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Disney Micky Epic im Test - Test für Nintendo Wii

Die Maus malt sich die Welt, so wie sie ihr gefällt. Unseren Kunstgeschmack trifft Micky damit schon mal.Warum das so ist, verraten wir euch in unserem Test.

von Jenny Roßberg,
25.11.2010 11:00 Uhr

Neugier kann gefährlich sein. Diese Lektion muss auch Micky Maus im Action-Adventure Disney Micky Epic für die Wii lernen, als er im Atelier eines Zauberers unerlaubt einen magischen Pinsel ausprobiert. Bei seinen Malversuchen erschafft er ein unheimliches Monster, das er panisch mit einer Flasche Verdünner in eine schutzlose Welt aus Farbe spült. Das bleibt für Micky nicht ohne Konsequenzen, denn das Ungeheuer kehrt zurück und zerrt ihn ins Wasteland. Lediglich mit dem magischen Pinsel bewaffnet muss er sich einen Weg zurück aus der Trostlosigkeit in die bunte Heimat bahnen.

» Disney Micky Epic - Test-Video ansehen

Ein Land wie ein Freizeitpark

Dieser Platz ist der Ausgangspunkt für die Abenteuer im Wasteland. Die Leinwände im Hintergrund sind Portale, die Micky in andere Abschnitte befördern. [Wii]Dieser Platz ist der Ausgangspunkt für die Abenteuer im Wasteland. Die Leinwände im Hintergrund sind Portale, die Micky in andere Abschnitte befördern. [Wii]

Gleich zu Beginn von Disney Micky Epiclernt Micky einen Kobold namens Gus kennen. Der skurrile Kerl entpuppt sich schon bald als wahrer Freund, denn er steht dem Disney-Maskottchen mit Rat und Tat zur Seite. Zu sehen bekommt man Gus allerdings nur selten, denn meist begnügt er sich mit Kommentaren aus dem Hintergrund. Doch wohin genau wurde Micky überhaupt verschleppt? Der Schauplatz von Mickys Abenteuer ist das Wasteland, ein Ort an dem vergessene Charaktere aus der Disney-Familie leben. Das Design der Areale basiert auf den Disney-Vergnügungsparks. Wer schon einmal im Disneyland war, dem wird hier einiges bekannt vorkommen - wenn auch in abgewandelter Form. So hüpft Micky zum Beispiel von Boot zu Boot in der Attraktion »Die Piraten der Karibik«, die durch ein brennendes Piratennest führt. Oder er besucht eine Geistervilla, in der Räume in die Höhe wachsen. Der Knotenpunkt für alle Areale im Wasteland ist die Mean Street, von der aus Micky die Reiseportale in die einzelnen Gebiete betritt. Diese Pforten sind jedoch keine gewöhnlichen Türen, sondern Projektorleinwände, die ihn direkt in alte Micky-Cartoons befördern. Diese Abschnitte sind sehr detailgetreu zu den Zeichentrickvorlagen gestaltet und oft sogar in Schwarz-Weiß, wie zum Beispiel das Level »Steamboat Willie«, das sich an Mickys Tonfilmdebüt aus dem Jahre 1928 orientiert. Unterstrichen wird der Retro-Flair von Lochstreifen an den Seiten und die auf alt getrimmte Musik. Doch nicht nur der Grafikstil ändert sich in den Leinwänden, sondern auch die Perspektive. Während man Mickey sonst in 3D und Verfolgerperspektive zu sehen bekommt, sind diese reinen Jump’n’Run-Levels 2D-Sidescroller. Die Huldigungen von Mickys Anfangszeiten überraschen immer wieder aufs Neue und gehören zu den Höhepunkten in Disney Micky Epic - insbesondere Disney-Fans werden hier ihre helle Freude haben.

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Ein gefallenes Langohr

Die Zwischensequenzen sind kurze Trickfilme in einem interessanten Zeichenstil. Hier trifft Micky gerade auf seinen Vorgänger Oswald. [Wii]Die Zwischensequenzen sind kurze Trickfilme in einem interessanten Zeichenstil. Hier trifft Micky gerade auf seinen Vorgänger Oswald. [Wii]

An einem kuriosen Ort wie dem Wasteland, wohnen natürlich auch etwas eigentümliche Charaktere. Unter den vergessenen Figuren der Disney-Maschinerie sind etwa Klarabella die Kuh oder Rudi Ross - wer sich mit den klassischen Micky Cartoons auskennt, hat die beiden vielleicht noch in Erinnerung. Hier zeigt sich abermals, wie detailverliebt die Entwickler gearbeitet haben. Denn viele der Figuren laufen in mehreren Ausführungen herum und entsprechen Entwürfen aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Micky selbst basiert auf einem älteren Design - eine gute Entscheidung, denn mit weißen Gesicht und der niedlichen roten Hose gefällt er uns entschieden besser als der aktuelle Micky. Ein wichtiger Charakter und das Oberhaupt des Wastelands ist Hase Oswald, der bereits einige Zeit vor Micky von Walt Disney gezeichnet wurde, aber schnell in Vergessenheit geriet. Vor dem Release von Disney Micky Epic wurde Oswald häufig als der Bösewicht des Spiels gehandelt, was allerdings nicht stimmt. Zwar ist er auf den Mäuserich nicht gerade gut zu sprechen, hilft ihm aber dennoch, um ihn so schnell wie möglich wieder los zu werden. Begegnungen mit Oswald und auch alle anderen wichtigen Ereignisse werden in Disney Micky Epic in ganz besonderen Zwischensequenzen erzählt. Die kurzen Zeichentrickfilme sehen etwas minimalistisch aus und sind untypisch für Disney, sind aber sehr hübsch und meist auch recht lustig. Gesprochen wird dabei (wie auch im kompletten Spiel) jedoch kein Wort, die Charaktere geben lediglich Laute von sich. Die Entscheidung für einen stummen Helden ist jedoch genau richtig, denn Mickys quietschige Stimme wäre auf Dauer eine Zumutung gewesen.

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