Fallout 4-DLC Wasteland Workshop im Test - Schöner wohnen im Ödland

Der zweite Download-Inhalt für Bethesdas Endzeit-Rollenspiel Fallout 4 bringt ein paar neue Extras für den Siedlungsbau. Damit hübschen wir unser Zuhause auf und zetteln Gladiatorenkämpfe an.

von Sascha Penzhorn,
12.04.2016 09:55 Uhr

Fallout 4 - Trailer zeigt DLC »Wasteland Workshop« Fallout 4 - Trailer zeigt DLC »Wasteland Workshop«

Der Wasteland Workshop für Fallout 4 kostet fünf Euro, nimmt kaum mehr als 50 MB auf der Festplatte ein und bringt der geringen Installationsgröße entsprechend keine frischen Quests, Ausrüstung oder spannende neue Abenteuer mit sich. Stattdessen gibt's neue Dekorationsmöglichkeiten für das traute Heim im Commonwealth. Außerdem fangen wir allerlei Viehzeug ein und stecken es zur Belustigung mit Siedlern in eine Arena. Die Überreste nageln wir später als Trophäen an die Wand. Viel umfangreicher ist der Download-Happen zum Taschengeldpreis nicht, weshalb er sich auch nur für absolute Fans des Siedlungsbaus rentiert. Besitzt man einen Season Pass für Fallout 4, steckt der Wasteland Workshop aber ohnehin automatisch mit drin.

Wasteland Workshop-Fakten auf einen Blick

Preis: 4,99
Größe: ca. 95 MByte

Das Addon enthält keine neuen Quests, daher gibt es auch kein Mindest-Charakterlevel o.ä.

Fallout 4
Genre: Rollenspiel
Release: 10.11.2015

Todeskrallen für alle

Wasteland Workshop bereichert das Baumenü in den Siedlungen um eine Handvoll zusätzlicher Inhalte. Steuerung und Menüführung sind jedoch fummelig wie immer, die maximale Siedlungsgröße wurde nicht erweitert. Ist die Lieblingssiedlung bereits voll ausgebaut, reißt man vor dem Aufbauen der neuen Goodies also zwangsweise erst mal ein paar Sachen ab. Wenn genug Platz und Rohstoffe vorhanden sind, darf man dank DLC Käfige in diversen Variationen und Größen aufstellen. Es gibt Käfige für Getier von der banalen Hauskatze über Rad-Hirsche bis zur ausgewachsenen Alpha-Todeskralle. Aber auch Raider oder Supermutanten dürfen wir in unserer Siedlung gefangen nehmen. Dafür stellen wir einfach einen Käfig in der gewünschten Geschmacksrichtung auf und legen uns dann eine Weile schlafen oder verlassen die Siedlung für einige Tage. Die Blechkästen sind nämlich ein wenig schüchtern und können nicht, wenn jemand guckt.

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Kommen wir eine Weile später zurück, haben wir mit etwas Glück die gewünschte Kreatur eingekerkert. Eine gefangene Katze können wir unbesorgt freilassen, worauf diese fortan für gute Laune unter den Siedlern sorgt und die Moral steigert. Größere Viecher wie eine Todeskralle kann man nur dann unbesorgt befreien, wenn man einen speziellen Emitter baut, der das Monster besänftigt – und den kann wiederum nur aufstellen, wer über entsprechende Tierherrschafts-Perks aus dem Charisma-Zweig verfügt. Wer seine Siedler überhaupt gar nicht ausstehen kann, lässt das Monstrum einfach mal frei und eine Runde Amok laufen.

Ab in die Donnerkuppel

Idealerweise baut man um die richtig großen Monsterbehausungen eine Arena. Passend dazu gibt es jetzt rote und blaue Arenaplattformen. Weisen wir Siedler oder Gefährten der roten Plattform zu, sind sie automatisch mit allen NPCs verfeindet, die wir der blauen Plattform zuweisen – es folgt ein erbitterter Kampf. Besitzer des Automatron-DLC können so auch ihre selbst erstellten Roboter gegeneinander antreten lassen und herausfinden, welche ihrer Kreationen die mächtigste ist. Oder man hetzt einfach mal Preston gegen sämtliche Siedler in Sanctuary auf. Wer schon immer mal eine eigene Arena wollte, hat jetzt also die richtigen Werkzeuge. Richtig spannend wird es jedoch erst, wenn man die Kampfzone mit neuen Fallen wie rotierenden Kreissägen ausstaffiert.

Weniger blutrünstige Siedler dekorieren ihre Behausungen mit den neuen Neonbuchstaben und Beleuchtungen, legen direkt im Haus eine Gartenecke an oder hängen sich die Köpfe von Ghulen, Brahmin und Todeskrallen an die Wand. Und wer alledem nichts abgewinnen kann, lässt den DLC einfach links liegen und verpasst nicht viel.


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