Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! im Test - Fußball-Rollen-Spiel

Eine Welt ohne Fußball gilt es in Inazuma Eleven: Team Oger greift an! zu verhindern. Im Test erweist sich das als überaus spaßig.

von Tobias Veltin,
27.02.2014 14:30 Uhr

Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! bildet den Schluss des dritten Serienteils (Vorgänger: Kettenblitz und Explosion). Hauptfigur ist wieder der Torwart Mark Evans, der zu den talentiertesten Fußballspielern Japans zählt. Er und eine ganze Reihe anderer Jugendlicher werden von Trainer Hillman in Tokio zusammengetrommelt. Hillman plant die Teilnahme an der Jugend-Weltmeisterschaft namens Football Frontier International und sucht dafür die besten Ballakrobaten des Landes.

In der Zukunft ist man von dieser Idee aber nicht sonderlich begeistert. Da wird Japan nämlich von einer schweren Seuche heimgesucht, und Fußball soll daran die Schuld tragen. Deswegen schickt man das namensgebende Team Oger in die Vergangenheit, um Mark Evans und sein Team aufzuhalten. Und um gleich mal den Fußball aus der Welt zu tilgen. Klingt nicht nur herrlich japanisch durchgedreht, ist es auch.

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Inazuma Eleven 3
Genre: Rollenspiel
Release: 14.02.2014

Rollenspiel-Fußball-Mix

Nichtkenner der Serie dürfte der Spieleinstieg mit zig Namen und Verbindungen überfordern, zudem baut Team Oger teilweise auf dem ersten Inazuma-Film »Inazuma Eleven the Movie: The Invasion of the Strongest Army Ogre« auf, ein weiterer Stolperstein für Neulinge. Auch wenn die Story ziemlich gut erzählt ist - bei den vielen Charakteren dürfte der ein oder andere schnell den Überblick verlieren.

Das Spielprinzip ist aber schnell verinnerlicht. Auch Team Oger mixt wie die Vorgänger Rollenspiel- und Fußballelemente und lässt uns als Mark Evans auf einer Übersichtskarte Items entdecken, mit Leuten sprechen Fußballer rekrutieren (insgesamt können wir knapp 2.000 Spieler treffen und rekrutieren) oder für das nächste Spiel trainieren.

In den einzelnen Arealen der Spielwelt sprechen wir mit Leuten und rekrutiert neue Spieler.In den einzelnen Arealen der Spielwelt sprechen wir mit Leuten und rekrutiert neue Spieler.

Das Spiel setzt uns oft Ziele wie »Spreche mit XY!« oder »Gehe zu Z!« vor, die Latscherei zu den einzelnen Punkten nerven schon nach kurzer Zeit. Dafür machen die eigentlichen Fußballpartien eine Menge Spaß. Mit dem Stylus steuern wir unsere Kicker über das Feld, treffen wir auf einen Gegenspieler, können wir entweder wählen, ob wir ihn austricksen oder abdrängen wollen.

Der Ausgang eines Zweikampfs wird über Statuspunkte und verschiedene Werte entschieden, diese verbessern wir durch regelmäßiges Training. Ein Highlight in den Partien sind die Spezialmanöver, mit denen wir zum Beispiel einen Drachenschuss entfachen, der dann bei richtiger Anwendung den Torwart mit in die Kiste fliegen lässt.

Jeder Spiele hat besondere Stärken und Schwächen, die es zu nutzen gilt.Jeder Spiele hat besondere Stärken und Schwächen, die es zu nutzen gilt.

Team Oger greift an! erweitert das Angriffsportfolio unter anderem mit »Engelsreich« (dem Gegner wird mit einer riesigen Lichtsäule der Ball abgenommen) und der »Schattensturm« (drei Spieler schießen gleichzeitig den Ball, der dann umgeben von Stacheln aufs Tor zischt). Das erinnert an Tsubasa Ohzora und sein Team aus »Die tollen Fußballstars«. Die Matches erfordern eine gewisse Einarbeitungszeit, wer sich reinfuchst, wird aber schnell mit Erfolgserlebnissen belohnt.

Optisch gibt sich Team Oger greift an! vor allem in den zu-Fuß-Abschnitten recht trist, unverständlich ist auch, warum auf dem oberen Bildschirm stets die Karte eingeblendet wird. Dadurch fehlt ein gelungener 3D-Effekt, immerhin gefallen die bereits erwähnten Spezialmanöver und die schicken Anime-Sequenzen. Lobenswert außerdem: Große Teile des Spiels wurden auf Deutsch vertont. Zwar klingen viele Sprecher etwas übermotiviert, das passt allerdings hervorragend zum abgedrehten Szenario.

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