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Lara Croft and the Guardian of Light im Test - Gut mit Abstrichen

Die Konsolen- und PC-Versionen dieses Spiels ernteten in der Fachpresse gute Wertungen. Nun haben wir uns für euch die Fassung für das iPhone angesehen. Wie unser Fazit aussieht, verrät euch der Test.

von Thomas Ruhk,
27.01.2011 11:15 Uhr

Lara Croft and the Guardian of Light ist – grob zusammengefasst – ein isometrisches Plattformspiel. Unsere noch sehr jugendliche Heldin ist bei der Wiederkehr eines einst verbannten Bösewichts zugegen und muss diesen fortan durch zehn Levels hinweg verfolgen. Auf ihrem Weg darf sie eine Vielzahl von Schalter- und Schieberätseln lösen. Eine Besonderheit ist der Mehrspielermodus: Ihr könnt das Spiel zu zweit komplett durchspielen, und erfreulicherweise verändern sich dann einige der Rätsel, verlangen gar nach echter Zusammenarbeit.

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Mehr als diese kurzen Hinweise erhaltet ihr nicht.Mehr als diese kurzen Hinweise erhaltet ihr nicht.

Der Spielverlauf ist grundsätzlich linear. Wenn ihr euch nur rasch an der Story entlang hangelt, entgehen euch viele Herausforderungen und Bonusrätsel. So gibt es zum Beispiel für die Überquerung eines Flusses – ohne sich nasse Füße zu holen - Extrapunkte. Sammelobjekte wie rote Totenschädel schlagen sich ebenfalls in der Endabrechnung nieder, oder ihr sollt alle herumstehenden Fahrzeuge zerstören. Wer also eine hohe Punktezahl aufweisen kann, zeigt sich als großer Erkunder und Rätsellöser – in einer schlichten Onlineliste könnt ihr dann eure Erfolge präsentieren. Bemerkenswert ist, das Lara Croft and the Guardian of Light so gut wie keine Hilfestellung gibt. Wenn ihr die Grundsteuerung erlernt habt, bleiben Tutorials aus und ihr müsst viel rumprobieren. Eine der ersten Waffen des Spiels ist zum Beispiel ein geheimnisvoller Mehrfach-Speer. Dieser ist nicht nur ein wirkungsvoller Meinungsverstärker, sondern wird auch zum Erklimmen von Säulen und Wänden genutzt. Ihr könnt bis zu drei Speere in festes Material werfen und euch so Treppen oder Sprungmöglichkeiten bauen. In den Levels findet ihr auch immer wieder Räume, deren Eingänge von Statuen mit rot leuchtenden Augen gesäumt sind. Dabei handelt es sich um Bonusrätsel, die für die Lösung des Spiels im Grunde nicht nötig sind, euch aber im Erfolgsfall mit neuen Waffen oder Artefakten versorgen. Artefakte und Reliquien verändern nämlich eure Charakterwerte wie Schußstärke oder Bombenkraft. So kommt ein Hauch Rollenspiel dazu. Im Zwei-Spieler-Modus, der lokal oder online gespielt werden kann, müssen die beiden Spielfiguren aktiv zusammenarbeiten. So zieht Lara ihren Partner beispielsweise an Wänden hoch, wenn diese für ihn nicht zugänglich ist. Der Multiplayer kann in der Kampagne jederzeit ein- und ausgeschaltet werden, die Aufgabenstellungen passen sich dann automatisch an. Spieler 2 übernimmt die Rolle von Totec, dem besagten "Guardian of Light".

Die Anzahl der benutzten Waffen ist begrenzt. Ihr könnt vier Schießprügel als aktive Waffe auswählen. Dazu gehören Flammen- und Granatwerfer ebenso wie Schrotflinten oder Sturmgewehre. Der Speer ist eine eigene Kategorie und wird nicht zu den regulären Waffen gezählt. Weiterhin könnt ihr Bomben legen, die sowohl im Kampf als auch zur Rätsellösung nützlich sind. Leider arten die Feuergefechte immer wieder in Hektik aus, weil ihr meist von Heerscharen grimmiger Unholde verfolgt werdet. Dutzende Spinnen, Krokodile und minotaurartige Ungeheuer wollen euch ans immer noch zu enge Lederhöschen. Dieses Spieldesign wird bei einem Kampf gegen einen übergroßen T-Rex auf die Spitze getrieben. Was euch da an Viehzeug hinterher rennt, ist schon ein starkes Stück. Bis auf die zwei Pistolen, die Lara Croft von Anfang an gekennzeichnet haben, verbrauchen die Waffen auch Munition – von einer einzigen Leiste! Wenn ihr keine Munition mehr übrig habt, schaltet das Spiel automatisch auf die Pistolen um.

Die Steuerung von Lara ist sehr komplex. Ihr schießt nämlich nicht mit einem Button, sondern mit dem zweiten Stick rechts am Bildrand. Während ihr also mit dem linken Stick lauft, wird der rechte für die Feuerrichtung genutzt. Dann habt ihr Buttons für die Bombe, eine Ausweichrolle, Springen, den Speer und Waffenwechsel. Kontextsensitive Aktionen gibt es ebenfalls. So könnt ihr einen Enterhaken an Haltepunkten festmachen oder große Steinkugeln bewegen. Speziell der Springbutton ist viel zu klein geraten und reagierte im Test oftmals überhaupt nicht auf Druck. Das lässt in Kombination mit der durchwachsenen Technik nicht wirklich Spaß aufkommen.

Lara verschwindet immer wieder hinter der Grafik.Lara verschwindet immer wieder hinter der Grafik.

Damit kommen wir auch zur Grafik des Spiels. Die Kamera präsentiert Lara Croft and the Guardian of Light isometrisch und verharrt auch stur an ihrer Position. Die einzige Veränderung sind Nah- und Fernaufnahmen, aber der Winkel bleibt stets gleich. Das führt zu sehr ungünstigen Einstellungen. Da überall Türme, Mauern und Statuen in die Höhe ragen, verschwindet die Hauptdarstellerin immer wieder in der Grafik – sehr ärgerlich, wenn ihr gerade Monster auf dem Hals habt und nicht mehr sehen könnt, was gerade passiert. Da die Grafik zudem sehr dunkel geraten ist und die Kamera sich nicht selten ganz weit entfernt, verwandelt sich Lara in ein grünliches Strichmännchen. Wenn dann noch eine schlecht einschätzbare Sprungpassage dazu kommt und ihr wegen dem kleinen Button zehn Anläufe braucht, wird der Spielspaß stark nach unten gezogen. Die Geräusch- und Soundkulisse ist dagegen gelungen.

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