Fable Heroes im Test - Ganz und gar nicht fabelhaft

Das XBLA-Spin-Off zur Rollenspielserie Fable ist putzig, fröhlich, bunt, familientauglich, aber auch gerade deshalb viel zu langweilig.

von Patrick Mittler,
09.05.2012 12:29 Uhr

Das Entwicklerstudio Lionhead hält jährlich einen so genannten »Creative Day« ab, bei dem Mitarbeiter neue und, wie der Name schon sagt, kreative Spielkonzepte einbringen sollen. Das Resultat dieses Brainstormings heißt Fable Heroes , ein fröhliches und familientaugliches Spin-Off der bekannten Rollenspielserie.

In Fable Heroes schlüpft ihr in die Stoffhaut von niedlichen Puppen, die Charaktere aus der Fable-Trilogie darstellen, beispielsweise den Titelhelden, Kompagnon Garth, Bösewicht Jack of Blades oder den gierigen Reaver. Wahlweise solo (und mit KI-Unterstützung) oder mit bis zu drei Mitspielern stürzt ihr euch in eine Cel-Shading-Variante von Albion und kloppt euch in bester Hack-and-Slash-Manier durch ein Feindesgrüppchen nach dem anderen.

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Fable Heroes
Genre: Rollenspiel
Release: 02.05.2012

Puppenkampf für die ganze Familie

Hier latscht unser Puppentrüppchen Richtung Mistpeak.Hier latscht unser Puppentrüppchen Richtung Mistpeak.

Wie die Puppen-Thematik schon erahnen lässt, ist Fable Heroes konsequent auf bunt und fröhlich getrimmt. Helden und Monster sehen richtig knuffig aus, die Levels erstrahlen in satten Farben und aus den Boxen leiern lustige Melodien, die so auch in einer Kindersendung laufen könnten. Sonderlich detailliert ist das verspielte Treiben aber nicht und auch die Animationen der Hauptfiguren wirken sonderbar verwaschen und schwammig.

So familientauglich wie die Präsentation, ist auch das Spielgeschehen an sich. Fable Heroes ist eine recht simples und harmloses Hack-and-Slash: Taucht eine Feindgruppe auf, drischt ihr so lange auf die Wichte ein, bis alle im Staub liegen und euch ein »Go«-Signal in den nächsten Abschnitt scheucht. Dazu nutzt ihr leichte und schwere Attacken, sowie einen Flächenangriff, der ein Stück eurer Lebensenergie frisst. Außerdem hechtet ihr per Ausweichrolle aus brenzligen Situationen in Sicherheit. Am Ende jedes Levels wartet eine Abzweigung. Ja nach dem, welchen Weg ihr wählt, absolviert ihr ein Minispiel oder einen Bosskampf.

Das kompetitive Element von Fable Heroes ist die Jagd nach Münzen, die aus erledigten Feinden oder Kisten am Wegesrand klimpern. Haltet ihr euren Bonusmultiplikator oben, indem ihr konstant Prügel austeilt, hebt ihr mehr Münzen auf. Wer die meisten aufsammelt, ist der Sieger des Abschnitts. Wer die wenigsten einsackt, bekommt als Schmach eine Verlierer-Fanfare zu hören. Mit den Münzen kauft ihr euch dann neue Fähigkeiten, Items und Charaktere auf einer kleinen Brettspielvariante. Per Würfel bestimmt ihr, auf welchem Feld ihr landet und erst dann dürft ihr die entsprechenden Angebote des Feldes kaufen. Wahlweise dürft ihr die Münzen aber auch auf ein Konto für das kommende Fable: The Journey bunkern. Wie sich nach längerem Zocken gezeigt hat, ist dies auch einer der wenigen Gründe, warum man Fable Heroes spielen sollte, vorausgesetzt der Goldtransfer ist es auch wert. Nachprüfen könnt ihr das erst, wenn The Journey erscheint.


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