Electronic Arts - »Beschwerden über On-Disc-DLCs sind Blödsinn«

Peter Moore hat als Chief Operating Officer von Electronic Arts mit einigen Vorurteilen gegenüber sogenannten On-Disc-DLCs aufgeräumt. Viele Kunden hätten eine fehlerhafte Vorstellung davon, warum einige Dinge bereits auf den Datenträgern hinterlegt seien.

von Tobias Ritter,
14.08.2015 14:25 Uhr

Peter Moore hält die massive Kritik vieler Kunden an sogenannten On-Disc-DLCs für übertrieben und »Blödsinn«. Es sei technisch notwendig, gewisse Grundlagen für kommende Inhalte bereits auf dem Datenträger zu hinterlegen.Peter Moore hält die massive Kritik vieler Kunden an sogenannten On-Disc-DLCs für übertrieben und »Blödsinn«. Es sei technisch notwendig, gewisse Grundlagen für kommende Inhalte bereits auf dem Datenträger zu hinterlegen.

Bereits seit geraumer Zeit gibt es von Nutzern immer wider Kritik an den DLC-Strategien vieler Entwickler und Publisher. Insbesondere bereits auf den Verkaufsdatenträgern enthaltene Download-Inhalte, die erst später gegen geringe Gebühren freigegeben werden, sind vielen Spielern ein Dorn im Auge.

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Peter Moore, der COO von Electronic Arts, kann derartige Vorbehalte allerdings nicht verstehen - und bezeichnet sie in einem Interview mit der englischsprachigen Webseite GameSpot gar als Blödsinn. Dinge wie die sogenannten Season-Passes zur Freischaltung kommender Zusatz-Inhalte seien dazu gedacht, die Spieler durch Live-Elemente über einen längeren Zeitraum zu unterhalten, so Moore:

"Triple-A-Spiele tragen heutzutage diverse Live-Elemente in sich und Dinge wie Season-Passes sind eine Möglichkeit, die Leute bei Laune zu halten. Und diese Season-Passes selbst sind für uns mittlerweile eine immense Investition. Heutzutage haben wir Entwicklerteams von 40 bis 50 Leuten, die alleine an diesen Extra-Inhalten arbeiten - das ist die Größe eines kompletten Entwicklerteams."

Die Abneigung gegen sogenannte On-Disc-DLCs rührt laut Moore lediglich von einem falschen Verständnis für die Hintergründe dieser Maßnahme. Viele Leute würden fälschlicherweise annehmen, dass die Unternehmen ein unvollständiges Spiel verkauften und dann zusätzlich Geld für Dinge haben wollen würden, die eigentlich schon fertig und nur zurückgehalten worden seien. Gerade das sei jedoch absoluter Blödsinn, so Moore.

"Alleine aus technischer Sicht muss man das machen. Man kann sich die DLCs als APIs vorstellen. Zu wissen, dass etwas kommendes auf dem aufbaut, was man bereits fertiggestellt hat, bedeutet, dass man einige Fundamente dafür legen muss. Das, worüber die Leute so verwirrt sind, ist, dass sie denken, die DLCs wären bereits im Geheimen auf dem Datenträger hinterlegt und würden nur noch durch uns freigeschaltet."

Dem jedoch sei definitiv nicht so, stellt Moore abschließend klar.

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