Dead Rising 4 - Wenn Slush-Eis zur Waffe wird

Selten waren Waffen in einem Zombie-Spiel ausgefallener als in Dead Rising 4. Auf der Gamescom konnten wir uns anschauen, was Frank West mit den Zombies anstellt.

von Tobias Veltin,
21.08.2016 13:45 Uhr

Dead Rising 4Dead Rising 4

Dead Rising 4 erscheint fast genau zehn Jahre nach dem ersten Teil und ist von Entwickler Capcom Vancouver als Sequel geplant. Hauptdarsteller ist einmal mehr der Reporter Frank West, den es erneut nach Willamette verschlägt. Und mal wieder ist dort alles mit Zombies geflutet. Franks Auftrag: Berichten. Und schnetzeln!

  • Wie schon der erste Teil spielt Dead Rising 4 in Willamette, allerdings ist jetzt die gesamte Stadt frei erkundbar, nicht das Einkaufszentrum.
  • Eine begehbare Mall wird es dennoch geben, allerdings ist das nicht die aus dem Erstling. Sie ist deutlich größer und hat verschiedene Themenbereiche (z.B. einen Sea Park) mit jeweils unterschiedlichen Läden und kaufbaren Waffen.
  • Das Spiel findet während der Weihnachtszeit statt. Überall gibt es entsprechende Dekorationen zu sehen, allerdings treibt das auch kuriose Blüten: So gibt es zum Beispiel in der Stadt eine Nikolaus-Statue, die sich dreht und dabei die Zombies mit ätzender Säure bespritzt.
  • Die Waffen sind nach wie vor das Highlight der Serie. Wie in den Vorgängern lassen sich mithilfe von Blaupausen kuriose Argumentationsverstärker bauen.
  • In der Präsentation sehen wir zum Beispiel einen Vorschlaghammer, an dessen Kopf Granaten montiert sind. Bei jedem Schlag explodiert eine davon. Außerdem mäht Frank die Zombiehorden mit einer brennenden Kettensäge oder einer Art Zauberstab nieder, der leuchtende Projektile verschießt.
  • Vollkommen neu ist der Exosuit, den Frank an diversen Stellen in Willamette finden kann. Damit erledigt er nicht nur Zombies mit einem einzigen Schlag er kann auch Objekte in der Umgebung verwenden, mit der man in "Normalform" nicht interagieren kann.
  • Zwei Beispiele sehen wir in der Präsentation. An einer Stelle reißt Frank eine Ampel aus der Verankerung und drischt damit auf die Untoten ein, noch kurioser ist aber ein verlassener Slush-Eis-Verkaufsstand, den er kurzerhand zweckentfremdet und an seinen Anzug schraubt. Jetzt kann er die Zombies einfrieren, Eiskristalle verschießen oder sogar einen Eis-Wirbelsturm entfachen.
  • Die Zeit mit dem Exosuit ist begrenzt.
  • Es gibt eine neue Zombiesorte namens "Evolve". Diese sind deutlich cleverer als ihre debilen Kollegen, weichen Geschossen blitzschnell aus und agieren in Gruppen - ähnlich wie die Raptoren in Jurassic Park. Die Evolve-Zombies sollte man möglichst schnell aus der Distanz erledigen.
  • Auch manche Fahrzeuge haben praktische Zombie-Vernichtungs-Funktionen. Ein Truck saugt die Untoten zum Beispiel vorne ein und verschießt sie dann mit einer überdimensionalen Kanone - auf Wunsch auch brennend.
  • Neben den Kämpfen ist Erkundung der zweite große Gameplay-Aspekt. Frank hat zum Beispiel seine Kamera dabei, mit der er Zombies markiert - oder auf Wunsch auch witzige Selfies schießt. Sein Gesichtsausdruck lässt sich dabei anpassen!
  • Die Kamera verfügt außerdem über ein paar praktische Filter zum Beispiel über eine Wärmesicht oder eine Spektralanalyse. Letztere zeigt interaktive Objekte in der Umgebung an und markiert auch Blutspuren, denen man dann zu einem Geheimnis verfolgen kann.
  • Laut den Entwicklern soll es sich nun noch mehr lohnen, die Umgebung zu untersuchen. Man stößt dabei zum Beispiel überall in der Stadt auf zusammengerollte Schlafsäcke, die etwa Nahrung oder Waffen enthalten. Außerdem kann Frank Panikräume finden, in denen oft Blaupausen versteckt sind.
  • Neben der Mall gibt es in Willamette zum Beispiel unter anderem noch ein verlassenes Bahndepot, ein Villenviertel, die Altstadt und ein ein Abwassersystem, das sich unter der gesamten Stadt entlangzieht.
  • Es soll sich zudem noch mehr lohnen, Überlebenden zu helfen. Während es früher oft nur ein einfaches "Danke" gab, wird man jetzt zum Beispiel mit extrem seltenen Waffen belohnt.
  • Das Skeleton-System sorgt dafür, dass einzelne Gliedmaßen der Untoten abtrennbar sind.
  • Die Entwickler finden den Begriff "Open-World-Spiel" für Dead Rising unpassend, sie bevorzugen "Open-Sandbox-Spiel".
  • Die Kamera wirkt bei der Präsentation noch nicht wirklich optimal, gerade bei größeren Zombieansammlungen verliert man etwas die Übersicht.
  • Anders als im ersten Teil gibt es jetzt keine generelle Zeitbegrenzung mehr für Missionen, was den Druck etwas rausnimmt. Im Vierspieler-Koop soll es solche Aufträge allerdings noch geben, zum Beispiel muss man bis zu einer bestimmten Uhrzeit ein Safehouse erreichen.
  • Dead Rising 4 erscheint am 6. Dezember 2016 für Xbox One und PC.

Tobias Veltin
@FrischerVeltin
Man könnte es sich leicht machen und sagen, dass Dead Rising 4 eine typische Serienfortsetzung aus dem Jahr 2016 ist - mit einer Open-World, mehr Gegnern und Waffen sowie einer schickeren Optik. Das wird dem Zombie-Schnetzler aber nicht ganz gerecht, denn die Liebe steckt hier im Detail. Es ist einfach unglaublich witzig, was sich die Entwickler für kuriose Waffenkombos ausgedacht haben, Zauberstab und brennende Kettensäge sind nämlich ebenso effektiv wie witzig.

Der kuriose Exosuit - und vor allem die Slush-Ice-Maschine - setzen dem ganze schon während der Präsentation die Krone auf. Ob das Abschlachten der Untoten aber wirklich auch dauerhaft Spaß macht, muss sich erst noch zeigen. Mit den lohnenderen Nebenaufgaben und den besseren Belohnungen geht Capcom hier zumindest in die richtige Richtung. Eins wird Dead Rising 4 mit ziemlicher Sicherheit: Ein großer Spaß, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt.


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