F1 2015 - Die richtige Richtung?

Der Test zu F1 2015 ist in Arbeit, hier präsentieren wir schon mal unsere Ersteindrücke zu Optik, Fahrverhalten und Gegner-KI.

F1 2015 - Grafikvergleich: PC gegen PS4 und Xbox One Video starten 06:51 F1 2015 - Grafikvergleich: PC gegen PS4 und Xbox One

Wo ist der finale Test?
In diesem Artikel schildern wir lediglich unsere Ersteindrücke zu F1 2015. Die Wertung bezieht sich allerdings auf den kompletten Test zu F1 2015.

Neue Saison, neues Glück. Nur knapp 9 Monate nach dem soliden F1 2014 liefert Codemasters schon den Nachfolger F1 2015. Der soll sich weniger nach Update, sondern vielmehr nach komplett verbessertem Spiel anfühlen. Dafür sollen vor allem eine neue Engine und Detailverbesserungen sorgen. Wir haben in die PlayStation 4-Fassung reingespielt und liefern hier unsere ersten Eindrücke von der Rennstrecke.

Modi

Nette Zugabe: Vor dem Start können wir wählen, ob wir Saison 2014 oder Saison 2015 spielen wollen - wer mag, kann also Sebastian Vettel noch im Red-Bull-Flitzer begleiten. Das Hauptmenü gibt sich schlicht und aufgeräumt, neu hinzugekommen ist der Pro-Season-Modus, dazu später mehr. Zusätzlich hat man die Wahl zwischen einer Meisterschaft, schnellen Rennen, Multiplayer, sowie eigenen Einstellungen. Einen Karrieremodus gibt es in diesem Jahr nicht. Ein Day-1-Patch fügt unter anderem das Manor Marussia Team hinzu.

Vor einer Meisterschaft lassen sich wie gewohnt diverse Einstellungen für Rennoptionen und Schwierigkeitsgrad vornehmen, unter anderem wie lange ein Rennwochenende dauern soll. Ernüchternd: Die Einstellungen für das Schadensmodell beschränken sich auf »Aus«, »reduziert« und »komplett«, hier hätten wir uns noch mehr Auswahlmöglichkeiten gewünscht.

Der Vorgänger: Test zu F1 2014

Überholmanöver sind dank der guten KI eine spannende Angelegenheit. Überholmanöver sind dank der guten KI eine spannende Angelegenheit.

Die Grafik

Im ersten Rennen in Melbourne angekommen, sticht aber direkt die erste Verbesserung ins Auge: die Optik. Codemasters benutzt für F1 2015 die EGO-Engine 4.0, die auf die Current-Gen-Konsolen und den PC optimiert wurde. Der Kameraflug über die Strecke wirkt schick, allerdings sieht die Umgebung etwas steril und leblos aus, die kleinen Wellen auf dem See neben der Strecke bewegen sich zum Beispiel nicht.

Dafür sehen die Fahrzeugmodelle klasse aus, der Asphalt wirkt detailiert und es gibt einige schöne Effekte wie Funkenflug oder Hitzeflimmern hinter den Karosserien zu sehen. Dennoch hatten wir uns einen größeren Sprung im Vergleich zum letzten Jahr erhofft.

F1 2015 - Verbesserungen in der Übersicht
- Neue Grafik-Engine
- Optimierte Fahrphysik
- Spracheingaben per Headset
- Stark verbesserte Präsentation
- Herausfordernder Pro-Season-Modus
- Trainingssessions im Online-Modus
- Saison 2014 enthalten

Angenehm überrascht sind wir in den ersten Runden vom überarbeiteten Fahrgefühl. Die Boliden scheinen mehr Masse zu haben und lenken sich so gefühlt etwas angenehmer. Beschleunigen wir nach einer Kurve zu stark, tänzelt uns das Heck etwas weg, lässt sich aber auch gut wieder einfangen.

Dadurch entwickeln wir auf dem Melbourne-Kurs schnell ein gutes Gefühl für unser Auto und schlängeln uns auf der Ideallinie (die sich wie gewohnt auf Wunsch anzeigen lässt) durch die Kurven. Definitiv eine Verbesserung im Vergleich zum letzten Jahr!

Nach einem Rennen gibt es schicke Wiederholungen zu sehen. Nach einem Rennen gibt es schicke Wiederholungen zu sehen.

KI und Strafensystem

Bei der KI sind wir aktuell noch etwas zwiegespalten. Am Anfang eines Rennens donnern die Computergegner wie an der Perlenschnur aufgereiht durch die Kurven, bleiben stets auf der Ideallinie und lassen kaum Überholmanöver zu. Später wird es dann etwas angenehmer, da zerfällt das Feld in kleinere Grüppchen und wir können auch den ein oder anderen Fahrfehler beobachten, bei denen es sogar den ein oder anderen Ausritt ins Kiesbett gibt.

Negativ fällt uns dagegen das unausgegorene Strafensystem auf. Als uns zum Beispiel Felipe Massa rücksichtslos ins Heck donnert und wir von der Strecke schlittern, bekommen wir die Zeitstrafe von 5 Sekunden aufgebrummt, nicht etwa der Unfallverursacher. Unschön! Klasse dagegen, dass wir wie schon im Vorjahr besonders auf unsere Spritmenge achten müssen - das gibt einen taktischen Einschlag.

Die Präsentation ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich besser geworden. Die Präsentation ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich besser geworden.

Ebenfalls auffällig: Schon auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad fordern die Gegner enorm, weil sie kaum Fehler machen. Wer es richtig heftig will, sollte sich im Pro-Season-Modus versuchen. Hier geht es dann richtig zur Sache: Keine Anzeigen, vorgeschriebene Cockpitperspektive und Fehler, die gnadenlos bestraft werden. Wir kriegen im ersten Rennen kein Bein an die Erde und wechseln zurück zur Meisterschaft.

Die wird dieses Mal definitiv besser präsentiert, es gibt eine nette Einführung von den Kommentatoren Heiko Wasser und Stefan Römer vor jedem Rennen, außerdem schöne Zwischenschnitte aus der Box und animierte Siegerehrungen. Auch hier kommt uns das Ganze aber etwas hölzern vor, von einer TV-Übertragung ist das noch ein gutes Stück weit entfernt.

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