Mortal Kombat X - Interview - Fünf Fragen an Ed Boon

Ed Boon hat 1992 zusammen mit seinem ehemaligen Geschäftspartner John Tobias die Mortal-Kombat-Reihe ins Leben gerufen. Wir hatten Gelegenheit, Ed ein paar Fragen zu stellen.

von Kai Schmidt,
06.09.2014 10:00 Uhr

GamePro: Musstest du in deinen Spielen schon jemals etwas abändern, um in den USA die gewünschte Freigabe zu erhalten?

Ed Boon:Naja, Injustice war natürlich ein Spiel mit T-Rating (Anm.: »Teen«, freigegeben ab 13 Jahren). Da konnten wir schlecht die gleichen Sachen anstellen wie in Mortal Kombat. Aber mit den MK-Spielen gab es eigentlich nie Probleme. Sie wurden nicht abgelehnt und erhielten immer ihr M-Rating (Anm.: »Mature«, freigegeben ab 17 Jahren).

GamePro: Würdest du gerne mal was anderes als Prügelspiele machen?

Ed Boon:Oh ja, unbedingt! Wir schauen tatsächlich gerade, was wir nach MKX machen könnten. Es gibt zwar noch nichts, was ich ankündigen könnte, aber wir beschäftigen uns tatsächlich mit anderen Dingen außerhalb des MK-Universums oder gar des Prügelspielgenres.

GamePro: Vielleicht ein Ego-Shooter im Mortal-Kombat-Universum?

Ed Boon:(lacht) Nein, das glaube ich nicht.

GamePro: Wo wärst du heute, wenn Mortal Kombat kein solcher Erfolg geworden wäre?

Ed Boon:Naja, wahrscheinlich würde ich an anderen Spielen arbeiten. Sowas wie Injustice oder die anderen Arcade-Spiele, die ich gemacht habe. Wahrscheinlich hätte ich mal ein anderes Genre ausprobiert. Ich bin sehr froh, dass Injustice bei den Spielern gut ankam, denn so haben wir zumindest noch ein anderes Universum, an dem wir arbeiten können.

GamePro: Vermisst du die gute alte Zeit der Spielhallen, als man der absolute King war, wenn man die Bewegungen für einen Fatality oder einen neuen Special Move herausfand?

Ed Boon:Oh ja, die Zeiten haben sich geändert. Dank des Internets gibt es keine Geheimnisse mehr. Wir haben es schon lange aufgegeben, geheime Moves in den Spielen zu verstecken und darauf zu warten, dass die Leute sie entdecken. Sobald ein Spiel veröffentlicht wird, stellen die Leute alles auf Youtube. Aber so sind halt moderne Spiele. Sie werden mit Hinblick darauf entwickelt, dass praktisch jeder Spieler im Netz ist und dort seine Erfahrungen mit anderen Spielern teilt. Dieser Geheimnis-Aspekt, der jeden zum Beispiel nach Raidens Fatality suchen lässt … das gibt es einfach nicht mehr.

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