Evolve - Auch für Einzel-Spieler interessant?

Evolve lässt sich auch im Singelplayer-Modus spielen. Aber macht der 4-gegen-1-Shooter der Left-4-Dead-Entwickler dann überhaupt noch Spaß? Und wie funktioniert die Solo-Kampagne eigentlich? Hier die Antworten.

von Christian Fritz Schneider, Jonas Gössling,
09.02.2015 13:59 Uhr

Evolve - Gameplay-Trailer stellt den Singleplayer-Part vor Evolve - Gameplay-Trailer stellt den Singleplayer-Part vor

Neben dem Menüpunkt »Mehrspieler« bietet das Startmenü von Evolve auch den Punkt »Solo«. Was es mit dem Solo-Modus auf sich hat und wie die Singleplayer-Kampagne funktioniert, erklären wir in diesem Artikel. Dabei gehen wir auch auf die Vielfalt der 16 Maps der Release-Version ein. Grundsätzlich gilt: Alle Spielmodi von Evolve lassen sich sowohl im Multiplayer, als auch allein spielen. Statt der menschlichen Mit- oder Gegenspieler ziehen dann Bots mit in den Kampf.

Im Solo-Modus haben wir die Wahl zwischen einem Schnellen Spiel, dem Modus Evakuierung (der dynamischen Kampagne von Evovle) und individuellen Matches, bei denen wir alles selbst einstelllen können.

Wo bleibt der Test?
Das Test-Embargo für Evolve fiel am 9.2.2015 um 6 Uhr morgens. Ab diesem Zeitpunkt durften Spielewebseiten Tests mit Wertungen zu Evolve veröffentlichen. Der offizielle Release des Spiels ist der 10. Februar. Unsere finale Test-Version erreichte uns am 5.2., außerdem gibt es noch einen 3GB großen Day-One-Patch für Evolve. Da die Multiplayer-Server am Wochenende offline waren, und da wir die Stabilität der Server und das Matchmaking überprüfen wollen, liefern wir unseren Test mit Wertung natürlich erst, sobald Evolve im Multiplayer richtig spielbar ist.

Steam im Offline-Modus
Die PC-Version von Evolve ist an Steam gebunden, allerdings kann man die Solo-Modi problemlos im Offline-Modus von Steam spielen.

Evolve
Genre: Action
Release: 10.02.2015

Grundprinzip und Spielmodi

Für alle, die bisher noch nichts von Evolve gehört haben, hier ein knapper Abriss des Spielaufbaus: Auf der einen Seite vier Jäger, auf der anderen Seite ein einzelnes Monster, das im Laufe einer Partie durch das Fressen von Kreaturen auf der Karte immer größer und stärker und somit gefährlicher für die vier Jäger werden kann, abhängig davon, wie geschickt der Spieler hinter dem Vieh vorgeht und wie lange er seine Figur am Leben erhalten kann. Was die Spieler allerdings jeweils zu tun haben, ob nun als Jäger oder Monster, hängt aber vom Spielmodus ab, denn es gibt unterschiedliche Aufgabenstellungen bei den vier Modi.

Als voll mutierter Riese ist unser Feueratem deutlich durchschlagekräftiger als noch zu Beginn. Unbesiegbar sind wir trotzdem nicht.Als voll mutierter Riese ist unser Feueratem deutlich durchschlagekräftiger als noch zu Beginn. Unbesiegbar sind wir trotzdem nicht.

»Jagd« ist quasi klassisches Deathmatch mit einer kleinen Besonderheit. Ist das Monster ausgewachsen, kann es ein bestimmtes Objekt zerstören, um zu gewinnen. In »Rettung« müssen wir Verletzte entweder heilen und zu einem Extraktionspunkt geleiten oder, als Biest, töten.

Beim Modus »Nest« gilt es, als Jäger Eier des Monsters zu zerstören oder eben dies zu verhindern. Zu guter Letzt müssen wir in »Verteidigung« ein Schiff beschützen respektive zerstören. Das erinnert sehr an den Rush-Modus aus Battlefield. Deswegen sind auch vier der Karten nur exklusiv für diese Art Mission verfügbar.

Die Kampagne: Evakuierung mit Bots

Der Kampagnen-Modus von Evolve nennt sich Evakuierung. Dabei werden fünf Maps und Modi aneinandergehängt, zwischen den Matches hat der Spieler auf einer Weltkarte immer die Wahl zwischen zwei Optionen für die jeweils nächste Karte und den nächsten Modus. Evakuierung funktioniert im Singleplayer genau wie im Multiplayer. Vor und nach den Kämpfen gibt es kurze Story-Schnipsel. Je nachdem wer ein Match gewinnt, verändern sich die Bedingungen auf der nächsten Karte. Mal haben die Jäger automatische Geschütze, mal lauern fleischfressende Pflanzen oder es gibt Portale, die für Abkürzungen sorgen.

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Wer Evolve im Singleplayer-Modus spielen will, wird bald feststellen, dass der Solo-Modus einfach nicht das Kernstück des Spiels ist. Das merken wir vor allem an den Bots. Die funktionieren prinzipiell ordentlich, ihnen mangelt es aber an Feinheiten, die echte Mitspieler in Nullkommanix umsetzen. Beim Modus Nest bietet es sich an, sich in Zweierteams aufzuteilen, um möglichst schnell die Eier zu zerstören. Die Bots laufen uns aber alle stur hinterher. Auch greifen sie jedes Kleinvieh an, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, statt sich auf Wesentlicheres zu konzentrieren.

Komplett ignorieren muss man den Solopart trotzdem nicht. Die rudimentäre Hintergrundgeschichte kann man zwar gleich wieder vergessen, aber der Kampf mit beziehunsgweise gegen die Bots eignet sich gut als Training. Vor allem, weil man hier alle Rollen ohne Probleme mal austesten und seine bevorzugte Position finden kann. Außerdem werden die Level-Freischaltungen in den Multiplayer-Modus übernommen, freigeschaltete Monster und Jäger-Varianten bleiben also übergreifend erhalten.


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