Grand Theft Auto 5 im Test - Die Perfektion der Perfektion

Da hat sich das Warten gelohnt: Rockstars Gangster-Epos GTA 5 erweist sich im Test auch auf PlayStation 4 und Xbox One als Ausnahmespiel – mit durchdachten Neuerungen und besserer Technik.

von Kai Schmidt,
20.11.2014 16:55 Uhr

Grand Theft Auto 5 - Grafikvergleich: PS3- gegen PS4-Version Grand Theft Auto 5 - Grafikvergleich: PS3- gegen PS4-Version

Es ist ein Wiedersehen mit alten Bekannten, als wir die PlayStation-4- und Xbox-One-Versionen von GTA 5 in die Konsolen schieben und sofort wieder in der Welt versinken, die uns bereits vor einem Jahr mit ihrer Schönheit und den Unmengen an Interaktionsmöglichkeiten gefangen nahm (ausführlicher Test der PS3- und 360-Versionen). Okay, wir versinken nicht sofort in der Welt, denn es dauert etwa eine halbe Stunde, bis die Spieldateien inklusive Day-One-Patch auf die Festplatte der Konsole kopiert sind.

Schöne neue Videospielewelt! Doch wenn das erst einmal geschafft ist, hält uns nichts davon ab, die Umgebung von Los Santos ausgiebig zu erkunden. Wie schon in den Last-Gen-Versionen steht uns Blaine County mit all seinen Attraktionen wie den Gebirgszügen, den Stränden und der heruntergekommenen Hinterwäldlersiedlung in der Wüste schon von Beginn an komplett offen.

Wir pfeifen zunächst auf die spannende Story um Franklin, Michael und Trevor, erkunden stattdessen die Stadt, die Berge und sogar den Meeresgrund vor dem Del Perro Pier. Und zwar vorzugsweise in der neuen, jederzeit zuschaltbaren Ego- beziehungsweise Cockpitperspektive.

Was ist mit GTA Online?
Wie bei den Last-Gen-Versionen ist auch auf PlayStation 4 und Xbox One der Modus GTA Online enthalten. Darin könnt ihr im stark aufgemotzten Charaktereditor einen Gangster erschaffen und mit Freunden zusammen durch die komplette Welt des Hauptspiels ziehen. Sämtliche Updates, die der Online-Modus auf der letzten Konsolengeneration erfahren hat, sind bei der Next-Gen-Version bereits integriert, ein Heists-Update soll demnächst folgen. Die Wertung für GTA Online reichen wir in Kürze nach.

Die 3 besten Dinge an GTA 5 für PS4 und Xbox One - Special: Das gefällt uns am Next-Gen-GTA Die 3 besten Dinge an GTA 5 für PS4 und Xbox One - Special: Das gefällt uns am Next-Gen-GTA

GTA 5
Genre: Action
Release: 18.11.2014

Hinterm Steuer

Es ist schon cool, die verschiedenen Karren aus der neuen, liebevoll gestalteten Cockpitansicht über die stellenweise ziemlich in Mitleidenschaft gezogenen Straßen zu lenken. Anfangs erfordert das noch etwas Übung, da GTA 5 möchte, dass wir uns wie in einem echten Auto verhalten. Logisch, denn die nun fehlende Übersicht der Außenperspektive machen wir nur wett, indem wir uns immer wieder frei umsehen.

Die Cockpits der Fahrzeuge sind individuell modelliert. Leider sind die Rückspiegel blind.Die Cockpits der Fahrzeuge sind individuell modelliert. Leider sind die Rückspiegel blind.

Ach ja: Schulterblick nicht vergessen! Wer einfach nur stur geradeaus schaut, wird es gerade an viel befahrenen Kreuzungen schwer haben, ohne größere Blechschäden davon zu kommen. Zumal der Verkehr nun im Vergleich zu den alten Versionen etwas dichter geworden ist. Aber so ist das nun mal in der Großstadt.

Zwar konnte man auch in den Last-Gen-Versionen Unterschiede beim Handling der Fahrzeuge ausmachen, doch durch die Cockpitperspektive fühlt sich jedes Auto nun wirklich deutlich anders an. Es macht eine Menge aus, ob man im Sportflitzer beinahe auf dem Asphalt hockt, oder ob man im mächtigen Truck hoch über allem thront.

Wer von den Blechkolonnen und dem Smog genug hat, darf natürlich jederzeit aufs Land fahren, was wir auch prompt tun, nachdem wir durch die Missachtung einer roten Ampel wieder einmal eine Massenkarambolage verursacht haben. Wir suchen ein neues Fahrzeug - ah, der schwarze Chevy-Impala-Verschnitt kommt uns gerade recht - zerren die protestierende Fahrerin auf die Straße und heizen zu den Klängen von »Carry on Wayward Son« auf Los Santos Rock Radio davon, einer von sage und schreibe 162 neuen Songs, die den großartigen Soundtrack noch einen Zacken cooler und abwechslungsreiche machen. »Übernatürlich« gut. Wer die Anspielung versteht, kommt in unser Buch der coolen Leute.

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