iPod touch, 5. Generation im Test - Mehr als ein MP3-Player

Vollwertiger Ersatz für eine Handheld-Konsole oder doch nur MP3-Player mit Minispielchen? Wir testen die neueste Generation des iPod touch.

von Markus Schwerdtel,
25.10.2012 14:43 Uhr

Den iPod Touch gibt es in fünf Farben.Den iPod Touch gibt es in fünf Farben.

Böse Menschen behaupten ja, der iPod Touch wäre im Grunde nur ein iPhone für Arme. Schließlich bietet das Gerät nahezu alle Möglichkeiten des Apple-Telefons, kostet aber deutlich weniger. Mit dieser Bezeichnung geschieht dem iPod touch aber Unrecht, schließlich liefert Apple nun schon in der fünften Generation einen der besten und leistungsfähigsten Mediaplayer. Wir haben uns die aktuelle Auflage des iPod touch genauer angeschaut.

Alu mit Warze

Schick ist er, der iPod touch der fünften Generation. Von vorne ist er auf den ersten Blick kaum vom aktuellen iPhone 5 zu unterscheiden, das im Vergleich zum Vorgänger deutlich längere 4-Zoll-Display prägt die Front. Nur der typische Home-Button und das Loch für die Frontkamera (dazu später mehr) durchbrechen die glatte Glasfläche. Eine angenehm anzufassende Aluminium-»Wanne« mit abgerundeten Kanten bildet die Rückseite des Gerätes.

Allerdings stören zwei Besonderheiten die makellose Anmutung des Gehäuses: Da ist zum einen ein runder Button am unteren Rand. Drückt man ihn, springt er etwas aus dem Gerät heraus, damit sich das beigelegte Trageband befestigen lässt. Schlingt man sich das ums Handgelenk, ist der iPod etwa beim Sport vor dem Herunterfallen gefeit. An diesem Bändchen werden sich die Geister wohl scheiden: Für die einen ist es eine praktische Ergänzung, die man vielleicht auch beim iPhone gut brauchen könnte. Für die anderen ist es ein unnützes Mätzchen, das nur das ansonsten glatte Erscheinungsbild stört.

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Eindeutig negativ ist uns dagegen die Kameralinse aufgefallen. Deren Rand steht nämlich etwa einen halben Millimeter aus dem Gehäuse hervor. Das schützt die Linse zwar etwas vor Kratzern, die Warze am Gerät sieht aber nicht besonders schick aus. Mal ganz davon abgesehen, dass der Rand zum ständigen dran Rumfingern verleitet, was zu Fingerabdrücken auf der Kamera führt.

Schlank, leicht, dünn, teuer

Die neuen Apple-Ohrstöpsel liegen angenehmer im Ohr und haben einen besseren Klang als die Vorgänger.Die neuen Apple-Ohrstöpsel liegen angenehmer im Ohr und haben einen besseren Klang als die Vorgänger.

Traditionell ist der iPod touch deutlich dünner und leichter als das iPhone der jeweiligen Generation. Da macht auch der Neue keine Ausnahme: Nur 6,1 mm ist das Gerät dick, 1,5 mm weniger als das iPhone 5. Das gilt erst recht für das Gewicht. Der neue iPod touch wiegt nur 88 Gramm, 13 Gramm weniger als sein Vorgänger, 24 Gramm weniger als das iPhone 5. Auf dem Papier ist das nicht viel, im »Handgefühl« merkt man diese Unterschiede jedoch deutlich. Für jeden sichtbar sind dagegen die sechs Farben, in der das Gerät zu haben ist. Egal ob gelb, pink, blau, rot beziehungsweise einfach nur schwarz oder weiß, sämtliche Lackierungen sehen auf der aufgerauten Alu-Oberfläche sehr gut aus – zumindest bis zu den ersten Kratzern.

Anders als bei den Vorgänger-Modellen gibt es den neuen iPod touch nur noch mit 32 oder 64 GByte, eine 16 GByte-Variante wie noch in der vierten Generation entfällt. Das scheint angesichts hochauflösender Fotos, Filme und Spiele sinnvoll. Es bedeutet aber auch, dass der Einstiegspreis für den iPod touch auf 319 Euro in der 32 GByte-Fassung gestiegen ist. Damit verliert der Vorwurf vom »iPhone für Arme« dann doch an Gewicht, für die große Variante werden sogar 419 Euro fällig. Eine taschengeld-freundliche Anfänger-Version hat Apple nicht mehr im Sortiment.


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