Hitman HD Trilogy im Test - Auch Auftragskiller altern

Der lautlose Assassine ist in die Jahre gekommen. Wir verraten in unserem Test, ob sich das hochauflösende Comeback des Meuchelmörders in der Hitman HD Trilogy für PlayStation 3 und Xbox 360 heute noch lohnt.

von Antonia Seitz,
07.02.2013 13:03 Uhr

Hitman HD Trilogy - Test-Video zur Neuauflage Hitman HD Trilogy - Test-Video zur Neuauflage

HD-Neuauflagen von Spieleserien der letzten Konsolengeneration erfreuen sich ja immer größerer Beliebtheit. Egal ob Lara Croft, Sam Fischer oder das Heldenduo Ratchet und Clank – jeder kriegt eine HD-Frischzellenkur verpasst, ob er will oder nicht.

Auch Agent 47 ist inzwischen in die Jahre gekommen, und erhält deswegen ein hochauflösendes Lifting in Form der Hitman HD Trilogy. In der erwarten uns allerdings nicht die ersten drei Teile der Serie: Wie schon bei der Metal Gear Solid HD Collection fehlt auch dem lautlosen Assassinen der Auftakt der Reihe.

Der erste Teil Hitman: Codename 47 erschien im Jahr 2000 nur für den PC, und statt sich die Arbeit einer Adaption zu machen, legt Square Enix der HD-Collection nur Hitman 2: Silent Assassin, Hitman: Contracts und Hitman: Blood Money sowie die Hitman Sniper Challenge bei, die Vorbesteller von Hitman: Absolution mit zum Spiel bekommen hatten.

Der lautlose Mörder

In der Hitman-Reihe schlüpfen wir in den perfekt sitzenden Anzug eines glatzköpfigen Auftragskillers mit dem Codenamen Agent 47. Der lautlose Mörder mit dem Strichcode am Hinterkopf ist ein Meister der Verkleidung, bekommt seine Aufträge von »der Agentur« und geht stets leise, unauffällig und diskret vor. Seine liebste Waffe: die Klaviersaite, dank der die Opfer außer einem Gurgellaut keine verräterischen Geräusche machen.

Mit der Klaviersaite erledigen wir unsere Opfer lautlos.Mit der Klaviersaite erledigen wir unsere Opfer lautlos.

Bereits zu Beginn von Silent Assassin wird schnell klar, dass wir mit hirnlosem Geballer nur schwer durch die Levels kommen: Die Wachen sind meist in der Überzahl, und ausreichend Muntion für eine ganze Villa voll Verbrechern lässt sich in dem schicken Anzug nicht verstauen. Der zweite Teil der Serie startet in einem Kloster. Agent 47 hat sich nämlich zur Ruhe gesetzt und möchte nun für die Sünden seiner Vergangenheit büßen.

Sein einziger Vertrauter ist Emilio Vittorio, der Priester des Klosters. Doch der Frieden währt nicht lange. Die Mafia wird auf den Auftragsmörder aufmerksam und entführt Emilio. Notgedrungen kehrt 47 zu seiner ehemaligen Profession zurück, um seinen Freund zu retten. Noch nie ein Hitman gespielt? Dann bietet Hitman 2 einen guten Einstieg in die Serie.

Die Qual der Wahl

Die Missionen laufen alle ziemlich ähnlich ab: Wir bekommen einen Auftrag, in dem wir eine oder mehrere Zielpersonen ausschalten müssen. Dafür werden wir an den Rand eines weitläufigen Gebiets gesetzt und suchen uns unseren eigenen Weg nach drinnen.

Schleichen ist eins der wichtigsten Elemente der Reihe. Leider geht das im zweiten Teil noch sehr schwerfällig. Schleichen ist eins der wichtigsten Elemente der Reihe. Leider geht das im zweiten Teil noch sehr schwerfällig.

Meist gibt es unzählige Möglichkeiten, ans Ziel zu kommen: Erledigen wir den Lebensmittellieferanten, schnappen uns seine Uniform, verstecken unsere Waffen im Obstkörbchen und laufen unbemerkt an den Wachen vorbei in die Küche, mischen Gift in den Eintopf und warten dann einfach nur noch bis das Hausmädchen servieren geht und alles seinen Lauf nimmt?

Oder schleichen wir uns an den Blumenlieferanten heran, erdrosseln ihn mit der Klaviersaite, stolzieren geradewegs ins Haupthaus, verstecken uns im Schrank vor der Bürotür unseres Opfers, warten bis er herauskommt und erledigen ihn dann mit der schallgedämpften Pistole? Die Auswahl an möglichen Herangehensweisen ist bereits im zweiten Teil riesig und begeistert von Spiel zu Spiel mehr.

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