NHL 10 im Test - Review für Xbox 360 und PlayStation 3

Provokation, Zupfer, Faustkampf - nur wer sich durchsetzen kann, beherrscht in NHL 10 das Eis!

von Thomas Wittulski,
15.09.2009 17:38 Uhr

Wir befinden uns im letzten Drittel der heißen Playoff-Begegnung zwischen Adler Mannheim und den Kölner Haien. Auf der Anzeigetafel prangt ein müdes »2:2«, und den beiden Teams bleibt nur noch eine Minute, um das Spiel für sich zu entscheiden. Eine gekonnte Einzelaktion des Mannheimer Neuzugangs Nathan Robinson bringt die Wende: Gezielt ballert er den Puck über die rechte Schulter des Haie-Keepers direkt ins Tor. So schnell kann's bei NHL 10 passieren -- das Spiel geht an die Rekordhalter.

Das virtuelle Publikum, das jetzt natürlich nicht mehr auf den Polygonbänken zu halten ist, wurde von EA Canada generalüberholt. Die Zuschauer reagieren deutlich realistischer auf das Spielgeschehen: Sie springen auf, schwingen ihre Schals, wenn ein Tor fällt, pfeifen den Gegner aus oder schüchtern mit Schlägen gegen die Plexiglasscheiben ein. Die größere Interaktivität des Publikums kann sich sehen lassen, ebenso die Bewegungsanimationen.


Genre: Sport
Release: 17.09.2009

Prügelei auf dem Eis

Aber auch auf dem Eis hat sich einiges getan: So dürft ihr etwa den Puck an der Bande mit ganzem Körpereinsatz verteidigen und sogar mit dem Fuß zu einem Mitspieler retten. In der Defensive verteilt ihr mehr Bodychecks als vorher, schüchtert den Gegner damit ein und macht ihn müde, so dass er euch zukünftig möglichst aus dem Weg geht. Provoziert ihr einen Gegenspieler, schaltet das Spiel in den Egoperspektiven-Kampfmodus, in dem ihr eurem Gegner faustdick einschenken dürft. Das ist zwar ein nettes Gimmick und bringt auch etwas mehr Abwechslung ins Spiel, so richtig anfreunden können wir uns mit den eher primitiven Prügelanfällen der Spieler aber nicht.

360 Grad

Auch an der Steuerung von NHL 10 haben die Entwickler etwas geschraubt. Pässe dürft ihr nun etwa zielgenau -- direkt, über die Bande oder als Vorlage in den freien Raum -- an eure Mitspieler geben. Genauso intuitiv funktionieren die Torschüsse, bei denen ihr Schussstärke und
-richtung per Ministick bestimmt. Durch die Optimierungen fühlt sich das Spiel authentischer an, als etwa NHL 2K9, auch wenn ihr euch erstmal an die neue Steuerung gewöhnen müsst.

Modi-Vielfalt

Entwarnung gibt es für alle, die im letzten Jahr einen Playoff-Modus vermisst haben: In NHL 10 dürft ihr direkt in die heiße Spielphase einsteigen. Desweiteren kämpft ihr etwa um den Stanley Cup, durchlauft eine ganze Saison mit eurem Lieblingsteam oder startet eine Einzelkarriere im »Be a Pro«-Modus. Neben der namensgebenden NHL ist dieses Jahr auch wieder die DEL (und einige weitere) samt original Spielern, Trikots und Eisstadien vertreten.


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