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LEGO Dimensions im Test - Überdimensionaler (Bastel-)Spaß

Gandalf und Batman in Springfield: LEGO Dimensions würfelt die Helden und Welten unterschiedlicher Universen zusammen. Im Test verraten wir, warum das Toy2Life-Klötzchenspiel Skylanders und Co. in den Schatten stellt.

von Mirco Kämpfer,
06.10.2015 14:20 Uhr

LEGO Dimensions - Test-Video: Überdimensionaler (Bastel-)Spaß 5:40 LEGO Dimensions - Test-Video: Überdimensionaler (Bastel-)Spaß

Wenn zu einem Spiel ein Day-1-Patch erscheint, steigt bei uns Zockern schon mal der Blutdruck: Die Disk ist im Laufwerk, der Controller in der Hand, doch bevor es losgeht, müssen erst mehrere Gigabyte durch die Internetleitung tröpfeln.

Das ist ärgerlich, im Falle von LEGO Dimensions haben wir jedoch ein Lächeln auf den Lippen, obwohl der Download des 5,5 GB großen Release-Patches knapp eine Stunde dauert. Denn das Klötzchenabenteuer macht schon beim Auspacken des Starter Sets Spaß (siehe Kasten). Während der Download läuft, bauen wir nämlich bereits aus einzelnen LEGO-Steinchen die für das Grundspiel nötigen Helden (Gandalf, Batman, Wildstyle) sowie das ToyPad genannte Scan-Portal zusammen, mit dem wir echte Plastikfigürchen in die virtuelle Welt übertragen. Die Wartezeit vergeht somit im Nu.

Mit Charme und Klamauk

Im Gegensatz zu den meisten LEGO-Spielen wie LEGO Jurassic World, die sich thematisch an einer Filmvorlage orientieren, mixt LEGO Dimensions die Helden und Welten von 14 unterschiedlichen Marken durcheinander. Der Fiesling Lord Vortech will nämlich das gesamte Multiversum beherrschen und lässt daher einzelne Universen kollidieren.

LEGO Dimensions - Screenshots ansehen

Das sorgt mitunter für abstruse und lustige Szenen, etwa wenn Gandalf in den Minen von Moria die berühmten Worte »Du kannst nicht vorbei!« brüllt und plötzlich Batman durch ein Dimensionsloch in die Kulisse purzelt. Auf der Flucht vor dem Balrog stolpern beide schließlich in die aus dem Film The LEGO Movie bekannte Regenbogenwelt, wo Wildstyle das Heldentrio komplettiert. Gemeinsam müssen sie dem bösen Lord das Handwerk legen und das Raum-Zeit-Gefüge wiederherstellen.

Das steckt im Starter Set
Um LEGO Dimensions spielen zu können, benötigt ihr ein Starter Set für eure bevorzugte Plattform. Das kostet 100 Euro und beinhaltet ein Portal zum Zusammenbauen, das ToyPad, auf das ihr die Männchen stellt, sowie insgesamt vier LEGO-Figuren: Gandalf, Wildstyle, Batman und das Batmobil. Zusätzlich sind direkt beim Spielstart drei Adventure-Welten (Der Herr der Ringe, LEGO Movie, DC Comics) freigeschaltet.

Im Laufe der recht banalen, aber stets augenzwinkernd inszenierten Geschichte laufen, hüpfen und knobeln wir uns durch insgesamt 15 abwechslungsreiche und jeweils rund 40 Minuten lange Storylevels, die den einzelnen Franchise-Universen nachempfunden sind (siehe Kasten).

Da beobachten wir Homer Simpsons schnarchend bei der Arbeit im Kernkraftwerk, kämpfen in Minas Tirith gegen Orks und rätseln uns durch die Testkammern von Portal. Jedes Level ist mit Anspielungen und witzigen Details gespickt. Wir sagen nur: Der Kuchen ist keine Lüge! Der typische Humor der LEGO-Spiele zündet auch dieses Mal wieder - beim Retten des Universums bekommen wir vor lauter Dauerschmunzeln fast schon einen Mundwinkel-Muskelkater.

LEGO wie wir es kennen und lieben

Homer geschäftig bei der Arbeit: In jedem Level verschlägt es uns in eine andere Welt mit bekannten Figuren. Homer geschäftig bei der Arbeit: In jedem Level verschlägt es uns in eine andere Welt mit bekannten Figuren.

Spielerisch bleibt LEGO Dimensions den unzähligen anderen Traveller's-Tales-Abenteuern treu. Wir kloppen alles kurz und klein, was aus LEGO-Steinen besteht, um die Einzelteile anschließend zu anderen Formen zusammenzusetzen und Studs (Spielwährung) zu sammeln.

Wie gewohnt besitzt jeder Charakter unterschiedliche und teils lustige Fähigkeiten, die wir gelegentlich sogar miteinander kombinieren müssen. Während Batman mit seinem Greifhaken ganze Häuserfassaden aus der Verankerung reißt und Barrikaden mit seinem Batmobil durchbricht, bringt Homer mit einem lauten Rülpser Glas zum Bersten.

Und genau hier beginnt die teure Sammelspirale, wie wir sie von Skylanders, Disney Infinity und Co. kennen: Wer alle geheimen Extras entdecken will, braucht stetig neue Figuren, Fahrzeuge oder Gadgets - und die kosten richtig Geld. Zum Start von LEGO Dimensions erscheinen 15 verschiedene Zusatzpakete für jeweils 15 bis 30 Euro. Bis zum Mai 2016 sind vier weitere Wellen geplant.

Immerhin: Zum Durchspielen der Storykampagne reicht das Starter Set. Alles andere wäre bei einem Preis von 100 Euro auch eine ziemliche Frechheit gewesen.

Die Universen im Überblick
Das Spiel verfügt bis jetzt über 14 verschiedene Universen mit jeweils einer eigenen Abenteuerwelt. Um diese freizuschalten, benötigt man eine Figur aus dem entsprechenden Universum.

- DC Comics
- Der Herr der Ringe
- The LEGO Movie
- Zurück in die Zukunft
- Der Zauberer von Oz
- Jurassic World
- Portal 2
- Scooby-Doo
- LEGO Ninjago
- LEGO Legends of Chima
- Doctor Who
- Die Simpsons
- Midway Arcade
- Ghostbusters

Das Portal als zentrales Spielelement

Das LEGO-ToyPad bietet übrigens Platz für bis zu sieben LEGO-Objekte (Figuren, Gadgets, Fahrzeuge) und ist darüber hinaus kreativ ins Spiel eingebunden. Ein Beispiel für eines der abwechslungsreichen Rätsel: Das ToyPad leuchtet in drei unterschiedlichen Farben, passend dazu finden wir in der Spielwelt drei farbige Portale. Wollen wir durch das gelbe Portal in einen neuen Bereich hüpfen, um dort einen Schalter umzulegen, müssen wir die jeweilige Figur auf die Seite des ToyPads stellen, die gelb leuchtet.

Starter Set Ohne Starter Set geht nichts: Das Paket beinhaltet das Portal sowie drei Heldenfiguren (Gandalf, Batman, Wildstyle) und zusätzlich das Batmobil.

Zusatzpakete Zum Start erscheinen 15 verschiedene Erweiterungspakete mit neuen Figuren, Fahrzeugen und Gadgets.

Keine Angst, all das wird im Spiel erklärt. Über mangelnde Tutorials können wir uns nicht beschweren. Wohl aber über den teils seichten Schwierigkeitsgrad, der sich in erster Linie an eine junge Zielgruppe richtet. Dadurch ergibt sich zwar ein herrlicher Spielfluss, ins Schwitzen kommen unsere grauen Zellen aber höchstens beim Suchen aller geheimen Extras. Wer beispielsweise von den LEGO-Portal-Levels den gleichen Anspruch der Originalspiele von Valve erwartet, wird enttäuscht.

Kaufberatung:Das sind die wichtigsten Expansion Packs

Ebenfalls eine schöne Rätselidee: Versteckte Objekte suchen wir in der Spielwelt nach dem Blinde-Kuh-Prinzip. Leuchtet das ToyPad grün, gehen wir in die richtige Richtung, leuchtet es rot, entfernen wir uns wieder. Dass wir dabei ständig die Figürchen neu platzieren müssen, stört uns nicht, zumal das drei Meter lange USB-Kabel des Portals selbst für große Wohnzimmer ausreicht.

Und noch etwas hat LEGO Dimensions allen Genrevertretern voraus: Die Figuren sind keine leblosen Plastikkreaturen, sondern tatsächlich Spielzeuge, die wir in freudiger Erwartung zusammenbasteln - fast wie beim echten LEGO.

LEGO Dimensions - Trailer zu Scooby Doo 1:53 LEGO Dimensions - Trailer zu Scooby Doo

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