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Filmkritik zu Inception

Der Traumfilm des Jahres

Der Dark-Knight-Regisseur Christopher Nolan lässt Leonardo DiCaprio in seinem neuen Kinofilm Inception fremder Leute Ideen klauen und Träume manipulieren. Das Ergebnis ist ein grandioses Leinwanderlebnis.

Von Christian Mester |

Datum: 02.08.2010


Inception : Wer in Hollywood seinen Geldgebern rund eine Milliarde Dollar in die Kassen spült, genießt danach fast völlige Narrenfreiheit. So geschehen bei Christopher Nolan, der 2008 die Batman-Verfilmung The Dark Knight zum Megaerfolg geführt hatte. Nolan nutzte die Gunst der Stunde und machte sich daran, ein Projekt namens Inception zu verwirklichen - eine komplexe, aufwendige Science-Fiction Geschichte, die er nun mit fast 200 Millionen Dollar verfilmen konnte.

Die Story

Inception : In der nahen Zukunft ist Dominic Cobb (Leonardo DiCaprio) ein Gedankendieb, der beste Mann seines Fachs. Der geniale Wissenschaftler hat sich darauf spezialisiert, als so genannter Extractor in die Träume schlafender Menschen einzubrechen. Zusammen mit einem erfahrenen Team von Traumdieben kann er so an versteckte Informationen gelangen, die sein unfreiwilliger Patient anderenfalls nie offenbaren würde.

Zugleich ist Cobb ein Gejagter, der nie wieder zu seinen Kindern in die USA zurückkehren kann – bis sich ihm eine unwiderstehliche Gelegenheit eröffnet, seinen Namen rein zu waschen. Cobbs Mission: Statt Wissen zu klauen, soll er einer Idee ins Unterbewusstsein des Industrieerbens Robert Fischer (Cillian Murphy) einpflanzen. Das Verfahren wird Inception genannt und gilt nicht nur als fast unmöglich, sondern auch als sehr gefährlich. Warum, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Cobb übernimmt den Job trotz des Risikos und macht sich mit seinem Team (Joseph Gordon-Levitt, Tom Hardy, Dileep Rao, Ellen Page, Ken Watanabe) auf eine Reise durch verschiedene Traum- und Zeitebenen, in denen sie sich letztendlich alle zu verlieren drohen.

A Nightmare in The Matrix

Inception : Wer bei Inception an der falschen Stelle für kleine Jungs geht, hat schnell verloren. Für einen Actionstreifen ist der Film ungewohnt komplex. Die Handlung, die die Protagonisten durch verschiedene Traumstufen mit unterschiedlichen Zeitebenen jagt, verlangt erfreulich viel Aufmerksamkeit. Trotzdem bleiben kaum Fragen offen, mit einer Ausnahme.

Das Geniale daran: Nolan verknüpft die Handlung mit der Psyche seiner Hauptfigur. Der Abstieg in die emotionale Unterwelt des Gedankendiebs wird so zum Erlebnis, das bis zum Ende hochspannend bleibt.

Ab in den Kaninchenbau

Inception : Vergleiche mit Die Matrix kommen spätestens dann auf, wenn Cobbs Partner (Joseph Gordon-Levitt) zum aufregend gefilmten Kampf in der Schwerelosigkeit ansetzt. Es gibt zwar keinen Agent Smith und die Filmemacher sträuben sich darüber hinaus davor, allzu plakative Action-Szenen in den Vordergrund zu stellen. Trotzdem kracht es unentwegt.

Eine der Sequenzen erinnert dabei unweigerlich an alte Bond-Filme: Als es in und um eine verschneite Militärbasis zu Schießereien kommt, fehlen auch die wilde Verfolgungsjagd auf Ski und mit Schneemobilen nicht.

Fazit

Inception : Christian Mester (bereitsgesehen.de): In Inception gibt es kein simples Gut & Böse, keine obligatorische Love-Story, keinen Endgegner - der intelligentere Matrix also? Aber ja doch: Inception ist ein Film, der nahezu jeden begeistern und beeindrucken kann, da er eine fesselnde Geschichte besonders aufregend präsentiert. Großartige Talente vor und hinter der Kamera und ein originelles Konzept machen ihn zum vielleicht besten Film des Jahres. Andere Event-Titel wie etwa Iron Man 2, Das A-Team oder Knight & Day sehen dagegen reichlich blass aus.

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Trivium3k
#1 | 02. Aug 2010, 17:51
Einer der vielleicht besten Filme die sehen durfte. Angenehm anspruchsvoll, mit mehreren Ebenen auf denen Iception spielt, also keine Kost für zwischendurch. Auch ein sehr guter Cast, vor allem DiCaprio gefällt mir als Schauspieler immer besser (oder werden die Rollen, die er bekommt immer besser:confused: )
Auf jedenfall das diesjährige Kinohighlight, sollte man definitiv nicht verpassen!
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drencrom
#2 | 02. Aug 2010, 18:08
super film-aber eher nix für leute die zb die handlung von gears als nonplusultra empfinden
und das ende macht eigentlich da weiter wo der film sich wohl die meiste/ganze zeit abspielt.
ist aber viel eher von dem buch ubik als von matrix inspiriert.
("prestige" von nolan ist übrigens auch super)
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ola
#3 | 02. Aug 2010, 18:21
Habe ihn gestern abend mit meiner Frau angeschaut.Ein super Film.Ein Film bei dem man das Hirn mit in den Kinosaal mit nehmen kann.
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RaZER969
#4 | 02. Aug 2010, 18:27
Ich fand den Film sehr gut, aber dennoch nicht überragend. Ich hatte mir vor kurzem Shutter Island das zweite Mal angeschaut und war von dessen Genialität (wenn man das Ende kennt, unbedingt nochmal ansehen!) überwältigt. Der Fehler war wahrscheinlich, dass ich während Inception immer Vergleiche zu Shutter Island gezogen habe...

Klar Inception ist ein super Film, aber wenn man erst einmal von der Psycho-Achterbahn eines Shutter Islands, welcher gar nicht mal viel Action bietet, angetan ist, scheint einem Inception doch etwas zu actionlastig und wirr. Auch war mir die Handlung nicht immer plausibel.
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Night Hunter
#5 | 02. Aug 2010, 18:57
Den Vergleich zwischen Inception und Matrix halte ich auch für sehr überzogen. Aber ich muss sagen klasse Film, ein weiterer Lichtstrahl in der absoluten Dunkelheit des Hollywood-Actionfilm Einerleis der letzten Jahre
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1985
#6 | 02. Aug 2010, 19:23
Ist mal was anderes obwohl man jetzt nicht die Erwartungen erfüllt bekommt wie bei Hedge Ledger Leistung als Joker in the Dark Knight dass muss erstmal getoppt werden was ich in dem Speziellen Fall für fast unmöglich halte da Hedge
den eindruck hinterlassen hatte dass er wahrlich im wörtlichen Sinne für die Rolle gestorben ist
Der Film mit Leonardo Neonazi ist sehenswert aber wegen mangelnder Konkurrenz des Filmemarkts fehlt irgendwie der Vergleich

[spoiler]Inhalt Mann träumt verliert Frau durch Traum-Matrix gibt sich die Schuld Mann träumt noch mehr stiehlt dann Gedanken und setzt später dann Ideen bei unwissenden Klienten ein Mann stirbt in Traum ob er danach im Traum ist oder er sich in der Realität befindet wird offen gelassen[/spoiler]

Ich glaube die haben ein bisschen von Matrix und Strange Days geklaut von dem Standpunkt bietet der Film wirklich nichts Spannendes aber Trotzdem nette Bilder
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Night Hunter
#7 | 02. Aug 2010, 19:28
@1985: Wie wärs mit Spoilerkästen? Wenn man sich durch das gewiir durchkämpft steht da der halbe Film ... :rolleyes:
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DieRed
#8 | 02. Aug 2010, 19:29
Ich hab ihn mir auch gestern angeguckt und bin begeistert von dem Film. Also so eine Augenweide an Effekten ist bombastisch. Und mir ist auch aufgefallen an welcher Stelle man James Bond zitiert hatte. :D Unbedingt anschauen, sonst verpasst man einen der besten Filme der letzten Jahre.
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Maryokutai
#9 | 02. Aug 2010, 19:40
@1985: für den dummen "Neonazi" und den offenen Spoiler fliegst du jetzt einfach mal. Ich bezweifle zwar, dass sich jemand freiwillig diesen Post angetan hat, aber das wäscht dich nicht rein.
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Trurl
#10 | 03. Aug 2010, 12:20
Zitat von 1985:
the Dark Knight dass muss erstmal getoppt werden was ich in dem Speziellen Fall für fast unmöglich halte da Hedge
den eindruck hinterlassen hatte dass er wahrlich im wörtlichen Sinne für die Rolle gestorben ist


Heath Ledger ist während der Dreharbeiten zu dem Film "Das Kabinett des Dr. Parnassus" gestorben. Dark Knight war da schon längst vergessen.
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