FIFA 11 im Test - Test für iPhone

Drei Mal haben wir in diesem Jahr Fußball auf Apples Mobilgerät getestet. Zwei Mal gab es von uns die rote und einmal die gelbe Karte. Jetzt stellt sich FIFA 11 unserem Schiedsrichter - erhält wenigstens EA´s Vorzeigereihe einen Freistoß?

von Thomas Ruhk,
26.10.2010 12:15 Uhr

FIFA 11 von EA bietet euch zwei pralle Spielmodi: Ligaspiele in allen relevanten Fußballnationen und 21 Länderpokalserien. Dem zugrunde liegen die Daten von mehr als 500 Originalteams – für authentische Matches ist das Grundgerüst also schon mal gegeben.

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Vor den Begegnungen im Saisonalltag habt ihr stets zahlreiche Einstellmöglichkeiten – wichtig ist jedoch vor allem die Action auf dem Platz. FIFA 11 bietet euch einen gut funktionierenden Hybriden aus Touch- und Buttonsteuerung. Mit dem Stick links steuert ihr den Spieler, rechts seht ihr drei Buttons. Im Angriff könnt ihr damit Torschüsse, Pässe und Steilpässe ausführen, in der Verteidigung ändert sich das in Grätsche, Zweikampf und Spielerwechsel. Je nach Drucklänge verändern sich insbesondere Torschüsse und Pässe. In der Defensive haltet ihr Zweikampf gedrückt, um Druck auf den Ballführenden auszuüben.

Zusätzlich zu dieser Standardsteuerung habt ihr aber auch einige Touch-Optionen. Am häufigsten nutzt ihr diese bei Pässen. Ihr könnt nämlich einfach auf den anvisierten Spieler tippen – FIFA 11 führt dann den Pass selbständig aus. Im Test zeigte sich, das stets ein Mix aus beiden Steuervarianten notwendig ist: Wenn sich der Zielspieler am rechten Bildrand befindet, ist die Touch-Steuerung ungeeignet, da ihr dann meist unbeabsichtigt auf einen der drei Buttons drückt. Mit dem Grätsch-Button solltet ihr vorsichtig umgehen, da die Referees schnell die Karten zücken.

Die FIFA-Reihe ist seit jeher für ihre Präsentation und die Lizenzen berühmt. Das gilt uneingeschränkt auch für die iPhone-Fassung. Viele Fußballspiele enden animationstechnisch mit dem Pfiff des Schiedsrichters oder der Außenlinie. Nicht so FIFA 11. Spieler, die den Ball ins Aus befördern, laufen noch langsam aus, bevor sie wieder in das weiße Rechteck zurückkehren. Der Torwart klatscht Beifall oder dirigiert seine Abwehr mit energischen Bewegungen. Immer wieder unterbrechen Großaufnahmen gestikulierender Spieler das Spiel. Bei Freistößen fängt die Kamera das Aufstellen der Mauer und den nervösen Torwart sehr realistisch ein. Verletzte wälzen sich am Boden. Vom Keeper unsanft gestoppte Stürmer rollen und taumeln über ihn hinweg. Chaotische Tore fallen in dramatischen Szenen. Die Schiedsrichter zeigen sehr unterschiedliche Auffassungen von fairem Spiel – wir hatten teilweise echte Freistoßfans unter den Leitenden. Diese Masse an Abwechslung erschafft eine sehr dichte Spielatmosphäre.

In solchen Szenen gefallen vor allem die Bewegungen.In solchen Szenen gefallen vor allem die Bewegungen.

Unterstützt wird die Präsentation von guter Technik. Ihr erkennt die bekannten Spieler sofort. Die eingestreuten Großaufnahmen gefallen vor allem mit ihrem Variantenreichtum. Selbst nach mehreren Spielstunden seht ihr immer wieder neue Szenen. Die engagierten – aber leider nur englischen – Sprecher machen grundsätzlich einen guten Job. Es haben sich jedoch einige Patzer eingeschlichen: manch Kommentar bricht einfach ab und mitten in der Saison behaupten die Sprecher, einem Freundschaftspiel beizuwohnen.


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