For Honor - Spieler sauer wegen teurer Emotes

Ubisoft hat gegen In-Game-Währung freischaltbare Emotes in For Honor eingebaut - sehr zum Missfallen vieler Spieler.

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In der vergangenen Woche war es noch Helmschmuck, diese Woche hat Ubisoft neue Emotes und Animationen für die verschiedenen Helden seines Multiplayer-Actionspiels For Honor veröffentlicht. Soweit so gut - schließlich sind diese kosmetischen Inhalte zumindest theoretisch völlig kostenlos zu haben.

Freischalten können Spieler diese nämlich mit der In-Game-Währung Stahl und die lässt sich durch das Erledigen der Tagesbefehle und das Spielen selbst verdienen. Einzig und alleine: An der Preisgestaltung scheiden sich offensichtlich die Geister.

Massive Kritik an der Preisgestaltung

7.000 Einheiten Stahl verlangt Ubisoft nämlich - und zwar für jedes einzelne der insgesamt zwölf neuen Emotes. Dem Empfinden zahlreicher Spieler nach ist das deutlich zu viel. Und so äußert sich mittlerweile unter anderem auf dem Social-News-Aggregator Reddit reichlich Unmut.

Wie dort verschiedene Nutzer anführen, liegt der tägliche Stahlverdienst bei ein bis zwei Stunden täglicher Spielzeit bei etwa 1.200 Einheiten - vorausgesetzt, alle Befehle und Aufträge werden erfüllt. Insgesamt wären also bis zu sieben Spieltage notwendig, um den zur Freischaltung benötigten Stahl zu verdienen. Und das nur für eine einzige Animation.

Basierend auf dieser aktueller Preisgestaltung ist davon auszugehen, dass neue Helden-Klassen ähnlich wie in Rainbow Six: Siege bis zu 25.000 Stahl kosten - ein durchschnittlicher Spieler müsste in diesem Fall also fast einen Monat lang jeden Tag 1-2 Stunden spielen, um zumindest einen der insgesamt sechs geplanten neuen Charaktere freizuschalten.

Grinding oder Mikrotransaktionen

Hinzu kommen noch diverse weitere nur durch Stahl freischaltbare Inhalte. Wie derselbe Nutzer errechnet hat, bedarf es für das Freischalten aller Zusatz-Inhalte (Emotes, Exekutionen, Outfits, Ornamente etc.) für nur einen einzigen Helden 91.500 Stahl. Auf alle zwölf aktuellen Helden hochgerechnet wären das 1.098.000 Stahl - also mehr als sieben der 100 Euro teuren Stahl-Pakete, die es im In-Game-Shop zu kaufen gibt. Oder 915 Tage Grinding für einen Casual-Spieler (1-2 Stunden Spielzeit an 5-7 Tagen die Woche).

Der Vorwurf vieler Spieler: Ubisoft dränge die Käufer des Vollpreistitels geradezu dazu, weiteres Echtgeld für Stahl-Pakete auszugeben, um sämtliche Inhalte in einem angemessenen Zeitraum freizuschalten. Ihre Forderung: Der Stahl-Verdienst für das Spielen müsse deutlich erhöht werden - oder es müsse mehr passende Daily-Quests geben.

Andere Spieler kritisieren, dass das Fraktions-Material keinen wirklichen Nutzen habe und statt Stahl zum Beispiel für das Ändern des Item-Aussehend eingesetzt werden sollte. Aktuell kostet eine solche Design-Änderung rund 500 Stahl - also in etwa so viel, wie die beiden täglichen Quests einbringen (600 Stahl).

Allgemeine Unzufriedenheit entlädt sich an In-Game-Währung

Dabei ist es nicht nur die Stahl-Ökonomie im Spiel, die aktuell für schlechte Stimmung sorgt. An der Thematik scheint sich gerade einfach nur die Frustration vieler Spieler bezüglich der ständigen Verbindungsabbrüche zu entladen.

Seit der Veröffentlichung von For Honor kommt es insbesondere in 4v4-Partien immer wieder zu Timeouts, Lags und ganzen Spielabbrüchen oder Latenz-bedingten Rauswürfen einzelner Spieler. Ubisoft hat zwar bereits erste Maßnahmen ergriffen und mitgeteilt, sich der Probleme bewusst zu sein. Wirkliche Besserung ist bisher jedoch nicht eingetreten.

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