sich und wollen die Untoten zu Toten umarbeiten.

Brainsss - Screenshots ansehen

Die beste Strategie, um hier die Oberhand zu behalten: Aufteilen und einkreisen. Was gar nicht so einfach ist, das die Steuerung so ihre Haken und Ösen hat. Grundsätzlich erzeugen wir Zombie-Trupps selber, in dir über alle gewünschten Teilnehmer mit dem Finger streichen. Mit einem möglichst zarten Finger, denn nicht selten stehen ein Dutzend Faulpelze auf einem Quadratzentimeter herum. Eine hier mehr als nützliche Zoomfunktion wird schmerzlich vermisst. Man kann aber auch einfach alle markieren und dann auf den »Teilen«-Button drücken, wodurch zwei gleich große Grüppchen entstehen. Mit einem Tappser auf einen beliebigen Punkt wird der aktiven Gruppe schließlich ein Zielpunkt zugewiesen, auch ganze Wegpunktketten sind möglich.

Die Polizei im Nacken

Unsere Zombies teilen sich in zwei einzelne Grüppchen auf und nehmen die Menschen in die Zange – über das ganze Spiel hinweg eine bewährte Taktik. Unsere Zombies teilen sich in zwei einzelne Grüppchen auf und nehmen die Menschen in die Zange – über das ganze Spiel hinweg eine bewährte Taktik.

Recht schnell stellt sich allerdings heraus, dass die Umzingelungstaktik nicht nur die beste, sondern auch die einzige ist. Denn der spielerische Gehalt ist doch sehr, sehr weit unten angesiedelt. Mehr als Menschen ins eigene Lager ziehen gibt es schlicht nicht zu tun. Lediglich auf die Staatsgewalt in Form von Polizisten, Soldaten, Feuerwehrmännern und stationären MGs gilt es aufzupassen: Sie hacken oder ballern in Sekundenschnelle ganze Trupps zu Fleischklump. Umgekehrt schwillt mit eigenen Erfolgen der »Zornmeter« an – ist er am Anschlag, verschafft das den eigenen Kämpen einen Kick in Form von besseren Werten.

Das dürre spielerische Gerippe wird leider auch noch ordentlich ausgeweidet. Level um die fünf Minuten Länge sind keine Seltenheit. Mangels Abwechslung innerhalb eines Abschnitts artet das des öfteren in eine enervierende Herumlauferei aus. Andererseits haben die Entwickler versucht, bei den einzelnen Missionszielen das Maximum herauszuholen: Mal müssen wir Tower-Defense-mäßig verhindern, dass die Menschen einen rettenden Ausgang oder Hubschrauber erreichen. Dann wieder sind dermaßen viele und aggressive Polizisten unterwegs, dass das eigene reine Überleben als Maxime ausgegeben wird. Für jeden Level kann eine von drei, wie inzwischen gewohnt mit Sternen dekorierte Erfolgsstufe erreicht werden. Einen Stern gibt es fürs reine Missionsziel (etwa »überleben« oder »alle Menschen umwandeln«), die beiden weiteren für bestimmte Stufen wie »in 4:30 Minuten erledigen« oder »maximal 15 Menschen dürfen entkommen«.

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