Final Fantasy IV: The After Years im Test - Review für WiiWare

Die Umsetzung eines japanischen Handy-Spiels als WiiWare Downloadtitel? Lest in unserem Test, ob das gut gehen kann.

von Jan Walenda,
16.06.2009 16:53 Uhr

Eine exklusive Final Fantasy Episode für Wii und das Ganze auch noch als Download für kleines Geld? Nicht ganz, denn so richtig neu ist Final Fantasy IV: The After Years nicht und wer das komplette Abenteuer erleben will, der muss auch noch ordentlich draufzahlen.

The After Years erschien bereits im Mai letzten Jahres unter dem Titel Final Fantasy IV the After: Tsiko no Kikan als episodischer Handy Download in Japan. Die Handlung des rundenbasierten Rollenspiels ist 17 Jahre nach FF IV angesiedelt. Der »alte Held« Cecil Harvey und seine Freundin Rosa Farrell haben mittlerweile geheiratet und regieren das Königreich Baron. Ihr schlüpft in die Rolle ihres Sohnes namens Ceodore, der wie sein Vater vor ihm für die Rotschwingen kämpft. Zu Beginn des Spiels werden diese Elitesoldaten von einem mysteriösen Feind fast komplett ausgelöscht. Als einziger Überlebender der Rotschwingen macht ihr euch also daran, das Geheimnis um den hinterhältigen Angriff zu lüften. Im Gegensatz zum optisch umstrittenen DS-Remake des Klassikers Final Fantasy IV ist The After Years komplett in 2D gehalten. Das mag Nostalgiker zwar begeistern, im Endeffekt wird aber nicht mehr geboten als GBA-Optik in 16:9. Auch sonst sind die Neuerungen eher marginal: Genau wie in Chrono Trigger könnt ihr die Fähigkeiten eurer Party-Mitglieder jetzt in so genannten Band-Moves bündeln. Ihr verknüpft so die Fähigkeiten von bis zu fünf Charakteren und lasst mächtige Combo-Attacken auf eure Gegner los. In Gefechten solltet ihr außerdem auch die Mondphasen berücksichtigen – der Stand des Trabanten wirkt sich nämlich unter anderem auf eure Fähigkeiten aus. So ist der Schwertkampf bei Vollmond beispielsweise weniger effektiv, wohingegen die Schwarze Magie hier erst ihr volles Potential entfaltet.

Bestimmte Feinde tauchen ebenfalls nur zu entsprechenden Phasen auf. Die Auswirkungen des Mondes auf eure Fähigkeiten werden im Kampfmenü jederzeit farblich dargestellt, was dem Spielelement seinen Reiz nimmt. Auch ohne auf den Mond zu achten wisst ihr immer, was von ihm beeinflusst wird. Das Hauptaugenmerk von The After Years liegt eindeutig auf der epischen Story. Um diese komplett zu erleben, müsst ihr dank Nintendos »Pay&Play« allerdings sehr tief in die Tasche greifen. In den nächsten Monaten werden nämlich zunächst sieben Zusatzepisoden zum Preis von je 300 Wii Points erscheinen, welche die Geschichten bekannter Figuren wie Edge, Palom oder Rydia erzählen. Als Abzock-Finale erscheint dann am 11.09. der letzte Story-Schnipsel zum erneuten Preis von 800 Wii Punkten. Ihr solltet euch gut überlegen, ob euch die neue Story mit großteils bekannten Szenarien und Charakteren und wenig spielerischen Neuerungen stolze 3700 Wii-Punkte wert ist. Wir empfinden diese Geldmache schlichtweg als eine Frechheit, noch dazu müsst ihr mit englischen Bildschirmtexten vorlieb nehmen.

Final Fantasy IV: The After Years
Preis: ca. 8 Euro (800 Punkte)
Spieler: Einer
HD optimiert: nein
Speicherplatz: 129 Blöcke
Entwickler: Matrix Software
Hersteller: Square Enix
USK: ab 6 Jahren
Wertung: **


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