Detroit: Become Human - Neues Quantic Dream-Spiel wird wieder mehr wie Heavy Rain

Im Gespräch verriet uns Quantic Dream-?COO und Executive Producer Guillaume de Fondaumièr unter anderem, dass sich Detroit wieder mehr an Heavy Rain orientieren soll und wie aus einer Tech-Demo ein Spiel wurde. ?

von Rae Grimm,
25.09.2016 13:30 Uhr

Detroit: Become Human - Beeindruckender Gameplay-Trailer Detroit: Become Human - Beeindruckender Gameplay-Trailer

Vor Kurzem hatten wir Gelegenheit, mit COO und Executive Producer Guillaume de Fondaumière von Quantic Dream über Detroit: Becoming Human zu sprechen. Das filmisch anmutende Spiel lässt euch in die Rolle verschiedener Androiden schlüpfen und setzt sich mehr noch als vorhergehende Titel von Quantic Dream mit euren Entscheidungen auseinander. Ursprünglich wurde Detroit als Tech-Demo Kara vorgestellt bevor es 2015 als richtiges Spiel präsentiert wurde, das exklusiv für PS4 erscheinen wird.

Im Gespräch verriet uns Guillaume de Fondaumière unter anderem, wie es dazu kam, dass aus einer Tech-Demo ein komplettes Spiel wurde:

"Tatsächlich war das sehr interessant. Es war das erste Mal, dass wir an einem Prototyp arbeiteten, der dann zu einem echten Spiel wurde. Meistens nutzen wir Prototypen, um Technologie und neue Konzepte auszutesten. Meistens machen wir das zu Beginn unseres nächsten Projekts. Als wir Anfang 2011 diese Tech-Demo veröffentlichten, arbeiteten wir an Beyond: Two Souls und der Hintergrund dieser Tech-Demo war es uns selbst zu zeigen, dass wir die Performance einer Schauspielerin, in diesem Fall Valory Curry, mit einem neuen technischen System einfangen konnten."

Diesen Prototyp zeigte das Team von Quantic Dream schließlich Sony, die begeistert von Kara waren. Daher entschieden sie sich, ihn öffentlich bei der GDC zu präsentieren. Dort wurde die Tech-Demo ebenfalls enthusiastisch aufgenommen und die Rufe danach, mehr aus Kara zu machen, wurden immer lauter.

"Als dann nach Beyond die Zeit gekommen war, ein neues Projekt zu starten, dachten wir basierend auf den Reaktionen auf Kara mit, ich glaube, 27 Millionen Leuten, die das Video gesehen hatten, von denen viele auf ein richtiges Spiel warteten, dass wir herausfinden sollten, was mit Kara passiert, nachdem sie die Fabrik verlässt. Wir hatten keine Ahnung! David [Cage] begann zu schreiben und nach ein paar Monaten sagte er: "Ja, ich glaube, wir haben hier etwas Interessantes". Und ich wollte wissen, was mit Kara nach der Fabrik passiert. Und genau das ist es, was wir gemacht haben: Wir haben versucht herauszufinden, was mit ihr passiert."

Kara ist allerdings nicht die einzige Androidin, in deren synthetische Haut wir in Detroit: Become Human schlüpfen werden. Wie viele verschiedene Charaktere es geben wird, wollte es Guillaume de Fondaumière nicht verraten, allerdings erklärte er, dass wir ausschließlich AIs spielen werden, keine Menschen.

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Auf die Frage, wann sie gewusst hätten, dass sie mehr als einen spielbaren Charakter in Detroit haben wollten, erklärte er, dass sie auf eine gewisse Weise mit dem Spiel zurück an die Wurzeln wollten. In Beyond: Two Souls gab es zwar zwei spielbare Figuren, der Fokus lag allerdings auf Jodie Holms, gespielt von Ellen Page. Mit Detroit habe man sich eher wieder an Heavy Rain orientiert.

"Bei Heavy Rain fanden wir es interessant, dass die Spieler sich wirklich mit jedem der Charaktere identifizieren konnten. Einige hatten einen Favoriten, den sie am Leben halten wollten. Wir dachten, dass das eine sehr spannende emotionale Mechanik ist. "

Zudem erklärt er, dass die Welt von Detroit: Become Human riesig sei und sie den Zustand der verschiedenen Androiden zeigen wollten.

"Es gibt Millionen von Androiden in der Stadt, jeder mit einem anderen Job. Daher ist es interessant, unterschiedliche Startpunkte mit unterschiedliche Umständen zu zeigen. Alle dienen den Menschen – aber wie? Um es zusammenzufassen: Wir zeigen unterschiedliche Umstände, unterschiedliche Anfangspunkte und unterschiedliche Androiden. Es wird auch verschiedene Geschlechter geben."

Auch in Sachen Gameplay äußerte sich Guillaume de Fondaumière und verriet, dass nicht alle Konsequenzen unserer Entscheidungen sofort spürbar sind:

"Es wird eine gute Mischung aus Aktionen und Entscheidungen geben, die lokale Konsequenzen haben. Das Resultat anderer jedoch wird sich erst später offenbaren. Es ist wichtig für uns, die Entscheidungen für den Spieler deutlich zu machen. In Beyond: Two Souls haben wir etwas anderes versucht, was wir Organic Choices nannten. Das bedeutet, dass man die meiste Zeit nicht sicher sein konnte, ob man eine ausschlaggebende Entscheidung trifft. Einige Leute mochten das. Andere erzählten uns, dass sie klare Entscheidungen bevorzugen. Als Konsequenz gehen wir wieder mehr in die Richtung von Heavy Rain, wo Entscheidungen ziemlich offensichtlich für den Spieler waren. Wir versuchen ihm die verschidenen Konsequenzen und möglichen Resultate zu zeigen."

Ähnlich wie Heavy Rain sollen Spieler an ihr Limit gebracht werden, allerdings soll das Gameplay immer relativ simpel sein. Es würde hart daran gearbeitet, verschiedene Schwierigkeitsstufen bieten zu können. Laut Guillaume de Fondaumière wird es immer Situationen geben, in denen wir schnell sein müssen. Und wie im echten Leben werden wir nicht immer erfolgreich sein in dem, was wir tun.

Detroit: Become Human wird exklusiv für PS4 erscheinen. Einen Release-Termin gibt es aktuell noch nicht.

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