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Fazit

Legend in der Filmkritik - Zwei gute Gründe für einen mäßigen Film

Tom Hardy spielt zwei Londoner Gangster-Brüder und liefert Legend damit eine doppelte Daseinsberechtigung. Verdient hat der Film diesen Schauspieler nicht.

Von Sarah Schindler |

Datum: 06.01.2016


Zum Thema » Neue Kino-Trailer Sehen, was bald im Kino läuft » Mehr Kino-News Alles rund ums Thema Kino Hollywood reanimiert das Genre der Gangster-Biopics. Erst Black Mass mit Johnny Depp, jetzt Legend mit Tom Hardy. Früher ging es dabei vor allem um das Wechselspiel aus Flair, zwielichtigen, aber eben doch meist charmanten Charakteren, subtiler Gesellschaftskritik und einem satirischen Blick auf die Ganovengepflogenheiten.

Heute scheint die stylische Umsetzung im Vordergrund zu stehen. Eine oberflächliche und schon tausendmal gesehene Geschichte, die sich kaum mit ihren Hauptfiguren auseinander setzt. Das gilt zumindest für die Lebensverfilmung der Kray-Brüder.

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Faszinierende Unterwelt

Legend in der Filmkritik : Tom Hardy spielt in Legend die beiden Brüder Ronald und Reginald Kray. Und die könnten kaum unterschiedlicher sein. Tom Hardy spielt in Legend die beiden Brüder Ronald und Reginald Kray. Und die könnten kaum unterschiedlicher sein. Ronald und Reginald Kray (Tom Hardy), eineiige Zwillinge, beherrschen das Londoner East-End in den Sechzigern. Die skrupellosen Brüder haben sich ein Imperium, inklusive zweifelhaftem Ruf aufgebaut.

Während Reggie der charmante Kopf der Operation ist und die Zügel zwar durchaus auch mit Gewaltexzessen in den Händen hält, knallt Ronny regelmäßig völlig durch und torpediert damit meist die Pläne seines Bruders.

Als wäre das nicht schon genug Aufregung, tritt in Reggies Leben auch noch Frances (Emily Browning), die so komplett anders ist, als die Welt der beiden Brüder. Als sie dann auch noch erwartet, dass sich Reggie für sie und gegen sein korruptes Imperium entscheidet, wird nicht nur sein gerade aus der Psychatrie entlassener Bruder Ronny zum Problem.

Mythos und Wahrheit

Die Geschichte um die beiden Brüder könnte verworrener, tragischer und verrückter kaum sein. Übermächtige Mutter, Psychopathendasein mit Hang zur Überkompensation und Gewaltexzessen. Wer mehr über die Hintergründe, warum die Brüder so waren, wie sie waren, erfahren möchte, der sollte sich entweder mit einem entsprechenden Buch (The Krays: A Violent Business) beschäftigen oder sich »The Krays« von Peter Medak ansehen.

Denn US-Regisseur und Drehbuchautor Brian Helgeland, verantwortlich unter anderem für das Drehbuch von L.A. Confidential, legt in Legend mehr Wert auf Stil und Romantisierung, denn Wahrhaftigkeit und Psychoanalyse. Er passt sich damit zwar dem an, was Scorsese mit Goodfellas erschaffen hat, nämlich der Darstellung von Coolness und Flair der goldenen Gangster-Jahre, verliert aber leider den Blick auf die Brüder und kommt so nicht ansatzweise an das heran, was seine Vorbilder abgeliefert haben.

Legend
Es ist erstaunlich, wie überzeugend Tom Hardy die sehr unterschiedlichen Brüder verkörpert.
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VonneWuzHere
#1 | 06. Jan 2016, 20:09
Filmkritik zu Legend in der Filmkritik.

wenigstens die Überschrift hätte man noch einmal korektur lesen können
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madjonfan
#2 | 07. Jan 2016, 10:24
Spannende Kritik und sehr nachvollziehbar - beim Lesen habe ich den Eindruck, den Film selbst gesehen zu haben, ohne dass (gefühltermaßen) gespoilert wird. Hut ab, so funktionieren Film-kritiken für mich.

Naja, schade halt dass ich den Streifen jetzt erst auf Video sehen werde - hatte mich schon sehr drauf gefreut. Allerdings bestätigt der Artikel genau meine Befürchtungen...
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mrpino
#3 | 07. Jan 2016, 13:57
"wenigstens die Überschrift hätte man noch einmal korektur lesen können". Und du deinen Post, ehe du ihn los geschickt hast.
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Kinta
#4 | 07. Jan 2016, 14:11
Jo echt schade mit dem Film. Warum man hier als Erzähler die Frau von dem einen Bruder genommen hat, bzw warum überhaupt einen Erzähler muss man nich verstehen. Endloses Potential gehabt aber viel zu brav und der Fokus auf die Frau hat den Film leider grotten schlecht gemacht. Mehr als Tom Hardy kann man an diesem ekelhaften Machwerk echt nich loben.
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eclipZz
#5 | 07. Jan 2016, 14:15
gute Kritik
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