Criterion Games - Studiochef Alex Ward hatte Pläne für neues Burnout und Medal of Honor

Wie bei vielen Studios sind auch bei Criterion Games über die letzten Jahre Ideen entstanden, die dann wieder verworfen wurde. Dass man über ein neues Burnout nachdachte, dürfte niemanden verwundern. Allerdings war Studiochef Alex Ward auch am Medal of Honor-Franchise interessiert und arbeitete dafür sogar ein Konzept aus.

von Sebastian Klix,
30.10.2013 15:51 Uhr

Hätte Criterion Games die Kontrolle über das Medal of Honor-Franchise bekommen, wäre es wohl zurück in den 2. Weltkrieg statt in den Nahen Osten gegangen.Hätte Criterion Games die Kontrolle über das Medal of Honor-Franchise bekommen, wäre es wohl zurück in den 2. Weltkrieg statt in den Nahen Osten gegangen.

Der britische Entwickler Criterion Games, dessen Belegschaft mittlerweile von Electronic Arts deutlich reduziert wurde (wir berichteten), wird gerne als »Rennspiel-Studio« bezeichnet. Tatsächlich hat sich Criterion vor allem durch seine Burnout-Reihe einen Namen gemacht, war in den letzten Jahren für EA aber vor allem maßgeblich für die Need for Speed-Reihe verantwortlich.

Tatsächlich befinden sich im Portfolio des Studios aber auch einige Actionspiele, etwa der Ego-Shooter Black für PlayStation 2 und Xbox. Diesen Bereich hat man anscheinend über die letzten Jahre nicht aus den Augen gelassen, denn Studiochef Alex Ward arbeitete unter anderem an einem Konzept für einen neuen Medal of Honor-Teil, obwohl die Reihe in den letzten Jahren von den mittlerweile geschlossenen Danger Close Games weitergeführt wurde.

Wards Idee für ein neues Medal of Honor ging dabei in eine Richtung, über die zuvor wahrscheinlich schon viele Designer nachgedacht hatten, sie aber entweder aus »Political Correctness« und/oder der wohl schwierigen Vermarktung nicht weiter verfolgt hatten: Es sollte zurück in den 2. Weltkrieg gehen, in der ersten Hälfte des Spiels aber auf Seiten der Deutschen, die eine Invasion auf England starten. Das wäre sowohl innerhalb des Franchises, in welchem man bisher nur die »guten« Alliierten in den Kampagnen spielen konnte, neu gewesen und wäre auch im Actionspiele-Segment eher ungewöhnlich.

Vor den Arbeiten an Burnout Paradise spiele man außerdem mit dem Gedanken, ein Burnout-Spiel entlang der Route 66 anzulegen. Also etwas in Richtung Need for Speed: The Run. Allerdings verwarf man die Idee wieder. Auch Need for Speed sollte unter Criterion Games erst eine andere Richtung einschlagen: In Need for Speed: Millionaire sollten die Spieler für sich und ihre Kumpels teure Flitzer kaufen können. Nach einem halben Jahr wurde das Projekt aber verworfen und sich statt dessen Need for Speed: Most Wanted gewidmet.

Woran Criterion aktuell arbeitet, ist nach wie vor nicht bekannt. Derzeit fasst das Studio keine 20 Mitarbeiter mehr, nachdem Electronic Arts einen Großteil der Belegschaft zu seinem Studio Ghost Games verlegte.

Quelle: Twitter


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