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Landwirtschafts-Simulator im Test - Und täglich grüßt der Ackerbau

Endlich gibt es den Landwirtschafts-Simulator auch für Xbox 360 und PS3, inklusive zusätzlicher US-Spielwelt. Wichtige Neuerungen im Vergleich zur PC-Fassung suchen wir im Test aber vergebens.

von Christian Fritz Schneider,
24.09.2013 11:44 Uhr

Landwirtschafts-Simulator - Launch-Trailer zur Konsolen-Version 1:02 Landwirtschafts-Simulator - Launch-Trailer zur Konsolen-Version

Qualität hat ihren Preis. Das gilt für Bio-Gemüse genauso wie für Konsolen-Spiele – sollte man meinen. Doch es gibt Ausnahmen. Der Landwirtschafts-Simulator kostet beispielsweise mit 40 Euro rund zwei Drittel eines Vollpreisspiels, die PC-Version schlägt mit der Hälfe eines Vollpreistitels zu Buche. Trotzdem ist die Serie nicht nur ein Verkaufserfolg sondern im Genre-Vergleich auch der unangefochtene Qualitätskönig.

Aber was heißt das schon, wenn man sich viele der anderen Berufs-Simulationen ansieht. Da reicht es, im Vergleich kein totaler Reinfall zu sein. Deshalb muss sich der Landwirtschafts-Simulator 2013 vergangenes Jahr im PC-Test auch keine große Mühe geben, um erneut als Genre-Primus vom - bzw. in diesem Fall aufs - Feld zu gehen. Jetzt kommt der Simulator nach iOS und Nintendo 3DS Versionen des Vorgängers auch auf die großen Konsolen - lediglich die Jahreszahl im Titel fehlt. Dafür gibt es in den Konsolenversionen neue Inhalte.

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Von Feld zu Feld

Der Landwirtschafts-Simulator ist sehr beliebt; die 2013-PC-Auflage hat deshalb auch gleich neue Vorbesteller-Rekorde für die Serie aufgestellt. Die große Fan-Basis kommt nicht von ungefähr: Das Spielprinzip ist motivierend und das ländliche Setting gut eingefangen. Das geht schon beim Bauernhof los, der im Landwirtschafts-Simulator 2013 größer und hübscher denn je ist, genau wie der Rest der komplett neuen und erneut frei begehbaren Spielwelt.

Neu in der Konsolenversion des Landwirtschafts-Simulators: Die Gemeinde Westbridge Hills. Der Bauernhof dort ist einer texanischen Farm nachempfunden.Neu in der Konsolenversion des Landwirtschafts-Simulators: Die Gemeinde Westbridge Hills. Der Bauernhof dort ist einer texanischen Farm nachempfunden.

Anders als in der PC-Version dürfen wirn icht nur im deutschen Städtchen Hagenstedt, sondern auch in amerikanischer Umgebung in der Gemeinde Westbridge Hills die Felder beackern. Unser Bauernhof hier ist einer texanischen Farm nachempfunden. Anfangs dürfen wir unsere Saatsorten allerdings nur auf einem kleinen Acker gleich neben unserem Hof verteilen. Andere Felder kaufen wir nach und nach dazu. Also rein in den Traktor, den Pflug angehängt und los geht der Bauern-Alltag. Wie und in welcher Reihenfolge wir ein Feld bearbeiten, haben wir zuvor in elf Tutorials gelernt. Wer jedoch zusätzlich zu den Tutorials noch eine kleine Einführung möchte, muss zunächst in Hagenstedt bleiben; in Westbridge Hills sind wir sofort komplett auf uns gestellt.

Mein Traktor, mein Pflug, meine Sämaschine

Im Karriere-Modus werden wir trotz der Einführungs-Missionen ziemlich unsanft ins kalte Wasser geworfen. Die Tutorials decken nämlich längst nicht alle Spielfunktionen ab. Wir stehen vor unserem Hof, unser Konto ist je nach Schwierigkeitsgrad mal mehr mal weniger gut gefüllt und der verfügbare Fuhrpark besteht aus den kleinsten und schwächsten Fahrzeugen und Geräten. Was wir als Nächstes tun, bleibt uns überlassen.

Damit wir den geernteten Weizen umladen können, müssen wir zuerst einen Traktor mit Anhänger bereitstellen.Damit wir den geernteten Weizen umladen können, müssen wir zuerst einen Traktor mit Anhänger bereitstellen.

Eine Spielerführung durch Missionsketten oder gar einzelne Szenarien, die uns bestimmte Situationen erklären, gibt es nicht. Besonders was die Optimierung der Feldarbeit mit später verfügbaren Geräten und die Tierzucht angeht, sind wir zunächst ziemlich ratlos und auf uns allein gestellt.

An Tiere sollten wir anfangs aber auch nicht denken. Deren Haltung und Versorgung ist teils aufwändig und verlangt nach großen Investitionen, besonders bei der Rinderzucht. Wir können uns zwar Geld von der Bank pumpen, dieses legen wir aber lieber in ein zusätzliches Feld und ein paar bessere Fahrzeuge an, beispielsweise einen Düngerstreuer oder einen größeren Ladewagen.

Was folgt ist Fleißarbeit: Feld gruben, Saat säen, Feld düngen, Getreide ernten. Und wieder von vorne. Klingt ermüdend? Ist es auch, besonders anfangs, wenn wir uns nur auf ein bis zwei Felder konzentrieren und zunächst Geld scheffeln müssen, um neue Geräte und damit Anbauoptionen freizukaufen. Trotzdem greift schon hier die Motivationskurve, die den Landwirtschafts-Simulator so erfolgreich macht, denn schließlich stehen mehr als 100 Fahrzeuge und Geräte zum Kauf bereit und irgendwie will man ja doch alles mal ausprobieren.

Man kann problemlos 50 Stunden oder mehr im Landwirtschafts-Simulator versenken. Und das nur mit dem Material, das das Spiel von Hause aus mitliefert. Aber dann ist da ja noch die extrem aktive Modding-Community, die die Serie unterstützt und deren Werke dank der guten Mod-Integration leicht ins Spiel zu integrieren ist.

Landwirtschafts-Simulator 2013 - Screenshots aus der Konsolenversion ansehen

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