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Filmkritik zu Silent Hill: Revelation 3D | Seite 2

Im Trüben gefischt

Spiel und Schauspiel

Den Balance-Akt zwischen Treue zum Original und eigener Identität bekommt Silent Hill: Revelation 3D gut hin. Kenner des Spiels sollten keine Eins-zu-eins-Adaption von Silent Hill 3 erwarten, bekommen aber genug Wiedererkennbares. Stellenweise streuen die Filmmacher Spielezitate ein, entweder direkt aus der Vorlage oder allgemein aus dem Medium Video, beispielsweise beim »Bosskampf«. Trotzdem versteift sich Revelation nicht darauf, wie ein Film gewordenes Spiel wirken zu wollen.

Spiele als Filme
Lizenzgurken kennt jeder Spieler: zu fast jedem Blockbuster erscheint zeitnah eine mehr oder weniger gelungene Spielumsetzung. Verfilmungen von bekannten und beliebten Spieleserien sind die andere Seite des gleichen Phänomens – die Qualität der daraus entstandenen Produkte ähnelt sich jedoch recht häufig. Wir zeigen die bekanntesten Spieleverfilmungen von der Geschichte Marios bis zu den berühmt-berüchtigten Boll-Filmen.

Dabei ist Adelaide Clemens in der Rolle der Heather/Sharon durchaus passend besetzt und erinnert auch bei ihrer Kleidung an die Heldin des dritten Spiels. Schauspielerische Meisterleistungen sollte man allerdings nicht erwarten - weder von ihr noch vom Rest der durchaus namhaften Besetzung. Besonders Kit Harrington, bekannt als Jon Snow aus der TV-Serie Game of Thrones, bleibt viel zu blass. Die Auftritte von Sean Bean, Malcolm McDowell und besonders Carrie-Anne Moss sind entweder zu kurz oder schlicht einfallslos langweilig.

Ballett der Toten

Trotz vergleichsweise kleinem Budget von 20 Millionen US-Dollar sieht Silent Hill: Revelation nie billig aus. Im Gegenteil: Das Set-Design und die teils extrem skurrilen Figuren strotzen vor Details, auch an CGI-Effekten musste nicht sichtbar gespart werden. Besonders eine Marionetten-Spinne bleibt in Erinnerung. Trotzdem ist es ausgerechnet eine Szene, die ohne computergenerierte Effekte auskommt, die optisch am meisten beeindruckt: die Begegnung mit den blinden Messer-Krankenschwestern.

After Earth (13. Juni 2013)
Will Smith und Spössling Jaden verschlägt es in After Earth nach einem Raumschiffabsturz auf einen seit 1000 Jahren verlassenen Planet. Was Sixth-Sense-Regisseur M. Night Shyamalan nach vielen Flops in Folge mit den beiden anstellt, erfahren wir im Juni.

Wer Silent Hill kennt, kennt auch dessen Bewohner: Mehr Monster als Mensch - und doch erinnern einige wiedererkennbaren Elemente daran, was die Gestalten früher waren oder in unserer Dimension sind. Die blinden Krankenschwestern sind das beste Beispiel. Im Film tauchen die Gruseldamen in einer mörderisch-schönen Mini-Choreografie auf, die ein bisschen bedrohlich, aber mit der nötigen Selbstironie umgesetzt ist.

Fazit

Christian Schneider: Meine Erwartungen an Silent Hill: Revelation 3D waren nicht hoch. Stichwort: Spieleverfilmung. Und deshalb war dieser Film - besonders nach dem grottenschlechten Resident Evil: Retribution - eine positive Überraschung. Die zweite Silent-Hill-Verfilmung ist sicher kein Genre-Meilenstein aber solide Unterhaltung mit genug skurrilen Szenen und auf jeden Fall besser als alles, was die Spieleserie in den letzten Jahren auf uns losgelassen hat.

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Dutchman
#1 | 27. Nov 2012, 22:49
Wenn Silent Hill Revelation 3D nicht schlechter als der Vorgänger ist, darf man mMn gespannt sein.
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Firelord
#2 | 28. Nov 2012, 00:08
nur mal so am Rande MK2 ist von 1997 nicht 2007

Mortal Kombat 2 – Annihilation (kurz auch: Mortal Kombat 2) ist ein US-amerikanischer Action- und Fantasyfilm des Regisseurs John R. Leonetti aus dem Jahr 1997 und die Fortsetzung von Mortal Kombat.

(siehe wikip..)
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Nohohon
#3 | 28. Nov 2012, 07:23
Ich glaube der Film wird so oder so wieder spalten. Der reguläre Kinogänger wird vieleicht wenig mit anfangen können, die SPielefanATIKER werden wieder meckern, weil es keine 1:1 Umsetzung ist (gerade bei Pyramid Head sehe ich laute Stimmen) und dann wird's die geben, die gut damit leben können.
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Dutchman
#4 | 28. Nov 2012, 13:08
Als Fan der Serie hätte ich kein Problem damit, wenn es keine 1:1 Umsetzung ist. Ich will schließlich mit einer Story unterhalten werden, die ich noch nicht kenne. Auch wenn Parallelen zu SH3 erkennbar sind, müssen für mich Game und Film nicht übereinstimmen.
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BiG I Johnny
#5 | 28. Nov 2012, 17:19
Zitat von Dutchman:
Ich will schließlich mit einer Story unterhalten werden, die ich noch nicht kenne.


Davon wünsche ich mir da genaue Gegenteil. Auch wenn es nicht gut vergleichbar ist, sehe ich es genauso wie bei Verfilmungen von Büchern. Ich will so gut es geht die gleiche Story sehen. Dann ist es eben etwas vertrautes und man hat Spaß an einer atmosphärschen Adaptierung, statt sich über krasse Fehler zu ärgern, wie eben den Pyramid Head.

Der erste SH war aber dennoch ganz gut zu sehen, vor allem weil ich das Ende perfekt fand.
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dark 05
#6 | 28. Nov 2012, 18:07
Zitat von BiG I Johnny:


Der erste SH war aber dennoch ganz gut zu sehen, vor allem weil ich das Ende perfekt fand.


Ich hab das Ende vom 1. Silent Hill nicht so ganz verstanden :/

Ist der Vater jetzt für immer in einer Art nebligen Paralleldimension gefangen? Ist er richtig tot? War zum Schluss einfach nur schlechtes Wetter?

Wie genau entkommt er aus dieser Dimension?
Im 2. Teil scheint er doch wieder in der "normalen" Welt zu sein?

Oder hab ich das komplett falsch verstanden?
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nocturnaldream
#7 | 28. Nov 2012, 18:48
auch wenn der erste film keine 1:1 umsetzung war, ist es trotzdem die bisher beste videospielverfilmung da es sich im vergleich zu anderen verfilmungen (wie z.b. resident evil - einfach nur grausam!) sehr nahe an den spielen hält und sehr gut umgesetzt wurde.
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BiG I Johnny
#8 | 29. Nov 2012, 02:57
Zitat von dark 05:
Ist der Vater jetzt für immer in einer Art nebligen Paralleldimension gefangen? Ist er richtig tot? War zum Schluss einfach nur schlechtes Wetter?

Wie genau entkommt er aus dieser Dimension?
Im 2. Teil scheint er doch wieder in der "normalen" Welt zu sein?

Oder hab ich das komplett falsch verstanden?


Jap hast du.

Nicht der Vater war in der Parallelwelt ;)

Und der Punkt, weshalb ich das Ende so gut fand war eben, dass man nicht entkommen konnte.
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Nohohon
#9 | 29. Nov 2012, 09:58
Zitat von BiG I Johnny:


Davon wünsche ich mir da genaue Gegenteil. Auch wenn es nicht gut vergleichbar ist, sehe ich es genauso wie bei Verfilmungen von Büchern. Ich will so gut es geht die gleiche Story sehen. Dann ist es eben etwas vertrautes und man hat Spaß an einer atmosphärschen Adaptierung, statt sich über krasse Fehler zu ärgern, wie eben den Pyramid Head.

Der erste SH war aber dennoch ganz gut zu sehen, vor allem weil ich das Ende perfekt fand.


Finde ich schwierig, weil ich persönlich dann eher im Hinterkopf habe "Wieso muss ich das dann im Kino anschauen, wenn ich eh das Ende und den Verlauf schon kenne". Da dann doch lieber ein "Basierend auf" und versuchen so nah wie möglich an der Vorlage zu bleiben. Anders als Resident Evil schafft das Silent Hill, sogar in dem neuen Ableger. Finde zumindest ich.

Das Ende im neuen Teil finde ich allerdings irgendwie fragwürdig. Für Silent Hill-Fans (nicht Fanatiker!) ist es vielleicht lustig, aber es hat einen faden Beigeschmack.
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