Kingdom Come: Deliverance - So funktioniert das Stealth-Gameplay in Kingdom Come

Es muss nicht immer Schwertkampf sein. Auf der Gamescom in Köln haben wir gesehen, dass auch Leisetreter in Kingdom Come erfolgreich sein können – zum Beispiel mit Gulasch.

von Tobias Veltin,
19.08.2016 15:35 Uhr

Direkte Konfrontationen sind unnötig, wenn wir etwas leiser vorgehenDirekte Konfrontationen sind unnötig, wenn wir etwas leiser vorgehen

Kingdom Come: Deliverance versetzt euch im nächsten Jahr auf eine riesige mittelalterliche Open-World-Spielwiese, in der ihr als Sohn eines Schmiedes den Tod seiner Familie rächen wollt. Das klingt nach einem blutigen Rachefeldzug mit Schwertern und Schild, Kingdom Come lässt uns aber freie Hand, wie wir die einzelnen Aufträge und Missionen erledigen wollen. Bei einer Gameplay-Präsentation auf der Gamescom in Köln sehen wir zunächst Details zum Kampfsystem des Spiels – zum Beispiel, dass bestimmte Rüstungen manche Schläge anders abblocken oder dass man nicht mehr ausholen kann, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht – interessanter sind aber die Stealth-Mechaniken.

Ein wichtiges Utensil ist zum Beispiel der Dolch. Mit dem können wir uns leise an unser Opfer heranschleichen und dann mit einem gezielten Klingenstoß erledigen, das macht zudem weniger Lärm, als zum Beispiel mit einer Hellebarde auf den Feind einzudreschen. Für die Tarnung machen wir uns wiederum das Auswahlmenü zunutze. Dort können wir unserer Spielfigur verschiedene Schichten von Klamotten und Rüstungen anziehen, je nach Farbgebung ist man zum Beispiel in Waldgebieten (die übrigens fantastisch aussehen) nur noch schwer zu erkennen.

Auf diese Weise schleichen wir uns an den Wachposten eines Lagers heran, das wir infiltrieren sollen. Ein kurzer Dolchstoß und der Kerl ist erledigt. Damit die anderen keinen Verdacht schöpfen, müssen wir die Leiche im hohen Gras verstecken. Was aber noch besser ist: Wir können uns die Klamotten unseres Opfers schnappen, um unerkannt ins Lager zu kommen.

Lern Ungarisch!

Doch zu früh gefreut. Trotz unserer Kostümierung samt schickem Mundschutz werden wir von der Wache am Tor auf Ungarisch angesprochen. Wir könnten jetzt darauf reagieren und einfach nur nicken, versuchen weiterzugehen (was keine gute Option wäre) oder versuchen selbst ein paar Brocken ungarisch zu sprechen. So wir es denn gelernt haben: In Kingdom Come lässt sich die Sprachkenntnis als einzelner Skill verbessern, was uns dann wiederum in solchen Situationen hilft.

Dank unserer holprigen Ungarisch-Kenntnisse kommen wir tatsächlich an der Wache vorbei. Die coolste Szene der Präsentation passiert dann im Innenraum des Lagers. Wir schleichen uns an einen Topf mit dampfender Gulaschsuppe heran. Wir könnten die Mahlzeit jetzt zum Beispiel mit einem Apfel noch schmackhafter machen, aber warum sollten wir das tun, wenn wir gleichzeitig auch eine kleine Flasche mit Gift dabei haben?

Deshalb kippen wir die grünliche Flüssigkeit in den Topf und warten ab, was passiert. Nach kurzer Zeit haben sich mehrere Wachen am Gulasch gütlich getan und wanken stöhnend und von Magenkrämpfen geplagt durch das Lager. Laut dem präsentierenden Designer muss das aber nicht zwingend passieren, denn je nach Situation oder auch Tageszeit werden die Wachen entweder essen oder nicht.

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