GRID 2 im Test - Abgespecktes Nachfolgemodell

Unser Test zeigt: GRID 2 läuft zwar wieder mit reichlich Spielspaß vom Band, verzichtet aber auf die tolle Sonderausstattung des Vorgängers.

von Tobias Veltin,
28.05.2013 15:10 Uhr

GRID 2 - Test-Video für PlayStation 3 und Xbox 360 GRID 2 - Test-Video für PlayStation 3 und Xbox 360

Patrick Callahan hat einen Traum. Der ebenso fiktive wie superreiche Rennsportverrückte will in GRID 2 die beste Rennserie der Welt gründen, völlig unabhängig von Autoklassen oder Kontinenten. Eine weltweite Vereinigung aus talentierten Bleifüßen, aus der sich nach und nach der beste Fahrer der Welt herauskristallisieren soll. Und da der gute Patrick offensichtlich genügend Asche auf dem Konto hat, ruft er kurzerhand die World Series Racing, kurz WSR, ins Leben. Aber wie das anfangs meistens so ist, fehlt's der frisch aus dem Ei geschlüpften Rennserie an Bekanntheit und Zuspruch. An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Als aufstrebender Fahrer bittet uns Callahan, die Werbetrommel für die WSR zu rühren und die besten Rennteams der Welt ins Boot zu holen.

Der Karrieremodus von GRID 2 wirft uns zu Beginn ins kalte Wasser, nach einer kurzen Einführung samt Namens- und Nationalitätsauswahl für unseren Flitzer sowie einer lockeren Trainingsrunde geht's direkt in die ersten Rennen, in denen wir so viele Fans wie möglich auf unsere Seite bekommen sollen - die »Währung« des Spiels. Das weltbeste Rennspiel ist GRID 2 derweil nicht geworden - wohl aber ein unterhaltsamer Bolidenritt in klassischer Codemasters-Manier.

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GRID 2
Genre: Sport
Release: 31.05.2013

Puzzeln bei 200 km/h

Der Karrieremodus von GRID 2 könnte klassischer kaum ausfallen. Unsere Garage (die wir später in der Karriere mehrfach wechseln) dient als Zentrale, hier begutachten wir unser aktuelles Auto und gewonnene Trophäen oder wählen am Computer das nächste Event aus. Die Karriere ist dabei auf insgesamt fünf Saisons ausgelegt, jede einzelne davon bietet mehrere Rennevents und Herausforderungen auf der ganzen Welt. Je besser wir in den Rennen abschneiden, desto mehr Fans jubeln uns zu, twittern über uns oder schreiben Foreneinträge. Das macht die WSR bekannter und öffnet unserem Raser-Neuling Tür und Tor zu weiteren Events.

Die entpuppen sich als ziemlich abwechslungsreich, neben klassischen Rundkursrennen bestreiten wir unter anderem Duelle gegen lediglich einen Konkurrenten, Überhol-Herausforderungen, Eliminationsrennen, bei denen der jeweils letzte Fahrer nach einer gewissen Zeit ausscheidet, sowie Fahrten gegen den härtesten aller Gegner - die Zeit. Besonders cool sind die sogenannten »Live-Route-Rennen«. Hier setzt sich der Streckenverlauf in einer Stadt in einem Rennen zufällig neu zusammen, sodass man nie weiß, was als Nächstes passieren wird.

GRID 2 - »Live Routes«-Trailer erklärt die Zufallsstrecken GRID 2 - »Live Routes«-Trailer erklärt die Zufallsstrecken

Dennoch zieht sich GRID 2 gerade anfangs wie alter Kaugummi, was an der Wiederholung der immer selben Strecken liegt. In einer Saison fahren wir bestimmte Kurse teilweise mehrere Male und oft auch direkt hintereinander. Das enttäuscht, zumal die Pistenauswahl alles andere als klein ausfällt - wir -flitzen über knapp 80 Kurse (Variationen mitgezählt), zum Beispiel durch Paris, Barcelona, Dubai, die Côte d'Azur, über den Red Bull Ring in Österreich oder eine Küstenstraße im sonnigen Kalifornien.


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