I Am Alive im Test - 2012 geht die Welt tatsächlich unter

Einsamkeit, Angst und Ressourcenknappheit - Die Welt ist beinahe zerstört und wir begeben uns im Test zu I Am Alive für XBLA auf die waghalsige Suche nach unserer Familie.

von Antonia Seitz,
07.03.2012 17:20 Uhr

Genau wie es die Mayas vorhergesehen haben: 2012 steht uns der Weltuntergang bevor, und das mit satten drei Jahren Verspätung. Denn schon 2009 sollte das postapokalyptische Action-Adventure I Am Alive in den Läden stehen. Nach einem spontanen Entwicklerwechsel vor einigen Jahren verschob sich aber nicht nur der Erscheinungstermin, sondern auch der Schauplatz und der Umfang – der Überlebenskampf ist jetzt nur noch als Download erhältlich.

I Am Alive - Die ersten 10 Minuten I Am Alive - Die ersten 10 Minuten

I Am Alive
Genre: Action
Release: 07.03.2012

Pokerface!

In der Haut eines Vaters, der während einer verheerenden Katastrophe von seiner Familie getrennt wurde, kehren wir in die zerstörte Metropole Haventon zurück, um unsere Liebsten zu finden. Die postapokalyptische Welt ist geplagt von Dreck, Armut, Anarchie und Angst. Schnell stellen wir fest, dass jeder nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist und die düstere Umgebung macht es uns leicht, dieses Verhalten zu übernehmen.

Ausgerüstet sind wir gerade mal mit dem Nötigsten: Eine Taschenlampe, eine Notration, eine Machete und eine Pistole sichern unser Bestehen. Das Ziel ist es, mit wenigen Mitteln möglichst weit zu kommen, ähnlich wie im Survival-Klassiker Silent Hill.

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Allerdings schickt uns I Am Alive nicht einfach in den blutigen Überlebenskampf, sondern gibt uns Interaktionsmöglichkeiten mit den Menschen, die uns bedrohen: So schüchtern wir manche Widersacher durch den bloßen Anblick unserer Waffe ein und machen sie so unschädlich -- ganz ohne Blut zu vergießen.

Wir geben uns als unbewaffnet aus, um zu warten bis sich ein Angreifer nähert und erledigen ihn dann. Doch längst nicht jeder fällt auf einen billigen Bluff rein, darum müssen wir die Reaktionen des Gegenübers genau beobachten. Oftmals verteidigen Bürger nur ihr Gebiet und geben sich schon mit einem unterwürfigen Rückzug zufrieden -- also warum unnötig Ärger machen?

Ressourcenmanagement!

Innovative Ansätze gibt es nicht nur in der Konfrontation mit anderen Menschen: Neben Munition und Nahrung sollten wir auch mit unserer Ausdauer haushalten. Die schwindet zum Beispiel, wenn wir rennen oder klettern, wodurch die Flucht vor einem Aschesturm oder das Erklimmen eines Gerüsts zur nervlichen Zerreißprobe werden.

Auch ohne Munition schüchtern wir unseren Gegner ein und befördern ihn mit einem gezielten Tritt in die Tiefe.Auch ohne Munition schüchtern wir unseren Gegner ein und befördern ihn mit einem gezielten Tritt in die Tiefe.

Denn wenn wir nicht schnell einen Ruhepunkt finden, schwindet nach der Ausdauerleiste ganz flott die Lebensanzeige und wir müssen zurück zum letzten Checkpoint. Da treffen wir dann auf ein Element, dass nicht ganz zu der stimmigen, bedrückenden Atmosphäre im Spiel passt: Wiederherstellungspunkte sind nur begrenzt verfügbar, wir erhalten sie, wenn wir zum Beispiel Hilflosen Personen mit unseren Rationen aushelfen.

Dafür bekommen wir auch Punkte die uns in der Online-Rangliste nach oben befördern. Passend für das Arcade-Gefühl, aber nicht ganz so stimmig im Spiel, denn eigentlich soll uns unser Gewissen dazu bringen anderen zu helfen und nicht die Wertungspunkte.


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