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Filmkritik zu Der Hobbit: Eine unerwartete Reise | Seite 3

Altmodisch in 3D und High-Frame-Rate

High-Frame-Rate

Peter Jackson begreift sich wie James Cameron als technischer Innovationstreiber fürs Kino. Er übernimmt nicht nur das 3D-Format, das bald jede große Hollywood-Produktion verwendet. Er verdoppelt auch die Anzahl der Bilder, die pro Sekunde im Kino zu sehen sind: anstatt 24 Bilder also 48 Bilder pro Sekunde. Da wir seit Jahrzehnten leicht ruckelnde Kinofilme gewohnt sind, ist diese Neuerung mehr als sichtbar. Der Effekt ist eine neue Ästhetik im Kino. Der Zuschauer nimmt die Änderung als deutlich schärfere Bilder wahr. Der Nachteil: Diese neue Ästhetik ist eigentlich nicht neu, weil die großen TV-Sender hierzulande 50 Bilder pro Sekunde senden.

Deswegen erinnert der Hobbit-Film, vor allem in hektischen Situationen, die aus der Nähe gefilmt werden, an billige TV-Dokus. Wir brauchten eine Weile, um uns damit anzufreunden und das neue Bild zu schätzen. Aber in langsam fließenden Landschaftsaufnahmen, von denen Der Hobbit eine Menge hat, wird der Zuschauer dann mit deutlich mehr Detailreichtum verwöhnt.

Es ist aber auch durchaus verständlich, wenn man den neuen Look als billig empfindet – Geschmacksache. Übrigens: Die meisten Projektoren der großen Kinoketten unterstützen die High-Frame-Rate, da sehr häufig nur ein Software-Update für die neue Technik nötig ist. Sehr viele Kinos machen damit Werbung und nutzen die Gelegenheit, angesichts neuer Technik und einer gewaltigen Überlänge einen ordentlichen Aufschlag an der Kasse zu verlangen.

Der Jackson-Trick

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise : In Der Hobbit gehören dreizehn Zwerge zur Gemeinschaft. In Der Hobbit gehören dreizehn Zwerge zur Gemeinschaft. Peter Jackson weiß, wie ein guter Fantasy-Film funktioniert. Er sucht Eskapismus, Abenteuer, Action, Pathos, große Gefühle und ein ständiges Gefühl der Bedrohung. Wo ihm das die Vorlage nicht liefert, ändert er sie so lange, bis er hat, was er braucht. Das Resultat ist ein Cocktail, der stark die Muster aus Der Herr der Ringe kopiert. Die Geschichte schlägt auch bereits im ersten Teil den großen Bogen zum eigentlichen Nachfolger. So wird bereits sehr früh der Nekromant erwähnt, der eine wichtige Rolle spielen wird.

Allerdings scheitert Peter Jackson auch ein wenig an seinem eigenen Überschwang. Einerseits kann man es nicht zu sehr loben, dass es mal einen Film gibt, der sich für seine Handlung Zeit nimmt. 170 Minuten Film sind andererseits aber nur mit sehr viel Sitzfleisch zu ertragen. Dann kommt noch hinzu, dass nicht jede Minute durchgehend spannend ist. Es werden viele Namen und bekannte Gesichter abgehakt. Außerdem erklärt Jackson sehr viel Ringgeschichte: Wir werden etwa Zeuge einer Schlacht, die zwei Generationen vor den Ereignissen des Hobbit-Films spielt.

Fazit

Christian Merkel: »Der Regisseur Peter Jackson breitet in Der Hobbit: Eine unerwartete Reise vor dem Zuschauer eine Welt aus, wie es ganz offensichtlich nur er kann. Kein Fantasyfilm seit Der Herr Ringe konnte in derselben Liga spielen. Die Filmfirmen werden sich hüten, weitere Ausflüge nach Narnia oder in die Welt von Eragon zu finanzieren. Erst der neue Hobbit-Film kann dem Herrn der Ringe Paroli bieten – aber nur fast. Für die Krone im Fantasy-Genre ist die Vorlage zu dünn geraten. Den langsamen Stil nehme ich aber gerne in Kauf, denn das Ergebnis ist unglaublich schön. 170 Minuten war ich in einer anderen Welt gefangen, aus der ich nicht mehr raus wollte.«

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Skar 850
#1 | 12. Dez 2012, 17:10
liest sich besser,als ich nach den für mich langweiligen Trailern erwartet habe.
Trotzdem denke ich,wird die Hobbit Trilogie nicht an den Herr der Ringe Filme rankommen.
Freuen tue ich mich auf ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren und der unvergleichlichen Atmosphäre die einem in seinen Bann zieht.
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maniac1979
#2 | 12. Dez 2012, 17:43
Zitat von Skar 850:
liest sich besser,als ich nach den für mich langweiligen Trailern erwartet habe.
Trotzdem denke ich,wird die Hobbit Trilogie nicht an den Herr der Ringe Filme rankommen.
Freuen tue ich mich auf ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren und der unvergleichlichen Atmosphäre die einem in seinen Bann zieht.


Ich freu mich wie ein Schnitzel drauf ... in 2 Stunden sitz ich drin.
Imo sollte man den Hobbit nicht mit HdR vergleichen. Der Hobbit ist glaub ich ein ganz eigenes Biest.
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X_MCX_X
#3 | 12. Dez 2012, 22:24
Ich fand ihn genial.
Musste mich aber wirklich erstmal an die neue Framerate gewöhnen. xD
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Spanksen
#4 | 13. Dez 2012, 08:57
Tolles Review, freue mich auf Samstag den Film endlich in HFR zu sehen
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sdcc2k12
#5 | 13. Dez 2012, 09:14
Hab' den Film gestern gesehen.

Die Kritik trifft den Nagel auf den Kopf.

Seit Herr der Ringe gab es viele Hochkaräter, viele gute bis sehr gute Filme im Fantsybereich...aber der Hobbit spielt, wie die HDR Trilogie, in einer eigenen Liga.

Die schauspielerische Leistung...die Bildgewalt...der Soundtrack...die Liebe zum Detail, welche wirklich in jeder Sekunde nahezu greifbar ist...und letzendlich die Akribik, mit der die Buchvorlage umgesetzt wurde.

Das alles hat HDR schon so groß gemacht und wird hier genauso weitergeführt.

Ich kann nachvollziehen, dass der Einsteig für manche Leute ein Grund zur Kritik ist...Jackson nimmt sich sehr viel Zeit, um den Zuschauer wieder zurück nach Mittelerde zu holen...ebenso für die Einführung der neuen Charaktere.

Aber ich persönlich fand genau diesen Umfang exzellent und freue mich auf die Extended Versionen, in denen hoffentlich noch ein bisschen mehr davon zu sehen sein wird.

SPOILER

Zumal zum Einstieg gleich mal gezeigt wird, wie Erebor von Smaug geplättet wird...der Einstieg bietet also auch Action...und das nicht zu knapp.

Spoiler Ende
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DarkRaziel
#6 | 13. Dez 2012, 09:43
Habe den Hobbit gestern auch schon in der Vorpremiere gesehen in 3D-HFR und fand das gesamte Paket sehr gut.

Wäre auch noch 30 min länger im Kino sitzen geblieben um auf 200min zu kommen, denn kein Film seit HDR hat einen so in den Bann gezogen.

Auch die 3D Aufnahmen waren seit Avatar nicht mehr so gut in den Hollywood Filmen und man fühlte sich wie in Mittelerde zu Hause gerate bei den Landschaftsaufnahmen.

Freue mich jetzt schon auf 2013 und 2014 wenn es weiter geht.
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Skellington
#7 | 13. Dez 2012, 23:24
Heute gesehen, dank O2 kostenlos für mich und meine Frau. Von der Framerate hab ich allerdings nichts gemerkt, hat merklich geruckelt. Film ist klasse, tolle Landschaftsportraits, schönes HdR-Feeling. Freue mich auf die nächsten Teile!

Achja, waren mit Absicht in der 2D-Variante
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X_MCX_X
#8 | 14. Dez 2012, 02:13
Zitat von Skellington:
Heute gesehen, dank O2 kostenlos für mich und meine Frau. Von der Framerate hab ich allerdings nichts gemerkt, hat merklich geruckelt. Film ist klasse, tolle Landschaftsportraits, schönes HdR-Feeling. Freue mich auf die nächsten Teile!

Achja, waren mit Absicht in der 2D-Variante


Dann hatte euer Kino wohl kein HFR oder wie man das nennt.
So merkt man deutlich einen Unterschied und der Film läuft so schnell, dass man meint er wäre beschleunigt.
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SPRIGGAN
#9 | 14. Dez 2012, 09:35
Hab ihn gestern in HFR 3D gesehen und muss sagen das HFR krass kommt. Wirkt sehr, sehr cool das Bild, auch wenn der Kino-Style total flöten geht. Btw: Film war mist. 1/3 des Films sieht man die Meute nur kommentarlos irgendwelche Berge entlang laufen oder sinnlse Dialoge führen, ein weiteres Drittel ist alles soooo extrem absehbar, wenn auch actionreich. Das letzte Drittel war cool, gerad Gollum wieder zu sehen war nett xD Aber das monstermäßige Cliffhanger-Ende war mies!
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madjonfan
#10 | 14. Dez 2012, 10:02
kann mir jemand erklären, wieso, wenn das high-end ist, billige tv-produktionen schon lange auf diese art produziert werden und erst jetzt kinostreifen damit gedreht werden? eine frage des geldes kann es dann doch nicht sein, oder?
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