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Fazit

Star Wars: Das Erwachen der Macht in der Filmkritik - Wir sind tatsächlich zu Hause

J. J. Abrams stand mit Star Wars: Das Erwachen der Macht vor einer gewaltigen Aufgabe: Die Erwartungen von Millionen von Fans erfüllen, an die Original-Trilogie anknüpfen und gleichzeitig eine neue Ära für die Marke einläuten. Er hat es geschafft.

Von Christian Fritz Schneider |

Datum: 16.12.2015


Bis auf die Story-Kurzbeschreibung, der erst mit einem Klick sichtbar wird, gibt es keine Spoiler in der Kinokritik.

Zum Thema » Die Star-Wars-Story Großes Dossier auf Moviepilot.de » Neue Kino-Trailer Sehen, was bald im Kino läuft » Mehr Kino-News Alles rund ums Thema Kino Im April 2015 gab uns Han Solo ein Versprechen. »Chewie, wir sind zu Hause,« hieß es da kurz bevor der ikonische Schriftzug den ersten richtigen Trailer zu Star Wars: Das Erwachen der Macht beendete.

Jetzt muss Episode 7 dieses Versprechen einlösen, denn wirklich zu Hause waren viele Fans der alten Star-Wars-Filme in dem Milliarden-Franchise schon lange nicht mehr. Die Prequel-Trilogie hat zwar viele junge Zuschauer für das Fantasy-Universum gewonnen, bei der Generation Luke Skywalker aber eher Narben hinterlassen.

Regisseur J.J. Abrams (Lost, Star Trek) soll die Marke im Auftrag des neuen Besitzers Disney nun in die Zukunft führen. Immerhin ist ab jetzt für jedes Jahr ein neuer Star-Wars-Film geplant, ob nun als Teil der Hauptserie oder als Ableger, wie das für 2016 angekündigte Spin-off Rogue One, das den Diebstahl der Todesstern-Pläne thematisiert.

Wie ist die deutsche Vertonung?
Zur Pressevorführung haben wir nur die Originalvertonung gehört, inzwischen konnten wir Das Erwachen der Macht auf in der deuschen Synchronisation sehen. Die ist größtenteils gut, mit vielen Originalsprechern und selbst die Scherze haben die Übersetzung gut überstanden. Schade hingegen: Alle Eigennamen des Star-Wars-Universums wurden eingedeutscht und werden deutsch ausgesprochen, was bei »Erste Ordnung« noch erträglich ist, klingt bei »Tie« mit langezogenem »I« schon etwas befremdlich.

Die Story

Im Folgenden beschreiben wir kurz die Ausgangssituation der Handlung, die allesamt aus dem ikonischen Textscroll-Intro und den ersten Filmminuten stammen. Wer Anfangs-Schauplätze und -Charaktere erst beim Kinobesuch kennenlernen möchte, springt gleich zum nächsten Absatz.

Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler

30 Jahre sind seit der Zerstörung des zweiten Todessterns vergangen. Luke Skywalker ist schon lange verschwunden und gilt für viele nur noch als Legende, genau wie die Jedi und die Macht. Aus den Resten des Imperiums hat sich die First Order erhoben, die ihrer Vorgängerorganisation allerdings zum Verwechseln ähnlich sieht.

Die Rebellen (heißen jetzt Resistance) gibt es auch noch immer. Sie werden von der Republik (ja, die gibt es wieder) unterstützt und eine ihrer Anführerinnen ist Ex-Prinzessin und heute Generalin Leia (Nachnahme wird hier nicht verraten). Die schickt ihren besten Piloten Poe Dameron auf eine Mission nach Jakku, doch Poe wird auf dem Wüstenplaneten vom First-Order-Bösewicht Kylo Ren abgefangen.

Nur sein Droide BB-8 kann mit wichtigen Daten entkommen und trifft zufällig auf Schrottsammlerin Rey. Kurz darauf gelingt Poe mit Hilfe des desertierenden Sturmtrupplers Finn allerdings auch schon wieder die Flucht von der First Order und eine Actionszene später steht Finn allein und ohne Plan auf Jakku. Zum Glück trifft der sichtlich überforderte Fahnenflüchtige bald auf Rey und BB-8 und für die drei beginnt ein Abenteuer, dass sie auf ferne Planeten und zu alten Bekannten führt.

Antworten, wer braucht Antworten?

Unsere Story-Beschreibung fasst wie erwähnt eigentlich nur die ersten Minuten des Films zusammen, auf mehr Details wollen wir aus Rücksicht auf Spoiler nicht eingehen. Viele Fragen zu den Hintergründen des Universums und den letzten 30 Jahren lässt Episode 7 aber auch bewusst offen.

Wie die klassische Trilogie geht auch der neue Film sehr nah an seine Figuren, die politische Ebene wird nur in groben Umrissen skizziert. Umso mehr muss sich Das Erwachen der Macht auf gute Dialoge und überzeugende Schauspieler verlassen. Zum Glück ist den Filmemachern mit der Besetzung von Daisy Ridley als bislang stärkste Frauenrolle der Filmreihe und John Boyega als mitreißender, immer etwas überforderter und doch leidenschaftlicher Charakter eine Meisterleistung gelungen.

Perfektes Duo in der ersten Reihe

Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern könnte nicht besser sein. Man will nicht aufhören, ihnen zuzusehen. Jeder Blick, jede Berührung und sogar jeder Witz sitzt. Letzteres mag für einen Star-Wars-Film vielleicht nicht die wichtigste Eigenschaft sein, aber es ist ein gutes Omen. Schließlich hat schon in der Ursprungs-Trilogie die Chemie zwischen Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill und Co. zu jeder Sekunde gestimmt. Im Gegensatz dazu war der oft aufgesetzt wirkende oder schlicht alberne Humor von Episode 1-3 einer der Hauptkritikpunkte vieler Fans – Stichwort »Jar Jar Binks«. In Star Wars: Das Erwachen der Macht werden wir von Holzhammer-Gags glücklicherweise komplett verschont.

Gelacht wurde im Kino dennoch mehr als genug, ohne dass der Film zur Komödie wird. Die Dialoge sind geschliffen, aber nicht aalglatt. Wenn dann noch Harrison Ford die kleine Heldentruppe ergänzt, geht dem Star-Wars-Fan das Herz auf. Überhaupt wird Fan-Service ganz groß geschrieben - vom Design der Schiffe, Rüstungen und Waffen bis hin zur Haptik der Lichtschwertkämpfe: Jedes Detail atmet den Geist der Original-Trilogie.

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madjonfan
#1 | 16. Dez 2015, 09:42
"Die ersten 30 Minuten von Star Wars: Episode 7 sind wohl die besten, die dieses Filmuniversum je gesehen hat."

Das bezieht sich auf das Star Wars Universum oder "unser" Filmuniversum? So oder so, sehr große Worte... Solche Superlative könnte ich persönlich erst Jahre nach dem Film bringen.

Für mich hat das etwas von Werbemaschinerie und macht eine "Kritik" unglaubwürdig, in etwa so wie wenn ein Videospiel 100% Spielspass erhält.
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Echelon
#2 | 16. Dez 2015, 09:46
Zitat von madjonfan:
"Die ersten 30 Minuten von Star Wars: Episode 7 sind wohl die besten, die dieses Filmuniversum je gesehen hat."

Das bezieht sich auf das Star Wars Universum oder "unser" Filmuniversum?


Der Satz bezieht sich wohl auf den ersten Absatz der zweiten Seite und würde somit das Star Wars Universum meinen.
Alles andere wäre ja auch Quatsch.
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madjonfan
#3 | 16. Dez 2015, 09:58
Zitat von Echelon:


Der Satz bezieht sich wohl auf den ersten Absatz der zweiten Seite und würde somit das Star Wars Universum meinen.
Alles andere wäre ja auch Quatsch.


Das hab ich gehofft, ja... Allerdings find ich die Aussage so auch grenzwertig... Nach welchen Aspekten vergleicht man Filme, die bis zu 38 Jahre auseinander liegen? Technisch? Oh Wunder... Erzählerisch? Kameraführung?

Ich sehe es Kritiken nach, wenn klar der Fanboy durchkommt... Das kann man mal machen, es gibt in nun mal Themen bei denen man persönlich begeistert ist und auch über Schwächen hinwegsieht bzw. sie ignoriert.

Allerdings erwarte ich von einer Kritik die Entscheidung, ob sie den Fanboy rauslässt oder sachlich argumentiert.

Das fehlt mir hier, denn die ersten 30 Minuten werden pauschal aus der Kritik ausgeklammert, sie sind einfach "die Besten".
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gjira
#4 | 16. Dez 2015, 10:17
Zitat von madjonfan:


Das hab ich gehofft, ja... Allerdings find ich die Aussage so auch grenzwertig... Nach welchen Aspekten vergleicht man Filme, die bis zu 38 Jahre auseinander liegen? Technisch? Oh Wunder... Erzählerisch? Kameraführung?

Ich sehe es Kritiken nach, wenn klar der Fanboy durchkommt... Das kann man mal machen, es gibt in nun mal Themen bei denen man persönlich begeistert ist und auch über Schwächen hinwegsieht bzw. sie ignoriert.

Allerdings erwarte ich von einer Kritik die Entscheidung, ob sie den Fanboy rauslässt oder sachlich argumentiert.

Das fehlt mir hier, denn die ersten 30 Minuten werden pauschal aus der Kritik ausgeklammert, sie sind einfach "die Besten".


Verstehe deine Kritik an der Kritik nicht....eine gute, sachliche Kritik stellt Pro und Contra gegenüber inkl. Fazit.

Die ersten 30 Minuten sind dann nun mal ein Pro, die teils gehetzte Handlung beispielsweise ein Contra. Eine Fanboykritik sehe ich hier nicht.

Aber kann den Gedankengang nachvollziehen, wenn die 30 Minuten sogar über die alten SW Teile gestellt werden.

Werde mir hierzu heute Nacht im Zuge der Mitternachtspremiere ein Bild machen. :-)
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mutio
#5 | 16. Dez 2015, 12:10
Das klingt alles finde ich sehr ordentlich und ist schon mehr, als ich erwartet hätte. Freue mich auf den 28ten, da geht's mit dem besten Kumpel ins Kino :)
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Lichtrot
#6 | 16. Dez 2015, 18:30
Warum wird den Episode 1 auch immer als "Mist" dargestellt? Der ist meiner Meinung nach einer der besten. Und es werden Erwartungen an Episode 7 gestellt, die ein einzelner Film ja sowieso kaum erfüllen kann. Es wird nie einen Film geben, bei dem JEDER absolut zufrieden ist. Und den Hype darum..find ich sowieso vollkommen übertrieben. Aber ansehn werd ich ihn natürlich auch. Weil es am Ende ja trotzdem ein guter SciFi-Film ist.
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LZPSN
#7 | 16. Dez 2015, 19:08
Zitat von Lichtrot:
Warum wird den Episode 1 auch immer als "Mist" dargestellt? Der ist meiner Meinung nach einer der besten. Und es werden Erwartungen an Episode 7 gestellt, die ein einzelner Film ja sowieso kaum erfüllen kann. Es wird nie einen Film geben, bei dem JEDER absolut zufrieden ist. Und den Hype darum..find ich sowieso vollkommen übertrieben. Aber ansehn werd ich ihn natürlich auch. Weil es am Ende ja trotzdem ein guter SciFi-Film ist.


Verstehe die Kritik an der neuen Trilogie eh nicht so ganz. Die meisten Kritiker belegen mit ihren Argumenten nur, die neuen Filme oder gar teils sogar die alten Filme gar nicht richtig verstanden zu haben :D

Bsp.: Als ganz großer "Fehltritt" wird immer wieder in der neuen Trilogie genannt, es sei ja ach so schlimm, dass die Macht nun in Form der Medichlorianer aufträte. Dabei macht Qui-Gon Jin in Episode I eigentlich aber deutlich, dass die Medichlorianer GAR NICHT die Macht sind, was viele so kritisieren, sondern sie eher das Bindeglied sind, das es ermöglicht mit der Macht verbunden zu werden.
Sagt Qui-Gon eigentlich recht deutlich. Das dann Leute rumheulen von wegen "Das ist nich mehr die Macht aus den alten Teilen." zeugt eher davon, dass man sich auf den neuen Stil gar nicht erst einlassen wollte und überall Schwachstellen suchen musste.
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kroenen05
#8 | 18. Dez 2015, 01:41
Zitat von Lichtrot:
Warum wird den Episode 1 auch immer als "Mist" dargestellt? Der ist meiner Meinung nach einer der besten. Und es werden Erwartungen an Episode 7 gestellt, die ein einzelner Film ja sowieso kaum erfüllen kann. Es wird nie einen Film geben, bei dem JEDER absolut zufrieden ist. Und den Hype darum..find ich sowieso vollkommen übertrieben. Aber ansehn werd ich ihn natürlich auch. Weil es am Ende ja trotzdem ein guter SciFi-Film ist.


Episode 1 ist absoluter Mist.

1.)Wegen Jar Jar Binks
2.)Weil sie sich am Ende mit Murmeln beschiessen.
3.)Wegen Jar Jar Binks und seinem schlabbernden fetten Boss
4.)Wegen peinlichem CGI Overkill

Schade um den grandiosen Darth Maul,welcher diesen Totalausfall leider nicht kompensieren konnte!:-(
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Ryu
#9 | 18. Dez 2015, 07:29
Klasse Film!!! Für mich nach "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rache der Sith" klar auf Platz 3 meiner Rangliste aller Star Wars Filme. Toll wie die Star Wars Atmosphäre eingefangen wird. Wir hatten einen Tag vorher noch "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" geguckt und es war als würde man einfach weitergucken... bis auf die "leicht" gealterten alten Helden... ;-)

Das einzige was mir nicht so gefallen hat war 1. diese pseudo Nazi-Aufmarsch-Szene, die war meiner Meinung nach etwas zu übertrieben und hat nicht zum Stil des Films gepasst und 2. waren die Lichtschwert-Kämpfe lange nicht so gelungen inszeniert wie in den Teilen 1-3, was aber auch daran gelegen haben kann das keiner der Helden komplett bzw. gar nicht ausgebildet ist... also warten wir mal ab wie das in den folgenden Teilen wird.

Das sind aber wirklich nur Kleinigkeiten in einem tollen Film. Ich hatte ein bisschen Sorge, da J.J. Abrams ja bei Star Trek besonders im 2. Film vom eigentlichen Feeling nicht viel übriggelassen hat... hat er hier zum Glück bestens hinbekommen
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f42425
#10 | 07. Jan 2016, 16:31
Der Film ist gut als Aktionfilm, jedoch als Star Wars Film total enttäuschend.

Das Feeling ist da und die ersten 30 Minuten sind wirklich gut, besonders der Auftritt von Kylo - Megageil -, doch 60 Minuten später mutiert dieser zu einer Memme, die Story passt nicht ins SW Universum, keiner kennt die Macht mehr, zu viele Zufälle und der Schluss ist so schlecht - Endkampf + die letzten 10 Sekunden... Es wird nichts erklärt und warum ist Luke da wo er ist?

Was ist nach Episode 6 passiert usw. Der ganze Kontext ist nicht stimmig und der Sunsucker ist ja nur lächerlich. Als ob man nach 2 Todessternen nichts gelernt hätte...

Die Charaktere dafür sind richtig gut. Rey, Finn, BB8, Po machen ihre Sache gut. Nur als Rey ihre Eingebung (Gedankenmanipulation)hat ist total unglaubwürdig.

Fazit: Wenn man keine Star Wars filme kennt, ist es gutes Popcornkino, was zum Schluss hin schlechter wird. J. J. Abrahams kann es halt nicht besser. Es ist viel von Teil 1 nachgemacht. Alles nur um kein Riskiko einzugehen.

Guter Film, mit leider unendlich viel verschenktem Potential, der es verpasst einem eine geschlossene Geschichte zu erzählen und nur Fragen hinterlässt.
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